Verstärkerleistung für Subwoofer
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Re(3): Verstärkerleistung für Subwoofer
22.02.2010, 15:30:26
http://de.wikipedia.org/wiki/Thiele-Small-Parameter
beschreibt diese Parameter perfekt:

Thiele-Small-Parameter (TSP) beschreiben das Verhalten eines dynamischen Lautsprechers in der Nähe seiner Resonanzfrequenz. Dabei werden einerseits die physikalischen Größen, die einen getriebenen, gedämpften harmonischen Oszillator charakterisieren, in praktisch leicht handhabbaren Einheiten angegeben, andererseits sind auch Parameter enthalten, die das Antriebssystem (Schwingspule und Magnet) beschreiben.

Wie hier http://forum.geizhals.at/t688088,5900490.html#5900490  schon angesprochen, sind die Thiele-Small Parameter wichtige Eckdaten eines Lautsprechers. Sie kennzeichnen die Tauglichkeit, ob der Lautsprecher in einem "offenen" (Beispiele hierfür sind Bassreflex, Transmission Line oder Horn) oder geschlossenen Gehäuse zu betreiben ist. Die Parameter legen auch fest, welches Nettovolumen die Lautsprecherbox haben muss, um eine neutrale, also weder unterrepräsentierte noch überbetonte Basswiedergabe zu erzielen. Im Falle einer geschlossenen Box wird hier ein QTS=0,7 angestrebt. In diesem Fall ist der Frequenzgangabfall bei der sich gemäß den T.-S.-Parametern resultierenden Resonanzfrequenz bei -3dB.
Genug der Theorie!

Nun zum "Problem" mit der Ausgangsleistung:
Gerade im Bassbereich wird jede Menge Leistung abverlangt.
Da dieser im Idealfall neutral klingen sollte, wird eine entsprechende Lautsprecherkonstruktion vorausgesetzt.
Da der von Dir vorgeschlagene Tieftöner zwei Schwingspulen besitzt, und diese je 4 Ohm Nominal-Impedanz aufweisen, sollte ein Verstärker idealerweise bei der, sich im Falle der Parallelschaltung der beiden Schwingspulen, resultierenden Impedanz von 2 Ohm nicht schlapp machen.
Einer Serienschaltung der beiden Schwingspulen, und der sich daraus ergebenden Impedanz von 8 Ohm kann ich nichts abgewinnen, sie wirkt sich sehr ungünstig auf die schon mäßig guten elektrischen Kenndaten des Lautsprecherchassis aus.
Aus diesem Grund erachte ich den von Dir vorgesehenen Verstärker als mäßig geeignet, um einen sauberen und gleichzeitig druckvollen Bass im Zusammenspiel mit dem Lautsprecher zu erzielen.

Meine Ausführungen gelten sowohl für den Betrieb als Passiv- als auch Aktiv-Box.
Zur (abschließenden) Erklärung:
Eine Passivbox nutzt eine Frequenzweiche, bestehend aus Spulen und Kondensatoren, die das Verstärkersignal für den jeweils nachgeschalteten Lautsprecher (Tief-, Mittel- und/oder Hochtöner) entsprechend aufbereitet.
Eine Aktivbox besteht aus mehreren Verstärkern, die die oben angeführten Lautsprecher direkt mit dem Audiosignal, das jedoch schon davor mit einer sogenannten "aktiven Frequenzweiche" gefiltert wird.

Ich betone, daß ich hier die Thematik gerade einmal sehr oberflächlich angerissen habe. Sie ist weitaus komplexer! Würde aber den Rahmen hier sicherlich sprengen.
Wenn Du oder Dein Freund wenig bis keine Grundlagenkenntnisse hinsichtlich Konstruktion eines Lautsprechersystems aufweist, dann rate ich von einem solchen Projekt ab.
Nur allzu leicht könnte sich Frustration einstellen.
Und wenn ich mir die T.-S.-Parameter des von Dir präferierten Tieftöners hernehme, sind die Chancen, eine neutrale Basswiedergabe zu erzielen, eher schlecht zu beurteilen.

Ich hoffe, Dir mit meinen Ausführungen eine Hilfestellung geboten zu haben.


Ich bin nur für das verantwortlich, was ich sage

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