Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl - Jahresbericht 2016
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Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl - Jahresbericht 2016
19.03.2017 11:20:18
Erstaunlich, was Zeitungen wie derStandard nicht bringen. Das "Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl" bringt offenbar Jahresberichte heraus. Und im Jahresbericht 2016 findet man solche Zahlen:

2016 gab es 42.073 Asylanträge (2015: 88.340 Anträge), 36.030 Personen wurden zum Verfahren zugelassen. Es wurden 57.439 Asylentscheidungen getroffen. 20.213 Fällen wurden negativ beschieden, 27.767 Fälle positiv. 7.785 Personen bekamen subsidiären Schutz.

Das ist die eine Seite (eingehend) der Bilanz. Negativer Bescheid heisst übrigens: Kein Aufenthalt, keine Arbeitserlaubnis, kein Geld. Die andere Seite (ausgehend) ist folgende:

10.677 Personen wurden 2016 wieder ausser Landes gebracht. 4.880 zwangsweise und 5.797 gingen freiwillig. 2015 wurden 8.365 Personen ausser Landes gebracht, davon 3.278 zwangsweise und 5.087 freiwillig.

Es wird also kräftig abgeschoben. Nicht nur ein bisschen. Zu tausenden. Und wer kriegt eigentlich Asyl? Sehen wir mal:

2016 wurden bei afghanischen Staatsbürgern 30% der Anträge anerkannt, 49% wurden abgelehnt und 21% wurde subsidiärer Schutz gewährt. Bei Syrern lag die Anerkennungsrate bei 89%, die Ablehnung bei 6% und der Subsidiäre Schutz bei 5%. Am höchsten liegt die Ablehnungsrate bei Nigerianern (89%), Algeriern (77%) und Marokkanern (71%).


Es ist schon spannend, wie diese Zahlen von der Wahrnehmung mancher Personen hier abweichen. Hier behaupten manche Leute, dass "keine" Flüchtlinge rückgeschoben würden, dass "alle" aufgenommen würden und dass wir eh "jeden, egal woher" nehmen würden. Mit der Realität hat das nichts zu tun. Aber viel mit selektiver Wahrnehmung.

Umso schlimmer finde ich es, dass größere Medien über diesen Bericht nicht berichten. Ich verstehe nicht, warum das totgeschwiegen wird. Es würde doch vielen Leuten klarmachen, dass es ja überhaupt nicht so ist wie sie glauben. Glauben Journalisten vielleicht, dass wenn sie über sowas berichten, "Hass" schüren würden? Oder den Rechten zuarbeiten würden? Ich verstehe sowas nicht.


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