wlan router + festplatte (fileserver)
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Re: wlan router + festplatte (fileserver)
20.11.2005, 09:13:24
Ich möchte Dir eine dritte Lösung vorschlagen:
Wenn du eh schon NAS haben willst - was ja Sinn macht - würde ich das mit einem Proxy wie zB squid verheiraten. Squid rennt auf ziemlich allen OSsen (wobei ich natürlich Linux empfehle) und bringt /echt/ Performancegewinne. Zusätzlich kann er transparent arbeiten, sodaß du auf den Clients gar nichts einstellen mußt und er trotzdem alles abfängt.

Meine Empfehlung wäre also
.) Linux-Server
.) SQUID http://www.squid-cache.org/
.) uU OpenVPN von openvpn.sf.net
.) SAMBA

Samba läßt einen Unix-Rechner Windows-Server spielen, wenn du also Win einsetzt, brauchst es nicht.

OpenVPN ist eine VPN-Lösung, die
-) sehr gut ist (starke Verschlüsselung)
-) auf allen OSsen rennt
-) wenig CPU braucht
-) einfach zu konfigurieren ist.

Wenn dein WLAN komplett unter AES fährt, brauchst OpenVPN nicht - ansonsten empfehle ich es Dir unbedingt.

Was sind die Nachteile dieser Lösung ?
Du brauchst dann einen Rechner, der 24x7 rennt.
Bei mir übernimmt derzeit ein Pentium133 mit 64MB Ram diese Aufgaben (naja, er ist noch Web- und DB-Server dazu) - und er kommt niemals über 30% Last (und die nur beim Backup). Wenn Du WEB und DB wegläßt, reicht garantiert ein 386er für Squid - allerdings mit min. 32MB Ram ;-) Von der Idee her wäre es am besten, wenn du einen Rechner mit möglichst viel RAM verwendet (=weniger PlattenIO =weniger Stromrechnung), der dafür aber möglichst langsam ist (wieder weniger verbrauch).

Vorteil:
Massiv schneller Internetzugang..
-) Alle Seiten, die du öfters besuchst, werden cleverer gecached als auf deinem Client.
-) Wenn du von 2 verschiedenen PC's dieselbe Seite besuchst, braucht der zweite sie natürlich nicht aus dem Netz holen - er bekommt sie von SQUID
-) Oft besuchte Seiten läßt du vorcachen - zB mit wget. Täglich um 02:00 Uhr macht mein Rechner ein wget -r auf http://www.orf.at . Bis in der Früh um 07:00 Uhr ändert sich zwar noch was, einige der Bilder (und die dauern ja am längsten) sind aber gleichgeblieben... Und trotz meiner ISDN-Leitung "sofort" da.
-) Bandbeite sparen: Wenn du keine FLAT-Rate hast - der Netzwerkverkehr sinkt natürlich durch SQUID enorm...

Kurzum:
SQUID alleine macht meiner Meinung nach für die meisten schon Sinn. Alleine das immer laufende extra-Kasterl könnte stören. Wenn  du allerdings eh schon NAS haben willst - so hast du zwangsläugfig dann schon ein ständig laufendes Kasterl extra - dann würde ich gleich die "große" Lösung nehmen, insbesondere wenn es nichts kostet.

Von der Idee her könnte ein gebrauchter Laptop (=klein, handlich, stylischer, billiger im Verbrauch) mit SCSI-Controller (damit du bequem eine große Platte dran kriegst) die Ideallösung sein. Wenn du einen hast, den du nicht mehr brauchst, ist die Lösung gratis - ansonsten würde ich im Bazar nach einem schauen... Oder eben einen alten, inzwischen wertlosen Rechner nehmen (so wie ich meinen Pentium133 mit inzwischen 8 Festplatten drin ;-) )



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