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    <title>Was der Name Zwiebelfisch bedeutet</title>
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      <title>Was der Name Zwiebelfisch bedeutet</title>
      <link>http://forum.geizhals.at/t272705,1728536.html#1728536</link>
      <description>&lt;a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,256454,00.html" rel="noopener" target="_blank"&gt;http:/&lt;wbr/&gt;/&lt;wbr/&gt;www.spiegel.de/&lt;wbr/&gt;kultur/&lt;wbr/&gt;gesellschaft/&lt;wbr/&gt;0,1518,256454,00.html&lt;/a&gt; &lt;br&gt;&lt;br&gt;Laut Lexikon ist der Zwiebelfisch zunächst mal tatsächlich ein Fisch, &lt;br&gt;Anglern besser bekannt als Ukelei, aus der Familie der Karpfenfische, &lt;br&gt;wissenschaftliche Bezeichnung Alburnus alburnus. Er gilt als "geselliger &lt;br&gt;Oberflächenfisch" und ist in stehenden und nicht zu stark strömenden Gewässern&lt;br&gt;nördlich der Alpen zu finden. Derartige Eigenschaften (gesellig, oberflächlich,&lt;br&gt;strömungsscheu) lassen ihn nur bedingt als Paten für eine Kolumne geeignet &lt;br&gt;erscheinen, die sich anschickt, in die Tiefen der deutschen Sprachniederungen &lt;br&gt;hinabzutauchen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Doch das Wort hat noch eine zweite Bedeutung: Im Buch- und Zeitungsdruck &lt;br&gt;bezeichnet "Zwiebelfisch" einen Buchstaben innerhalb eines Wortes, &lt;br&gt;der (versehentlich) in einer falschen Schriftart gesetzt wurde. Irgendjemand hatte&lt;br&gt;mal die Assoziation, dass ein Haufen durcheinander geratener Schrifttypen wie ein&lt;br&gt;Schwarm Zwiebelfische aussehe. Da die Setzersprache bildhafte Ausdrücke &lt;br&gt;sehr schätzt (man denke an "Hurenkind" und "Schusterjunge"), &lt;br&gt;hat sich der "Zwiebelfisch" als Bezeichnung für falsch gesetzte Lettern etabliert.&lt;br&gt;Und da diese Kolumne es sich zur Aufgabe gemacht hat, "falsch gesetzte" Wörter &lt;br&gt;in deutschen Texten aufzuspießen, also "Zwiebelfische" im übertragenen Sinn,&lt;br&gt;schwamm ihr der Name buchstäblich zu.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Idee, den Begriff "Zwiebelfisch" aus der Buchdruckersprache auf einen weiter &lt;br&gt;gefassten sprachlichen Kontext zu übertragen, ist allerdings nicht ganz neu. &lt;br&gt;Bereits 1910 gründete Franz Blei eine bibliophile Zeitschrift für Literatur und Kunst&lt;br&gt;dieses Namens, die von 1911 an im Münchner Hyperion-Verlag von Hans von Weber&lt;br&gt;und dessen Sohn fortgeführt wurde, bis ihr Erscheinen 1934 eingestellt wurde. &lt;br&gt;Nach dem Krieg lebte die Zeitschrift kurzzeitig wieder auf, und zwar von &lt;br&gt;1946 bis 1948. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Heute ziert der Name "Zwiebelfisch" einen kleinen Buchverlag in Berlin, &lt;br&gt;ein Magazin für Gestaltung von der Freien Hochschule für Grafik-Design in Freiburg, &lt;br&gt;eine seit über 30 Jahren bestehende Kneipe in Berlin Charlottenburg sowie etliche &lt;br&gt;Kochrezepte, in denen Fischfilet und jede Menge Gemüsezwiebeln eine Rolle spielen. &lt;br&gt; &lt;br&gt;Kiepenheuer &amp; Witsch&lt;br&gt;Der "Zwiebelfisch" als Buch: "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" &lt;br&gt;Und nun eben auch diese sprachpflegerische Kolumne bei SPIEGEL ONLINE, &lt;br&gt;die schaurige, traurige, unsägliche, unerträgliche, abgehobene und verschrobene &lt;br&gt;Erscheinungen der deutschen Sprachkultur unter die Lupe und aufs Korn nimmt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Sämtliche "Zwiebelfisch"-Texte sind jederzeit nachträglich abrufbar, und zwar unter&lt;br&gt;der Adresse &lt;a href="http://www.spiegel.de/zwiebelfisch." rel="noopener" target="_blank"&gt;http:/&lt;wbr/&gt;/&lt;wbr/&gt;www.spiegel.de/&lt;wbr/&gt;zwiebelfisch.&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;br&gt;Klicken Sie dort am Ende der Seite auf "Weitere Artikel", um sich auch &lt;br&gt;die älteren "Zwiebelfische" anzeigen zu lassen.&lt;br&gt;&lt;br/&gt;</description>
      <pubDate>Fri, 27 Aug 2004 20:55:27 GMT</pubDate>
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