Einkauf vor Ort in Wien - "ja das müssen Sie dann wohl online kaufen"
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Einkauf vor Ort in Wien - "ja das müssen Sie dann wohl online kaufen"
14.11.2016 16:02:16
Letztens in einem Einkaufszentrum in Wien, auf der Suche nach einem Rucksack. Den Wunschrucksack und zwei alternative Modelle vorher online rausgesucht samt Preisvergleich. Es stellt sich innerhalb von 2-3 Minuten heraus:

A) Es handelt sich nicht um ein Geschäft des Herstellers, obwohl es so auftritt - das Logo an der Wand, nur Produkte dieses Herstellers, aber tatsächlich müssen sie selbst die Produkte erst beim Hersteller einkaufen und dann weiterverkaufen. Es ist übrigens das einzige Geschäft in ganz Wien.

B) Es wird ein paarmal im Jahr pauschal eingekauft, was im Geschäft nicht zu sehen ist, gibt es nicht. Daher kann auch nichts bestellt werden, bei Ausnahmen nur mit 50% Anzahlung, dann hat man aber nicht die Möglichkeit, auszuprobieren. Bei einem Rucksack nicht das allerschlimmste, aber wo sollte man sonst etwas vor dem Kauf probieren, wenn nicht vor Ort? Vor allem Kleidung bestelle ich doch nicht mit Anzahlung ohne Anprobieren, dann kann ich ja gleich online mit 14 Tagen Rückgaberecht kaufen.

C) Den Wunschrucksack hatten sie nicht, genausowenig wie die alternative Modelle, überhaupt nur 5 Rucksäcke von über 20 Modellen auf der Herstellerwebseite.

D) Die Rucksäcke waren im Geschäft gegenüber Amazon teurer, so 20-40 Euro. Bei Amazon läuft u.a. für diese Rucksäcke von Oktober bis Ende November eine Aktion, wo nochmal 20% wegkommen - das inkludiert Modelle, die erst 2015 erschienen sind. Im Endeffekt kommt man dann auf irre Preisunterschiede von 110 Euro vs. 65 Euro. Also beinahe ein Rucksack zum Preis von zwei.

E) Eine Herstellergarantie ist bei einem Rucksack, der Jahrzehnte hält, nicht unwichtig. Bei so einem Geschäft sehe ich ja von vornherein, dass dieses Geschäftsmodell nicht profitabel ist und früher oder später zugesperrt wird. Der Hersteller gewährt aber keine Garantie direkt für den Endkunden, außer es wird im Onlinestore gekauft. Da muss man aber seine Kreditkartendaten preisgeben (nichts Anderes möglich) und die Preise sind nochmal höher (120 Euro für den Rucksack anstatt 65 Euro bei Amazon).

Bergsport Schwanda und andere hätten schon einzelne Modelle gehabt, aber nicht das gesuchte, denn sie konzentrieren sich auf wenige Hersteller (meistens Deuter, Tatonka, Ospray und Jack Wolfskin) und da bin ich nicht fündig geworden bzw. sagen mir manche Hersteller nicht zu.

Insgesamt kann ich nur den Kopf schütteln. Sicher ist das ein Problem dieses speziellen Rucksackherstellers, aber mir geht es bei einem Kauf nach dem anderen so. Das meiste bestelle ich jetzt online und am ehesten bei Amazon, ab und zu versuche ich es eben in Wien vor Ort, aber es ist wie man sieht vergeudete Zeit. Dabei suchte ich einen normalen Rucksack, nichts Exotisches wie Clamshelllöffnung oder eingebautes Trinksystem oder sonstwas.

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. PLONKED von Erinaceidae: Spam   (horstman am 13.03.2017 11:47:46)
. PLONKED von Erinaceidae: Spam   (emma01 am 14.04.2017 08:34:25)
 

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