Soviel zum Thema Prius
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Re(2): Soviel zum Thema Prius
03.01.2006 10:27:46
Hey!

Es ist einfach nicht richtig, hier ein umweltfreundlicherES Auto mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu vergleichen. Keine Frage, du hast Recht, wenn du schreibst, dass es um Potenzen umweltverträglicher sei, wenn wir alle die ÖVm benutzten, aber das ist nunmal purer Optimismus, leider und, wenn überhaupt, entfernte Zukunftsmusik.

Es geht bei diesen Pioniermodellen (sowohl Auto als auch den Gendanken dahinter) um Aufbrüche in eine komplett andere Schiene des Themas Mobilität in einer Hand mit um Weiten gesteigerter Umweltfreundlichkeit.

Du mußt den Vergleich "normales" Auto mit Prius zulassen, nicht Prius und ÖVm, oder?

Wir leben in einem Bereich der Welt, wo wir uns Autos leisten können und es genießen, lieber das Auto zu nehmen, um von zu Hause zu Hofer/Billa/Spar/MM etc. zu fahren, obwohl wir wissen (zumindest einige), dass Fahrrad oder ÖVm auch gingen und ökologisch eine Mrd. mal besser wären. Jetzt kann man einen 90-120 PS PD-TDI oder 80-110 PS Benziner (was wohl den meisten Autos entspricht, also den Hauptteil, der hier so rumfährt) mit den Daten des Prius vergleichen.

Dass der Prius sicher nicht das Maß aller Dinge darstellt, dürfte auch klar sein. Es ist ein Anfang, ein toller und gewagter. Stünde man heute vor der Wahl, ein Fortbewgungsmittel erfinden zu müssen (es gäbe noch keines) und hätte die  heutige Technik und das Know-How zur Verfügung, dann würde jeder über dich lachen, wenn als Ergebnis ein Verbrennungsmotor mit max. 35-40% Wirkungsgrad dabei herauskäme (kam mal bei Galileo).

Die Zukunft ist der Elektromotor, entweder von einer Brennstoffzelle "befeuert", oder wegen eines eventuellen Durchbruchs in der Kernfusionsforschung mit großen Akkus und direkt aus der Steckdosen geliefertem Strom (oder, anders argumentiert, durch die Unmengen an Energie, die aus der Kernfusion gewonnen werden, stellt man Wasserstoff her (=ökologisch hochergiebig), mit dem man größere Mobilität erreicht, als mit Solo-Batterie-Betrieb).

Dass du das Thema Geld ansprichst, ist auch sehr wichtig. Es wird alles teurer sein, das ist ja der Haken an der Geschichte, deswegen braucht es so lange, um sich durchzusetzen. Absolute Analogie zum Fleisch. ---> Viel günstig, wenig teuer.
Viel ist dann unter widrigsten Bedingungen für die Viecher, unter Inkaufnahme von massenweise Antibiotikaeinsatz etc. zu erreichen, oder qual. hochwertigste Kost durch Bio-Standard...

Es geht ums Umdenken, und da der Großteil der Bevölkerung dafür keinen Sinn hat, weil ihnen einfach der Weitblick und leider meist auch der notwendige IQ, bzw. das Wissen darum fehlt, gibt es damit solche Probleme.

In 100 Jahren wird mit man mit Scham und Verachtung auf 3L-Lupo und PD-Technik in schwereren Modellen zurückblicken, obwohl sie jetzt so wenig verbrauchen.

Darüber sollte man nachdenken.

Lg, Sebastain.

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Re(4): Soviel zum Thema Prius
03.01.2006 12:43:34
ch kritisiere nicht den hybridantrieb, sondern dessen umsetzung in form des
prius. sobald du mit diesem auto die stadt verlässt, verbrauchst du wesentlich
mehr sprit als in einem vergleichbar motorisierten auto. und wenn du einen
bleifuss hast, denen einige hier im forum nicht leugnen können, dann
verbraucht das ding exorbitant mehr als mit einem modernen benziner (vom
diesel reden wir hier nicht einmal), weil sich da der elektormotor nicht mal
einschaltet ("umweltfreundlicher" ist er vielleicht in der stadt, aber am land
bringt er nichts).


Für Leute mit Bleifuss ist das AUto sowieos nichts - auch auf der Autobahn mit 140 verbraucht das Auto mit seinen knapp 90 PS immerhin um die 5.5l - das ist ein sehr guter Wert - und nicht wie du meinst "deutlich mehr als Vergleichbare Diesel oder Benziner"


neben technischen unzulänglichkeiten, kommen auch noch eine miese verarbeitung
wie es für asiatische verhältnisse atypisch ist, und eine billige optik³
zusammen.


Hallo Vorurteil - macht aber nichts - da die deutsche Wertprodukte eh immer mehr im billigen Ausland produziert werden - soviel zum Thema "deutsche Wertarbeit"

Als Reaktion auf die Krise am Automarkt kennen deutsche Hersteller nur ein Rezept: runterfahren, abbauen, auslagern. Die hohen Löhne in Deutschland, so ihr ständiges Lamento, hinderten sie daran, profitabel Autos zu bauen.

Das Beispiel Toyota entlarvt die Sprüche der deutschen Automanager als das, was sie sind: der Versuch, von eigenen Fehlern abzulenken. Der japanische Konkurrent produziert hoch profitabel – auch am Hochlohnstandort Europa. Dies ist keine Zauberei, sondern beruht auf effizient organisierten Produktionsprozessen, partnerschaftlichen Beziehungen zu Zulieferern, konsequenter Weiterbildung der Mitarbeiter und permanenter Verbesserung der Qualität. Damit übernimmt Toyota völlig verdient wohl schon 2006 die Weltspitze – und zeigt VW & Co. die Rückleuchten.



und dann kommt auch noch die werbestrategie mit "schenken wir x-beliebigen
prominenten, die eh nie damit fahren werden, so ein teil, dann werdens schon
genug idioten kaufen", die wohl auch nur aufgrund des, von dir
diagnostizierten, niedrigen IQs der leute funktionieren kann. und das ding
könnte man (wenn man wollte) durchaus günstiger produzieren...


Aha. Jeder der also ein deutlich umweltfreundlicheres (und hier ist der Prius mehrfach ausgezeichnet worden) Auto kauft ist als ein Idiot mit niedrigem IQ.

da haben mir die wasserstoff-ansätze von bmw und mercedes schon besser
gefallen - nur hat man auch dort schon gesehen wie sehr die gesellschaft daran
interessiert ist. nämlich gar nicht...


Das dauert noch mindestens 20 Jahre - Hybrid ist eine gute Übergangslösung.






03.01.2006, 12:43 Uhr - Editiert von dizo, alte Version: hier
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