K7T-Turbo macht nach Neustart Probleme! Wer kann helfen???
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Re: Re: K7T-Turbo macht nach Neustart Probleme! Wer kann helfen???
RF
27.04.2001, 00:42:45
Hi !

Welche Temperatur meinst Du da jetzt? WO und vor allem WIE hast Du
denn diese Temperatur gemessen? Ab welcher Temperatur soll ein
Halbleiter denn seine Schaltfähigkeit verlieren? Wie hast Du diese
Temperatur festgestellt und gemessen?
Also eines ist sicher, bei einer Temperatur von ca. 42 ° C ist noch
kein Halbleiter verstorben. Denn da würde kein KFZ, keine
Stereoanlage oder sonstige elektronischen Geräte mehr funktionieren.
Bei Halbleitern beträgt die max. Sperrschicht bzw.
Junctiontemperatur bei Germaniumelementen (ist auch ein Halbleiter)
ca. 85 bis 100 ° C, bei Siliziumelementen liegt dieser Wert, je
nach Bauart zw. 125 und 200 ° C. Diese Temperatur wird zuerst mal
an das Gehääuse abgegeben. Durch die wesentlich grössere Oberfläche
desselben erfolgt nun schon mal die erste Abkühlung. Bei einem
Athlon liegt diese Temperatur am DIE bei ca. 90 ° C. Dieser Wert
ist noch immer zu gross, um die Wärme die ja immer und immer wieder
neu produziert wird, was im Endeffekt die Umgebungstemperatur immer
höher steigen lässt, bis diese nicht mehr für eine ausreichende
Abkühlung sorgen kann. Aus diesem Grunde wird daher ein Kühlkörper
daraufgesetzt. Das würde bei ausreichender Grösse schon genügen. Da
für diese Menge an Wärmeenergie der Platz aber nicht vorhanden ist,
wird darauf noch ein Gebläse gesetzt, welches für einen
ausreichenden Luftstrom sorgen soll, damit immer genügend
Temperaturunterschied vorhanden ist, um die erzeugte Wärmeenergie
entsprechend rasch abzuführen.
Dein Wert von ca. 42 ° C ist vermutlich auf die Temperatur des
Kühlkörpers bezogen (Die Frage hier ist wieder einmal, WO und WIE
Du diesen Wert gemessen hast).
Aus diesen , und noch ein paar anderen Werten kannst Du dann die
erforderliche Kühlleistung rechnerisch dann mal ermitteln, und
danach auch praktisch testen und korrigieren, denn man sollte auf
die vielen Variablen auch nicht vergessen.

Die Berechnung dafür sieht dann mal so aus:

RthK=(dj - du):Ptot - (RthG+RthG/K)

RthK   = Wärmewiderstand des Kühlkörpers (Kelvin pro Watt)
dj     = Sperrschicht- oder Junctiontemperatur in ° C
du     = Umgebungstemperatur in ° C
Ptot   = Verlustleistung des Halbleiters in Watt (ca. 65W)
RthG   = Innerer Wärmewiderstand des Halbleiters in K/W (ca. 1,5)
RthG/K = Kontaktflächenübergangswiderstand zw. Halbleiter und  
Kühlkörper (abhängig von der Anpresskraft und Wärmeleitpaste) ca.
0,2 K/W

(160-35):65-(1,5-0,2)=0,62
(160-25):65-(1,5-0,2)=0,78
Bei Betrachtung dieser beiden Varianten kannst Du dann leicht
ersehen, welcher Aufwand hier vonnöten ist, diese Wärme abzuführen.
Hier wird dann auch rasch klar, welcher Aufwand nötig sein wird,
die Gehäuseinnentemperatur in den Griff zu bekommen.
Und das alles unter dem Aspekt dass man mit einem 8 oder 15 Watt
Lötkolben bereits Löten kann, das heisst man kann Zinn bereits in
den flüssigen Zustand versetzen.

MFG

RF
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