Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
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Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
26.05.2019 10:19:01
Da meine linke Achillessehne einige Probleme macht, ist das Laufen von langen Strecken bzw. das schnelle Laufen momentan nicht so wirklich lustig - ich mache einige Übungen für Wade etc. und man wird sehen, wie sich das entwickelt. Aber vorerst will ich ein bisserl auf Radfahren umsatteln und anstatt einen kleinen Hügel in Graz hochzulaufen, werde ich probieren, mit einem Mountainbike hochzufahren. Da ich aber nix besonderes will, Anfänger bin und keine wilden Downhills zu fahren beabsichtige, bin ich preislich im Einsteigerbereich anzusiedeln - eine Analogie: jemand, der noch nie weiter als 3 km gelaufen ist, braucht keine Nike Vaporfly 4%.

Ich schreib das absichtlich hier und nicht in einem Mountainbikeforum, denn dort sind fast nur "Profis" unterwegs, die dir sofort klarmachen, dass du für 300 Euro höchstens eine brauchbare Federgabel, nicht aber ein ganzes MTB bekommst, das auch nur irgendwas wert ist.
Wofür wird mein Mountainbike wahrscheinlich verwendet? - einen Berg hochradeln (aber am ehesten auf der Forststraße, eventuell auch auf einem Trail im Wald, und dann runterfahren auch eher auf Forststraße und wenn schon auf einem schmalen Downhillpfad (ist sicher nicht der richtige Fachterminus, aber ihr wisst, was ich meine bzw. bitte um Korrektur :) ), dann nicht Vollgas (bin kein Hasardeur), trotzdem soll das Rad aber einigermaßen sicher sein - hab daher gelesen, dass Scheibenbremsen da sicherer sind als Felgenbremsen.
Hab da 3 Modelle gesehen, alle mit Scheibenbremsen:

Modell 1
Modell 2
Modell 3
Wieviel Zoll sind okay? Bin knapp 1,79 cm groß.


Macht eine zusätzlich Anschaffung von Beleuchtung, Felgenschutz und Radständer Sinn? Ich würde meinen schon, denn vielleicht fahr ich ja mal am Abend wo hoch und dann bei Dämmerung und angehender Dunkelheit wieder runter.


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Re: Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
29.05.2019 08:51:17
Die Frage ist, wie oft, wie viele KM Du im Jahr fahren wirst.

Bei wenigen KM ist ein teures Radl natürlich nicht sinnvoll. Da stellt sich die Frage eines Kaufes überhaupt.

Bei diesem 300-Euro Budget würde ich mir persönlich kein MTB kaufen, sondern ein Trekking-Radl oder Crosser/Gravelrad. Diese haben aber einen anderen Einsatzbereich.

Beim MTBen fährst auch viel bergauf.
Ideal wäre es, ein MTB ein Wochende lang zu testen, ob einem das Bergauffahren taugt und man dafür überhaupt die Kraft hat.

Da zählt jedes einzelne Kilo, des Fahrers und des Fahrrades. Ein leichtes und zugleich stabiles sicheres Radl kostet aber. Ein schweres (ab etwa 13 kg)  sicheres Radl kann jeder bauen. Dazu brauchst dann jedenfalls eine sehr stark negative Übersetzung, 0,7 oder sogar darunter: kleinste vo Kettenblattzähneanzahl dividiert durch größte hintere Ritzelzähneanzahl, mindestens z.B. 24:34= 0,7.  Oder 24:44=0.5

Eine Federgabel, die ihren Namen auch wirklich verdient beginnt so ab ca. 800 Euro aufwärts. Das ist sicher überteuert, aber darunter gibt es wenig Erfreuliches: Mini-Federwege bis dauernde Reparaturen. Wenn Du das nicht selbst machen kannst, wird das ein sehr teures Radl. Vorher Ersatzteilverfügbarkeit checken.

Daher empfiehlt kein Kenner eine Federgabel, außer eben für MTBes. Statt dessen nimmt man im Nicht-MTB-Bereich  für eine gewünschte Federung etwas breitere und hohe Reifen, etwa 42mm breite, mit 4 - 5,5 bar, je nach Einsatzbereich.

Beim MTB brauchst auch sehr gute Laufräder (billiger Laufradsatz mind. 400 Euro), sonst hast dauernd einen Achter in der Felge, auch bei kleineren Sprüngen.

Scheibenbremsen beim MTB sind mM nach sowieso der größte Unsinn. Schon auf Asphaltstraßen mit leichten Verunreinigungen hast da ziemlich schnell schleifende Bremsen, die nerven.
Scheibenbremsen sind die Verarsche schlechthin. Unnötig kompliziert-er, schwerer, teurer und bremsen auch kaum besser als V-Bremsen, die jeder selbst einstellen und warten kann, zum Spottpreis.  Dass es immer weniger V-Bremsen-Räder gibt, ist etwas anderes.

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Re(6): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
30.05.2019 10:25:06
Grundsätzlich hab ich mich eh an die Dinger gewöhnt, aber die ultimative Lösung sind sie, Entwicklungsstand aktuell, nun mal eben nicht. Und am Rennrad kommts für mich nicht in Frage.

Bei Bremsen tut die Masse auch immer so als würde sie ständig Stunden im Regen fahren - was nicht der Fall ist. Selbst beim Ötztaler 2018, 7 Stunden Regen, hatte ich mit Felgenbremsen nicht eine Sekunde ein ungutes Gefühl und wurde bergab kein einziges Mal überholt.

Die Masse der Hobbyfahrer fährt NUR bei Schönwetter und wäre fahrtechnisch sowieso nicht in der Lage die Bremsleistung von Scheibenbremsen im Gelände so einzusetzen das sie bei Schlechtwetter davon profitieren würden.

Und ALLE Hobbyfahrer in meinem Umkreis jammern über den Verschleiß...mich trifft das nicht, ich hab so gut wie keinen Verschleiß weil ich halt mit dem Material umzugehen weiß, aber dem Durchschnittsradler entstehen durch Scheibenbremsen höhere Kosten als dies bei Felgenbremsen der Fall war.

Meine Bremsen quietschen aber eh nicht.


jo, manche quitschen nicht, manche extrem. Die Ursache zu bekämpfen kann halt teuer werden denn selbst auszutesten welche Scheiben an welchem Rad mit welcher Bremse nicht quietschen ist "etwas" aufwendig und teuer.

Unterhaltsam war die Abfahrt des Siegers des Pro Ötzi vor 2/3 Jahren. Da hast im Fernsehen gehört wie die Scheiben gequitischt haben, KATASTROPHE...auch marketingtechnisch für den Bremsenhersteller.

Aber es hilft eh nix zu jammern, die Scheibenbremsen haben sich durchgesetzt am Bike..und werden es auch am Renner machen. Gravel gibt's quasi nur mit Scheibe....und div Hersteller haben auch bei den normalen Rennrädern nur mehre Scheibe im Angebot. Ich wehre mich am Renner so lang es geht aber in spätestens 5 Jahren werde ich auch dort nicht entkommen. Lichtblick: "mein" Hersteller, Campagnolo, scheint am Renner wirklich eine gute Scheibenbremsanlage auf den Markt geworfen zu haben

30.05.2019, 10:25 Uhr - Editiert von h-works, alte Version: hier
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Re: Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
07.06.2019 15:00:24
So, heute am arbeitsfreien Tag war meine 2.MTB Tour anberaumt. Und es ging auf den Plabutsch (über Gaisberg), allerdings - und ich geb es ehrlich zu - gab es einen Sturz. Die Kette ist gerissen und schon lag ich am Boden, allerdings bei 10 km/h bergauf, also ohne körperlichen Schaden (hatte auch Knie-und Elllenbogenschützer). Zuerst ist die Kette ca. 2 km vorm Fürstenstand rausgesprungen vorne. Ich hab sie wieder eingesetzt und merkte, dass ein Kettenglied etwas verbogen war, hab dann gesagt "okay, ich werde nicht mehr schalten, bis ich oben bin, vielleicht hält die Kette". Allerdings 1 km später machte es einen Knall und schon lag ich am Boden. Bin dann den Rest raufgejoggt mit Rad. Dann ohne Kette am Asphaltweg den Plabutsch runter - war schon "geil" - Tacho zeigte Spitze 56 km/h an.
Ich finde das Rad so toll, dass ich es in dem Zustand nicht lassen konnte und bin gleich zum Radmechaniker gegangen, der sagte, dass die Kette eigentlich von einer renommierten Firma ist (KMC) und keinerlei Verschleißerscheinungen hat und dass er sie eigentlich wieder (nach Ersetzen des defekten Gliedes) einsetzen würde. Zuerst wollte ich das nicht, hab dann zugestimmt, da der Mechaniker mir auch erklärte, es könnte mehrere Gründe für den Kettenriss geben: entweder sie wurde fehlerhaft genietet oder aber ich würde zu "wild" unter Last schalten bzw. mit zu "schräger" Kette bergauf fahren (also Übersetzung 1-7 oder 3-1). Da ich weiß, dass ich mir noch schwer tue, den richtigen Moment zum Schalten (beim bergauffahren) zu finden und es oft ein lautes "Klack" gibt, wenn ich schalte und ich zugeben muss, dass ich teilweise solche Übersetzungen bergauf fahre, die ich nicht fahren sollte, glaube ich eher, dass es an mir liegt, als an der Kette selbst.










07.06.2019, 15:01 Uhr - Editiert von laCall, alte Version: hier
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Re(2): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
08.06.2019 08:52:19
Beim Schalten ist auch auf eine möglichst "gerade", jedenfalls keine schräge "Kettenlinie" zw. vorderem Kettenblatt und hinteren Ritzel zu achten. Beachte die Kettenstellung von hinten.
Die hinteren Ritzel sollten 4 (bis maximal 5) Ritzel vom vorderen Kettenblatt seitlich abweichen. Wenn es Geräusche gibt, gibt es ein Schleifen, Scheren der Kette an den Zähnen und Schaltwerk-/Umwerferkäfig. Die Kette verläuft zu schräg.

Schaltest hinten mehrere Gänge rauf oder runter, musst auch vorne nachjustieren, also schalten, so dass die Kettenlinie einigermaßen  parallel zum Rahmen, also gerade und nicht schräg verläuft.  

Beim Schalten allein, ohne Bewegen der Kurbel und somit ohne Bewegen der Kette, wird die Kette nur seitlich belastet und  durch den Kettenkäfig punktuell "geknickt". Erst beim Treten wir die Kette  dann seitlich auf das nächste Ritzel/Kettenblatt geworfen.

Beim Schaltvorgang wird die Kraftübertragung kurz unterbrochen. Es bedarf daher vor !!! dem Schaltvorgang einer Mindestgeschwindigkeit, damit die Kette seitlich überspringen kann, weil zum Schaltvorgang die Kurbel  zum Schalten bewegt werden muss.  Das geht aber nicht mehr bei stärkerer Steigung, geringer Geschwindigkeit und Runterschalten aus einem hohen Gang. Man ist zu langsam, es fehlt die Kraftübertragung beim Schalten kann nicht beschleunigen und wird noch langsamer bis zum Stillstand.  

Daher rechtzeitig runterschalten,  hinten und dann vorne, wenn noch ausreichend Geschwindigkeit und  mindestens 1,5 Kurbelumdrehungen pro Sekunde da ist. (Eventuell vorher beschleunigen.) Der Gangwechsel sollte mit wenig Druck auf die Pedale ausgeführt werden bzw. möglich sein, was bei ausreichender Geschwindigkeit vor dem Schalten der Fall ist.

So viel zur Theorie, die hilft, schneller  und bewußt zu Lernen.

Bei neuen Räder muss die Schaltung am Anfang mehrmals nachgestellt werden, bis sich die Seile an den Bowdenzug angepasst haben. Die Einstellung erfolgt durch Spannen oder WenigerSpannen des Schaltseiles, wodurch sich das  hi Schaltwerk  bzw. der vo  Umwerfer seitlich verschiebt.
Die Einstellung erfolgt so, bis die Kette in (fast) allen Gängen nirgends schleift.

Es gibt eine Grobeinstellung am Seilzugende. Hinten am Schaltwerk und vorne am Umwerfer kann das Seil durch die Quetschschraube kürzer oder länger gemacht werden und damit gespannt oder entspannt werden. Das ist das Prinzip !

Zusätzlich gibt es auch noch eine Feineinstellung zum Spannen/Entspannen des Schaltseiles und damit zum seitlichen Verschieben des vo Umwerfers bzw. des hi Schaltwerkes. Hinten am Ende des Seilzuges gibt es dazu eine Schraube als Verlängerung des Bowdenzuges.
Vorne entweder dirket bei den Schalthebeln oder im Bowdenzug(Hülle) eingebaut:
Auch hier wird das Seil durch Spannen bzw. Entspannen  und damit die Schaltung  eingestellt, was das Schaltwerk bzw den Umwerfer seitlich verschiebt.

Diese Schrauben (ein kleines kurzes Rohr mit Außen-Gewinde und ein Rohr mit Innengewinde die zusammen oder auseinandergeschraubt werden) sind Teil des Bowdenzug, der  - im Vergleich zum gleichlang bleibenden Seil -durch Verdrehen kürzer oder länger wird und so das Seil spannt oder entspannt, was zu einem Seitlichen Verschieben des Schaltwerkes bzw. Umwerfers führt, an dem seitlich gezogen wird (durch Seil oder durch Feder des Schaltwerkes/Umwerfers).

Beim Herausdrehen der Einstellschraube (Linksdrehen) wird der Bowdenzug länger und dadurch das Seil verhältnismäßig kürzer, und wird so gespannt.

Beim Reindrehen der Einstellschraube (Rechtsdrehen) wird der Bowdenzug kürzer, das Seil verhältnismäßg länger, hängt durch und wird so entspannt. Es entspannt sich damit auch die Spiral-Kippfeder am vo Umwerfer bzw. die Zugfeder am hi Schaltwerk und damit der Umwerfer bzw. das Schaltwerk !!!

Beim Drehen der Einstellschraube beachtet man gleichzeitig den Umwerfer/Schaltwerk, wohin er sich bewegt.

Der (vordere) Umwerfer ist am Sattelrohr befestigt und sollte so ausgerichtet sein, dass der Kettenkäfig (d.i. das Niroteil durch das die Kette verläuft und diese seitlich verschiebt) parallel zum Rahmen verläuft. Ist der Kettenkäfig  und damit das (vordere) Schaltwerik nur leicht verdreht wird der Kettenkäfig zwangsläufig enger und die Kette schleift darin.

Man sollte auch wissen, in welcher Richtung (zum Rahmen oder nach außen) das Schaltwerk gespannt wird.  Meist wird der vo Umwerfer nach außen/auf das größere/größte Kettenblatt und hinten, das Schaltwerk in Richtung des kleinsten Ritzel, also nach innen  gespannt. Erkennbar ist das zum einen an der Feder und an der Spannung des Seiles.  

Springt die Kette hinten beim Treten unter Last zw. 2 Ritzel hin- und her, ist das hintere Seil zu verkürzen, also zu spannen, durch Rein/Rechtsdrehen der Einstellschraube hinten am Schaltwerk.(Halbe Drehung und dann Kontrollfahrt)

Man achte auch darauf, dass hinten die Kette nicht ein angrenzendes Ritzel berührt, vor allem bei 9/10/11-Kettenschaltsystemen muss man schon ganz genau schauen. Bei 6/7/8 er ist etwas mehr Raum zwischen den Ritzeln.

Das (hintere) Schaltwerk wird fast immer nach innen (zum Rahmen) gespannt, erkennbar ist dies durch die ausgedehnte Spannfeder, wenn die Kette am größten hi Ritzel ist: Daraus folgt: Dreht man hinten am Schaltwerk die Feineinstellschraube des Schaltseiles nach links,(= Bowdenzug wird länger und Seil im Verhältnis kürzer) wird das Seil gespannt und das Schaltwerk samt Kette wandert nach links (von hinten gesehen) zum Rahmen und umgekehrt.  Das ist auch notwendig, wenn nicht auf das größte hi Ritzel geschaltet werden kann. (Umgekehrt, wenn nicht auf das äußerste kleinste Ritzel geschaltet werden kann: dann ist das Schaltzeil zu kurz und kann das Schaltwerk nicht so weit entspannen, dass die Kette auf das kleinste äußerste Ritzel springen kann.)

Das Verstellen der Feineinstellschraube am Schaltwerk hat schon bei kleinsten Verstellungen eine Wirkung. Daher grundsätzlich hinten nur 1-maximal 2 Kerben verdehen.
Diese Feineinstellschraube behebt auch Schaltseilspannungsfehler, die dazu führen, dass nicht auf das kleinste oder größte Ritzel der Casette geschaltet werden kann:

Springt die Kette nicht auf´s kleinste Ritzel: Feineinstell-entspann-schraube nach rechts drehen.
Springt die Kette nicht auf´s größte Ritzel: Feineinstell-spann-schraube nach links drehen.

Diese Feineinstellschraube am Schaltwerk benützt man auch, wenn die Kette ein angrenzendes Ritzel berührt, was vor allem bei 9/10/11 Kettenschaltsystemen wegen des sehr geringen Abstandes der Ritzel häufiger vorkommen kann als bei 6/7/8-Kettenschaltsystemen. Genau von hinten schauen und Verkanntung des Schaltwerkes durch nur geringfügiges Verdrehen der Feineinstellschraube beheben.

Dann gibt es vorne u hinten noch die beiden Begrenzungsschrauben, die die seitliche Verschiebemöglichkeit der Kette begrenzen, sodass sie nicht vom jeweils äußersten Ritzel/Kettenblatt fällt: H igh ist für das vordere größte Kettenblatt, L ow ist für das vordere kleinste Kettenblatt.
Hinten ist L für das größte und H für das kleinste Ritzel.

Kann die Kette seitlich zu weit verschoben werden springt sie vom Ritzel/Kettenblatt.
Hinten kann das problematisch werden, wenn die Kette vom größten Ritzel abspringt und sich mit den Speichen verheddert und diese abbrechen.  Ist nur eine Speiche abgebrochen, sollte nicht mehr weiter gefahren werden.

Für das Radwissen gibt es alles auf youtube und sonst im Internet.
Man braucht nur noch ein bisserl Denken.

Gerade Anfänger verändern im Laufe der Zeit sukzessive ihre (falsche) Haltung. Dann ist auch immer ein Veränderung der Einstellung von Sattelhöhe, - neigung und horizontaler Stellung notwendig. Ein paar Milimeter wirken oft Wunder.
Ebenso Lenkerhöhe bzw. Vorbaulänge. Oder man gewöhnt sich an die falschen Einstellungen.  

22.08.2019, 09:09 Uhr - Editiert von Bechamel, alte Version: hier
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Re(2): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
10.06.2019 08:04:47
Was soll ich sagen....."ich habs dir jo gesagt?" Und renommierte Firma, ja, die haben gute Ketten, aber was denkst wieso auf sehr vielen Billigrädern diese Ketten verbaut sind?

Und was hab ich dir über den Montagezustand vieler Billigräder gesagt? (ich gehe davon aus das die Kette schlecht montiert wurde). Du hast nun also selbst erlebt das ein schlechter Schuh, in Bezug auf die Auswirkungen auf deinen Körper, nicht mit einem schlechten Bike zu vergleichen ist.

Und Ketten reissen nicht nur weil sie abgenützt sind, die reissen weils schlecht montiert wurden......bis eine Kette wegen Abnützung reisst musst sehr sehr sehr viel über ihre Lebensdauer "drüberfahren". Als Anhaltspunkt: ich fahre am Rennrad eine Kette zwischen 7500-10.000km....tausche also pro Rad am Ende jeder Saison die Kette.

Du hast nun also gelernt das schlechtes Material auch einfach deswegen bricht weil es von schlechter Qualität ist und/oder schlecht montiert wurde - selbst in Neuzustand

Und sei dir sicher, du hast NIEMALS die Kraft um eine sauber montierte, gute, Kette zum reissen zu bekommen denn wenn dem so wäre - was müssten dann echte Radfahrer für Material fahren. Und Ketten reissen auch nicht nur weil sie schräg laufen, die Dinger sind für den Bereich den sie abzudecken haben ausgelegt. Und ja, auch Vielfahrern wie mir passiert es ab und zu mal das sie an der falschen Stelle schalten - grad im Rennen wenn man bereits müde ist. deswegen reisst eine Kette aber auch nicht.

Du hast dir nur einen Vorwurf zu machen. Nämlich den das du ein Klump gekauft hast. Du hast bekommen was du bezahlt hast. Und hoffentlich etwas gelernt. Und NEIN ich verspüre keine Schadenfreude, sei du aber froh das nix passiert ist, reisst dir eine Kette zb im Wiegetritt, wennst stehend fährst und alles "reinhaust" und hast dazu noch ECHT Kraft kannst dir gratulieren.....

Ich hätt mir die Kette übrigens NICHT reparieren lassen, du weisst logischerweise nicht wieso sie gerissen ist und bist nun dem Risiko ausgesetzt das die Kette ein kompletter Mist ist.

Ich hoffe für dich das der Rest des Rades besser ist / das Rad bessser aufgebaut ist als dies bei der Kette der Fall ist




10.06.2019, 08:20 Uhr - Editiert von h-works, alte Version: hier
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Re(2): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
11.06.2019 22:26:25
das problem bei billigrädern sind immer die anbauteile. vergiss, was hier über rahmenbrüche etc. geschrieben wird, das passiert extrem selten - auch bei billigbikes.

was ganz sicher passieren wird ist, dass dir beim ernsthaften fahren im gelände früher oder später alle anbauteile runterfallen werden. ich bin das selbst durch. hatte absolut kein geld und mir anno 2001 um 500 euros die billigste version vom specialized rockhopper gekauft. der rahmen war voll ok. die brems-schalthebel waren nach zwei jahren hinüber. das vordere kettenblatt nach drei jahren, wobei gleich eine komplette kurbelgarnitur fällig war, weil auf der verbauten shimano acera die kettenblätter vernietet waren. die federgabel war nach vier jahren hinüber, sie ist einfach stecken geblieben und ließ sich keinen millimeter mehr bewegen.

ich würde die kette so schnell wie möglich gegen eine shimano in deore oder xt-qualität tauschen. kostet 1x 40 euros, dafür wirst du keinen kettenriss mehr erleben, sofern du keinen blöden kettenklemmer hast. wenn die kette sich von 1x abspringen verbiegt ist sie billiger dreck, sofern sie sich dabei nicht verklemmt hat, aber das merkst du.

das blöde bei mtbs ist: ein billig-mtb reicht um auf der donauinsel auf und ab zu fahren, aber mehr nicht. im ernsthaften gelände wird ein rad so stark belastet, dass du da eine mindestqualität bei den bauteilen brauchst, damit dir das rad nicht auseinanderfällt. und diese qualität gibts nicht auf einem 500-euro-rad. der rahmen ist sicher ok, wenn auch wahrscheinlich schwer. die laufräder sind sicher auch schwer (und ja, das merkt man gewaltig!). solide und nicht sauschwer kostet 1000 euros aufwärts, bei leicht und solide bist du bald einmal in der gegend von €2k.

mit dem biken ist es wie mit dem laufen: ein teurer laufschuh macht dich als anfänger nicht schneller, ein billiger wird dir aber die gelenke ruinieren. ein teures mtb macht dich ebenfalls nicht schneller, fährt sich aber sicherer und deutlich leichter und hält wesentlich länger. und, wenn du keine freude am biken hast, wirst du ein gutes rad immer für gutes geld weiterverkaufen können. ein billigteil musst du hingegen für einen bettel hergeben, weil das keiner, der halbwegs was versteht von der materie, kaufen wird. dreh es wie auch immer du willst, ein billiges sportgerät ist nie eine gute investition. es muss für den anfang nicht luxus sein, aber solide mittelklasse sollte man sich schon leisten.

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Re(4): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
12.06.2019 10:59:00
  und da sind hauptsächlich die Carbonlenker gebrochen


Link? Ich kenn das von Zedler Tests, DEM Testintustut für Räder, genau anders. In diesem Test https://www.bike-magazin.de/komponenten/lenker_vorbauten/test-mtb-lenker-im-bruchtest/a40729.html  war mal wieder der Syntace Carbonlenker der einzige Lenker der als unzerstörbar eingestuft wurde....der hat länger durchgehalten als der Alulenker aus der selben "Schmiede"..und Syntace ist dafür bekannt mit die stabilsten (Leichtbau)Teile am Markt zu bauen.

Radon/Canyon ersichtlich


genau, auch die liefern bei weitem keine perfekt gebauten Räder. Aber zumindest liefern sie Ware aus die nicht schon standardmäßig als gefährlich einzustufen ist.

Aber sicher, du hast recht, brechen kann ALLES, aber je billiger ein Teil ist umso großer ist die Gefahr und zu glauben schwer=stabil ist leider auch komplett falsch. Schwer bedeutet sehr oft minderwertiges Material, einfache Verarbeitung, schlechte (billige)  Konstruktion.

Nur mal so als Beispiel dafür was eine gute Kette in Bezug auf "Verwindung" aushält, das Ding ist "etwas" verwickelt...aber gerissen ist sie nicht.....gut vernietete Qualitätsketten reissen heutzutage nur mehr selten, früher, vor 20/25 Jahren war das anders. Da waren die Ketten viel schwerer aber trotzdem viel anfällig

https://1drv.ms/u/s!AiOaFt4Xfsrph-MCDdxp-jYVBmJxpA?e=BqEmnf

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Re(6): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
12.06.2019 11:42:50
Hat so ausgesehen, als wären einige von den Carbonlenkern gebrochen,


jo - so wie früher auch ständig Alulenker gebrochen sind. Auch sehr schwere Alulenker sind früher gebrochen. Und vor 4 Jahren war die Carbonfertigung auf nem anderen Level, die Belastungen am Rad wurden selbst damals noch unterschätzt. Der von dir verlinkte Test zeigt, wie auch der Test aus 2019, das Syntace die Fertigung von Carbonteilen zu 100% im Griff hat...was mich freut denn ich verwende deren Teile auf allen Rädern, seit die am Markt sind und mir ist noch nie irgendwas von denen eingegangen.

Die HighEnd Firmen im Carbonbau, die auch ECHTE Erfahrungswerte im Bau von Radkomponenten haben (und das sind nur sehr wenige),  haben das heute aber im Griff. Viele neue Firmen die sehen das Leute wie ich fast jeden Preis für Leichtbauteile bezahlen sehen aber nur das schnelle Geschäft und bringen nur Mist auf den Markt.

Im Endeffekt ist die Materialauswahl im HighEnd Bereich durchaus schwierig da es eine Gratwanderung ist. Darum gilt für HighEnd Käufer: es MUSS ein Zedler oder EFBE Zertifikat verfügbar sein sonst wird nicht gekauft.

Was solche Tests aber gut zeigen ist eben das Standardmaterial sehr oft den Anforderungen nicht gewachsen ist, so brechen quasi in JEDEM dieser Tests ständig die sehr oft verbauten Ritchey Teile - hätt ich so ein Teil würden bei mir alle Alarmglocken läuten - denn die haben die Serienstreuung eben nicht im Griff.



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Re(4): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
13.06.2019 10:02:17
Ich kann auch auf Inline Skates einen Berg runter donnern mit 40kmh sofern asphaltiert, nur tue ich es? Nein.

Es geht nicht darum ob man es kann oder nicht.

Ich hatte eine 700€ "teures" Markenrad. Bin einen Hügel bergab gefahren und anschließend über eine Mulde gesprungen. Das  Pedal hat es nahezu zerfetzt beim Aufprall. Will mir gar nicht ausmalen was hätte passieren können.

Mein aktuelles Rad (ja ich besitze sowas) hat 1.300€ gekostet. Also weder billig noch teuer.
Es war von Haus aus eine SRAM Bremse verbaut bei der regelmäßig die Luft ausblieb und dementsprechend keine Bremswirkung mehr gegeben war (zum Glück nur bei einer der beiden).

Jedoch ist es mir passiert bei 38kmh Bergab das plötzlich die Bremse versagte und nur mit einer zu Bremsen bei der Geschwindigkeit war nicht lustig.

Daraufhin habe ich sie umbauen lassen gegen eine Shimano XT die seit gut 5 Jahren das tut was sie soll - BREMSEN. Und das ohne jegliche Probleme. Die Bremse hat mich mehr gekostet als 200€ ;).

Klar kann man mit einem 200€ Rad nen Berg runterdonnern aber wieso sollte ich mir das antun? Die wahrscheinlichkeit das es 50x gut geht und beim 51x nicht ist definitiv höher als bei einem Rad das 1.500€ kostet und dementsprechend auch andere Komponenten verbaut hat.

Ich fahre gerne Rad, fahre regelmäßig und wenn ich etwas regelmäßig nutze dann brauche ich weder das teuerste noch will ich das billigste Klump kaufen.

Genau so verhält es sich mit meinem Auto. Ich fahre gerne und oft, daher würde ich persönlich auch nie ein Fiat oder Skoda Fabia kaufen (nichts gegen die Autos).

fällt mir schwer zu glauben in anbetracht der gschichtl die du druckst.


Was verstehst du bei meinem Post unter 'gschichtl'? Ich habe keine Aussage getätigt die man als 'gschichtl' abtun kann sondern lediglich gesagt das ICH vertrauen bräuchte zu meinem Fahrzeug (egal ob Rad, Auto oder sonst was) bevor ich es nutze UND das ich es direkt schmeissen würde.

Der TE kann was mich angeht die nächsten 20 Jahre mit dem Rad fahren und täglich einen Berg runter fahren, ist mir persönlich egal ;).

13.06.2019, 10:03 Uhr - Editiert von playaz, alte Version: hier
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Re(4): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
13.06.2019 12:09:51
Ich weiß, dass man die Gefahr meist nicht erkennt - bis man ihr (persönlich) begegnet. Dieser Thematik bin ich berufswegen jeden Tag ausgesetzt.
Zu Deinem Fall: Wenn ich immer davon ausgehen kann, dass ich auf einer gepflegten Straße ohne Schlaglöcher unterwegs bin und dass ich von der nie runter muss (weil ich z.B. einem Fußgänger, einer Gams, einem Auto, einem Radler... ausweichen muss), dann hätte ich persönlich keine Probleme damit.
Leider sieht die Realität meist anders aus.
Aber jeder macht so seine Erfahrungen, aber schlaue Leute lernen aus den Erfahrungen anderer gleich mit.

Hydraulische Scheibenbremsen solltest du mal testen. Konnte mir zu Beginn auch nicht vorstellen, warum der Verkäufer im Geschäft mir gesagt hat, dass ich die Bremse sehr sanft und vorsichtig dosieren soll - bis ich dann einmal zugepackt habe: ich stand quasi SOFORT.
Der Unterschied ist wirklich phenomenal.
Mein Rat: gehe mal in ein Geschäft oder frage einen Freund mit einem Rad mit hydraulischen Scheibenbremsen und mache da eine Probefahrt.

Um mal ein Beispiel aus meiner Rennradzeit zu geben, wie überraschend die Straßenverhältnisse sein können: bei meinem zweiten Skoda Velothon in Berlin wurde ich Zeuge, wie der übernächste Fahrer vor mir auf einmal mit ca. 45km/h aus dem Nichts gestürzt ist. Der nachfolgende Fahrer hüpfte einmal und fing auf einmal zu eiern an, konnte sein Rad nicht mehr kontrollieren, fuhr dem Gestürtzten übers Rad und stürzte selber. Ich war gewarnt und habe deshalb abgebremst, bin langsamer durch die Bodenwelle gefahren und konnte dem Hinterrad des zweiten Fahrer knapp ausweichen. Beide Fahrer lagen einfach nur da und haben sich nicht mehr gerührt. Zum Gluck waren gleich Sanitäter da. Essenz: keiner hat auf einer ansonsten komplett ebenen Straße mitten in Berlin mit solch heftigen Bodenwellen gerechnet, ist ja eine gut ausgebaute Straße in der deutschen Hauptstatt. Diese Annahme wurde mindestens den beiden Fahrern zum Verhängnis. Da aber auch sofrt Sanies zur Stelle waren, gehe ich davon aus, dass noch weitere Fahrer dort gestürzt sind.

13.06.2019, 12:25 Uhr - Editiert von ChipsBier, alte Version: hier
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Re(6): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
13.06.2019 17:49:50
Genau da liegt das Problem in deiner Denkweise. Mir geht es nicht darum ob ich mich fürchte oder nicht. Es geht mir darum das man für 200€ einfach kein Bike bekommt mit dem man Berg touren fahren kann. Das ist fakt. Früher oder später (eher früher) wirst stürzen und DANN wirst dich brausen gehen mit

dann hast du auch ein billigrad immer noch so gut unter kontrolle, dass du im
fall des falles in der lage bist das richtige zu tun


denn wenn die Federgabel bei 40kmh Bergab einen Defekt hat dann Prost Mahlzeit. Kannst mir nicht erklären das man hier kontrolliert fallen kann.

Wennst die Donauinsel rauf runter fahren willst reicht ein 200€ Rad. Obs Spass machen wird ist eine andere Frage. Aber wenn da mal was ist und eine Komponente das zeitliche segnet wirst stürzen, bisl weh tun und fertig. Bei 40kmh downhill zeigst mir wie man stürzt ohne sich schwer zu verletzten.

Wie gesagt, MIR ist es komplett egal ob jemand mit einem 200€ oder 2.000€ Rad fährt.

Ich schildere nur meine Sichtweise. ICH würde NIE mit einem 200€ Rad einen Berg runter fahren.

Ich sagen nicht das ein 1.500€ pefekt ist und nie einen Defekt haben wird. Aber die Wahrscheinlichkeit wird weeeit geringer sein als bei einem billig Rad.

Wenn meine Bremse schon mehr kostet als ein ganzes Fahrrad, kann man sich ausrechnen was die Komponenten gekostet haben bei nem billig Rad.

Ich bin generell ein Typ, nutze ich etwas oft und regelmäßig, investiere ich auch Geld dafür. Sei es jetzt Handy, Auto, etc.)

Brauche ich ein Rad damit ich 1km zum Gym fahren kann, dann wirds wohl wurscht sein was man sich kauft.

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Re(7): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
14.06.2019 00:17:31
Es geht mir darum das man für 200€ einfach kein Bike bekommt mit dem man Berg touren fahren kann. Das ist fakt. Früher oder später (eher früher) wirst
stürzen und DANN wirst dich brausen gehen mit


schau, ich kenn mich ein wenig aus mit rädern. ein rad um 200 euros ist sauschwer, hat sauschwere laufräder und anbauteile, die nicht wahnsinnig toll funktionieren und nicht sehr haltbar sind.

ein rad um 200 euros ist KEIN lebensgefährliches gefährt, mit dem man sich kein steileres bergabstück runtertrauen kann, weil man angst haben muss dass es auseinanderfällt. es IST ein märchen, dass man bei einem billigrad ständig angst haben muss, dass irgendwas bricht oder runterfällt und es einen auf die go haut. bei einem 40er bergab sind die lasten noch so gering, dass das rad, wenn es dir dort auseinanderfällt, genauso beim ersten mal scharf bremsen auseinanderfällt.

sprich: auf ein rad, dass bei tempo 40 auseinanderfällt, darf man sich eigentlich gar nicht raufsetzen, weil es wenn es so ein dreck ist bei JEDEM schärferen lenk- oder bremsmanöver auseinanderfällt.

denn, nicht bös sein, aber 40 bergab fährst du auch in wien bald einmal, dazu muss man keine bergtour machen. wir reden hier von einem geschwindigkeitsbereich, den jeder sonntagsradler erreicht wenn er es bergab kurz einmal laufen lässt.

du hast recht, einen alpenpass würde ich mit einem billigrad auch nicht fahren. weil das hält so ein rad wirklich nicht aus. nur reden wir da von kilometerlangen abfahrten mit 10% und mehr, wo sich abfahrten wenn du es laufen lässt bei deutlich über 60 abspielen und wenn du mutig bist auch jenseits der 80. dort werden die bremsen von einem billigrad schnell verglühen, denn die lasten, die auf einen rahmen einwirken wenn du vor einer kehre von 70 runterbremst, die sind tatsächlich nicht ohne. so etwas allerdings mit einer harmlosen abfahrt von einem hügel zu vergleichen, wo du grad einmal 40 fährst, ist ein bisserl ... hm...

da kann ich echt nur sagen: vor angst gestorben ist genauso tot.

NACHTRAG: v-brakes sind mittlerweile so gut und günstig, dass selbst eine billige bremse aus dem baumarkt um 12 euro solide verzögerung bietet. ich fahr sowas seit 5 jahren an meinem stadtrad, und bin damit schon einige male mit sicher um die 50 wo runtergefahren (dazu muss man nur in den westen wiens fahren), war immer wieder mit über 20 kg im einkaufkorb unterwegs (ich wiege selbst über 100kg), und die bremsen leben immer noch. nur damit du siehst, wie "gefährlich" billigteile im gelebten alltag sind...

NACHTRAG ": wenn bei einem €700-rad nach einem sprung das pedal bricht (es sei denn du fährst um bikepark über einen 2-meter-drop) dann ist das ein garantiefall aber keine folge des niedrigen preises.

14.06.2019, 08:05 Uhr - Editiert von x-vice, alte Version: hier
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Re(8): Werde mir ein Mountainbike kaufen. Bitte um Kaufhilfe...
14.06.2019 10:36:45
ein rad um 200 euros ist KEIN lebensgefährliches gefährt, mit dem man sich
kein steileres bergabstück runtertrauen kann, weil man angst haben muss dass
es auseinanderfällt. es IST ein märchen, dass man bei einem billigrad ständig
angst haben muss, dass irgendwas bricht oder runterfällt und es einen auf die
go haut. bei einem 40er bergab sind die lasten noch so gering, dass das rad,
wenn es dir dort auseinanderfällt, genauso beim ersten mal scharf bremsen
auseinanderfällt


Das habe ich auch nie behauptet das es so ist. Wie gesagt, es geht nicht um ANGST sondern darum vertrauen in meinen fahrbaren Untersatz zu haben. Das ein 200€ Rad nicht so einfach auseinanderbricht ist mir schon klar. Aber ICH möchte es schlichtweg nicht riskieren. Wenn ich mit dem Rad jedes Jahr 20 Touren fahre dann ist die wahrscheinlichkeit eben viel höher das ich mit einem 200€ Rad weit mehr Probleme habe als mit einem 1.500€ Bike.

Meine Schwester fährt auch ein klumpat Rad in Wien herum (aber nur in Wien) das wiegt gefühlt 25kg aber es fährt. Es schleifen die Bremsen, es quietscht etc aber es tut was es soll... sie von A nach B zu bringen.

Wie gesagt, nutze ich etwas regelmäßig dann invistiere ich auch Geld dafür solang P/L passt.
Es muss nicht das teuerste sein, aber das billigste will ich auch nicht. Genau so handhabe ich es was mein Handy, Auto, etc angeht.

Am Ende des Tages ist es auch abhängig vom Budget.


14.06.2019, 10:37 Uhr - Editiert von playaz, alte Version: hier
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