Wertpapierbelehnung als Standard beim Depot?
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Re(2): Wertpapierbelehnung als Standard beim Depot?
16.09.2008, 12:02:08
Das genaue Ausmaß der USA Story ist noch lange nicht bekannt!


Was heißt da, das "genaue Ausmaß" des Platzens der amerikanischen ("Wall Street" und die dortigen Finanzjongleure und innovativen Derivateerfinder) Finanzblase wäre noch nicht bekannt!? Es ist bisher äußerstenfalls überhaupt erst rudimentär bekannt.

Denn nach den "innovativen" Hypothekenkonstrukteuren und horrend bezahlten Investmentbankster kommen jetzt schon die Versicherungen dran - und da ist von der gewaltigen Kreditkarten-Blase noch keine offene Rede! Denn viele amerikanische Mittelklassefamilien sind bis zu einem Jahreseinkommen bei den drei oder fünf verschiedenen Kreditkarten-Firmen verschuldet. Es sind gerade jene Mittelstandsfamilien, die auch die relativ guten Gehälter und Bonifikationen aus dem Blasen-Boom bezogen und sich darauf verschuldet hatten.

Doch das Schlechte liegt so nah. Beispiel, weil der Sohn eines Freundes unserer Familie in London arbeitet und lebt: Im Finanzdisktrikt von London sind eben in dieser Woche erst wieder 5000 bestens bezahlte Jobs obsolet geworden. Diese Leute waren und sind es aber, die die verrückten Wohnungsmieten in den wohnbaren Gegenden in und um London bezahlen konnten - und nun ausziehen müssen.

Alle blicken jetzt auf die USA - aber in U.K. kracht es schon an allen Ecken und Enden und der Optimismus daher schwafelnde Premier Gordon Brown ist längst zu Lachnummer geworden. Da helfen ihm alle "special relationships" und britische Untertänigkeit unter die USA und die Bush-Regierung nix mehr. Sein Sturz durch die eigene Partei ist nur mehr eine Frage von Monaten...

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Re(2): Wertpapierbelehnung als Standard beim Depot?
16.09.2008, 23:21:27
Dieses Spielchen funktioniert seit über 100 Jahren und wird es weitere 100
Jahre überleben....


ich mache dieses spielchen seit 25. jahren und es ist das erste mal dass auch ich bei fallenden kursen verkaufe. der markt ist aus meiner sicht noch viel zu wenig gefallen, die probleme längst nicht eingepreist. kaufkurse gibt es imo im drohenden fall einer weltwirtschaftskrise die als folge des zusammenbruchs weiterer US institute immer wahrscheinlicher wird.

sämtliche crashes die ich miterlebt habe 87, 91, 2000 hatten keine weitreichenden und nachhaltigen hintergründe. entweder war es ein normaler wirtschaftszyklus, überhitzte börsen oder unbergündete panik vor möglichen ereignissen wie asienkrise, lateinamerikakrise etc.

diesmal ist alles anders, die börse hat nicht wie sonst üblich vorausgeschaut und der markt ist ewig hoch geblieben obwohl das dach schon für jedermann sichtbar gebrannt hat. nun ist es so heiss dass das fundament schmilzt und von einem börsencrash ist beim verursacher USA weit und breit noch nichts zu sehen.

wenn du dir die charts von 1929 anschaust und die jahre danach, dann hast du recht dass das spiel überleben wird, nicht aber das kapital der investoren die da mit runter gefahren sind.

http://mutualfunds.about.com/cs/history/l/bl1929graph.htm

aus meiner sicht sind wir jetzt bei 190.
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'Deshalb zähle ich zu den Gebrechen eines Staates an erster Stelle die Folgen einer unvollkommenen Errichtung,...'          aus Leviathan, Hobbes            


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