Review DiMotion MicroPC CM10
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Review DiMotion MicroPC CM10
28.06.2008, 19:23:47
Auch wenn das rennen um immer schnellere CPUs nie so recht zu ende ist, und jeder alles mögliche aus den modernen Prozessoren versucht herauszudrücken mit OC, ist eigentlich der großteil der wirklichen kunden, nämlich die unternehmen, nicht an mehrleistung interessiert.
Man könnte sagen daß die leistung heutiger CPUs für den büroalltag sowieso mehr als genügt.

Daher wird es für diese kundschaft mehr und mehr in andere richtungen gehen: sparsam, klein, leise.
Ein interessantes produkt hat hier intel im portfolio, mit dem integrierten mini ITX board D201GLY2A. DiTech bietet nun dieses mainboard mit allem notwendigen als günstiges PC paket in form des ITX Rechners DiMotion CM10.

Ich möchte hier nicht auf die leistungswerte dieses PCs eingehen, sondern nur ein paar eindrücke schildern.

Ausstattung:
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o) Gehäuse MiniITX NOAH, schwarz/silber.
http://666kb.com/i/azwx8v87xar59joax.jpg
Dieses Gehäuse ist größer als die üblichen ITX gehäuse. Hat den vorteil daß eine 3,5" hdd und auch eine pci karte mit normaler bauhöhe hineinpassen können.
Leider wird für den einbau einer pci karte eine risercard benötigt, die NICHT mitgeliefert wird(obwohl auf herstellerseite im lieferumfang angegeben) und nur teuer nachgekauft werden kann.
Die festplatte (3,5" oder 2,5") kann nur kopfüber eingebaut werden, was nicht optimal ist, aber durch den darunterliegenden pci slot wahrscheinlich auch so nicht anders ausführbar.
Zur Kühlung wurden 4 seitliche lüftungsschlitze vorgesehen, jeweils 2 links, 2 rechts, wobei hinter einem ein schmaler (nur 15mm dick) 80mm lüfter montiert ist, der ein halbwegs ruhiger geselle ist. Wer hier mit der idee spielt einen anderen leiseren 80mm zu montieren wird feststellen daß das nicht geht: die schmale breite wird vorgegeben weil festplatte und mainboard nicht mehr platz lassen, basteln ist hier nicht.
Dafür hat man den eindruck, daß es recht geräumig zugeht im vergleich zu anderen ITX gehäusen.
http://666kb.com/i/azwxbe5hs8n31v009.jpg
http://666kb.com/i/azwxciaub6wbpgk3t.jpg
Die front ist aus alu und schlicht gehalten, hinter der blende verstecken sich ein reset button (juhu!), 2 USB, 1 Firewire(ohne Funktion) und die zwei üblichen audioanschlüsse.

Das externe Netzteil liefert 12V und max. 80W, ist vom anschlußstecker löblicherweise standard und sonst unauffällig.

Mitgeliefert werden die notwendigen kabel für 2,5" hdd und slimline laufwerke, wie auch ein praktischer standfuß.

o) Festplatte 80GB SATA Seagate 3,5" 7200rpm 2MB
Bewährte festplatte mit niedriger bauhöhe, die sich in midi tower sehr gut schlägt, hier aber lieber einer 2,5" hätte platz machen sollen

o) DVD Brenner Slimline Sony NEC Optiarc 7543A
o) 1024MB PC2-5300U Samsung
o) Intel D201GLY2A mainboard ITX
Das herzstück des rechners. Erstaunlich auf den ersten blick, wegen des tollen preis/leistungsverhältnis, dann verständlich denn es ist auf dem board ein alter angestaubter SiS Chipsatz in verwendung. Vorteil davon: alle notwendigen treiber bis auf audio und vga sind in der standard windows xp installation schon dabei.
Die CPU, ein celeron 220 basierend auf den conroe-L kern, ist aufgelötet.
http://www.intel.com/products/motherboard/D201GLY2/index.htm
Die eingebaute "A" version des mainboards deutet auf eine "A"ktive kühlung hin, sprich es ist ein 40mm CPUlüfter integriert.
Ansonsten bietet das board alles an anschlüssen was ein simpler büroPC braucht.
http://666kb.com/i/azwxaxvoh9oj3eea1.jpg
Sehr zum bedauern wird der PC mit einem alten bios ausgeliefert, welches mir probleme beim reboot machte. Nach dem aufspielen der neuesten version läuft es einwandfrei mit Win XP.


Temperatur:
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Dank des aktiven Lüfters des Intel boards und des gehäuselüfters bleibt die temperatur immer im akzeptablen rahmen (unter 45° idle, bei last cpu bis 59°), doch an ein absolut passiven betrieb ist hier ganz und gar nicht zu denken.
Umso mehr erstaunt war ich als beim ersten start der gehäuselüfter nicht angesprungen ist. Hier ist offensichtlich ein unbemerkter, gröberer patzer bei der montageplanung passiert, der sicher alle CM10 betrifft: das Intelboard regelt typischerweise die lüfter hinunter. Nur wurde der lüfter zusätzlich an eine temp. abhängige(sensor an den cpukühler geklebt)separate lüftersteuerung angehängt, die nochmals zurückregelt.
Resultat ist, daß sich der gehäuselüfter erst durch einmalige mithilfe zu drehen beginnt, und dann mit nutzlosen 450rpm fast schon schallplattengeschwindigkeit hat und demenstprechend nichts fördert.
Erst das direkte anhängen des lüfters an das mainboard brachte den lüfter zum laufen. Da sollte dringendst nachgebessert werden!

Insgesamt war ich erstaunt daß doch relativ viel abwärme generiert wird. Möglicherweise ist hier die schuld beim veralteten SiS Chipsatz zu suchen.

Stromverbrauch:
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Idle gemessen bei ca. 37W, bei Prime95 sind es ca. 50W max.

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