ADSL-Wechsel auf Chello.......kann ich das nun von der Steuer absetzen, oder nicht?
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Re(11): ADSL-Wechsel auf Chello.......kann ich das nun von der Steuer absetzen, oder nicht?
04.01.2004, 19:56:17
Du, das beschriebene Beispiel ist auch sicher ein Grenzfall, im Gegensatz zu meiner eigenen Situation (ich kann nie Chello haben, daher ADSL seit Beginn und ein reiner Providerwechsel fällt sicher flach).
In den Steuerberaternachrichten, die wir im Büro regelmässig bekommen, im vergangenen Jahr war das mal drinnen. Aber auch da werden die Meinungen auseinandergehen.
Da wird es sicher noch einige sogenannte 'Durchführungsverordnungen' vom Finanzministerium geben, gerade diese Grauzone betreffend. Diese werden aber frühestens heuer irgendwann kommen.
Was bedeutet das?
Wer jetzt gleich seine Veranlagung durchführt und die Kosten nicht anführt, hat, wenn es dann doch genau definiert wird, einfach Pech gehabt. Wer sie anführt, es wird anerkannt und später kommt eine andere Verordnung, wird halt Glück gehabt haben.
Angeben sollte man sie auf jeden Fall. Es kann ja gar nichts passieren, denn man berechnet die Steuer ja nicht selbst, sondern das macht weiterhin ja das Finanzamt und wenn die es anerkennen, dann tun sie es, oder eben nicht.
Bei solchen Grössenordnungen, die ja noch dazu befristet sind, werden sich die auch nicht allzuviel antun, die wollen die Sachen vom Tisch haben, weil Zeit und Personal haben die auch nicht mehr in Hülle und Fülle; auch da hat die Rationalisierung schon ihre Spuren hinterlassen.
  
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Re(15): ADSL-Wechsel auf Chello.......kann ich das nun von der Steuer absetzen, oder nicht?
05.01.2004, 10:09:41
nö, das ist im Gesetzestext definitiv ausgeschlossen - ein reiner Providerwechsel ist da nicht gemeint. Würde ja auch gegen den eigentlichen Sinn des Gesetzes sein.
Der Grund für dieses Gesetz ist ja, NEUE Anschlüsse zu fördern. Hier ist auch der Sinn darin zu sehen, die Provider indirekt zu unterstützen, auf diese Technologie zu setzen und dadurch zu stärken, dass man die Teilnehmer fördert und dadurch die Nachfrage vergrössert, sodass durch die Förderung der Teilnehmer und dadurch die Nachfrage anzukurbeln, die Förderung auch denjenigen aliquot zukommen zu lassen, die ordentliche Angebote machen. Sonst hätte man ja auch gleich direkt die Provider nach irgendeinem Schlüssel fördern können. Da war aber die Gefahr sehr gross, dass das Geld versickert (vornehmlich zur Altlastenabdeckung oder Cash für die Muttergesellschaften im Ausland) und die Kunden nichts davon haben.
Warum das Gesetz so ungenau definiert ist und schon etliche Durchführungsverordnungen verursacht hat ist ja klar, es ist wie in den letzten Jahren üblich, einfach schlampig und husch husch gemacht (Stichwort: speed kills). Ist ja nicht nur bei diesem Gesetz so; das ist bei fast allen anderen auch so, nur hier fällt es einer kleinen Gruppe halt ganz besonders auf.

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