RAID 1, Erfahrungsbericht mit IBM 60GXP
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RAID 1, Erfahrungsbericht mit IBM 60GXP
24.04.2003, 14:29:27
So , hier nun mal ein kleiner Beitrag, damit nicht immer nur Fragen gestellt werden sondern auch Erfahrungsberichte mal publiziert werden.:)


Da mein Motherboard (Gigabyte 7dXR) die Möglichkeit hat neben den Standard IDE Ports auch ein RAID System aufzubauen, und ich nun endlich in den 'Genuss' einer weiteren Festplatte des gleichen Typs gekommen bin, hieß es: Das MUSS ausprobiert werden!!
Genauer gesagt, meine Absicht ist es ein RAID 1 System zu haben, da mir Datensicherheit schon wichtig ist, und ich *schluck* die IBM 60GXP "Deathstar" besitze (nun doppelt :)), und das seit 1,5 Jahren ohne Probleme (eine davon - die andere hatte einmal einen Totalausfall ist aber wieder von den Toten auferstanden). Da kommt man schon ins Schwitzen wenn über negative Erfahrungen mit der IBM HDD gelesen wird.

Also, ich hab vorher noch nie ein System mit RAID gehabt, und wenn mir eins untergekommen ist - dann musste es sowieso von 0 auf installiert werden (Betriebssystem und alles neu drauf). Das hat immer gut funktioniert.
Diesmal ist es anders, da hab ich nun meine Daten auf der einen Platte, angeschlossen am IDE-Port und jetzt soll das ganze auf RAID 1 portiert werden. ?-) Wie machen wir denn das??

Also erst mal genau Info gesammelt:
Motherboard Handbuch her (wo war das bloss??) und gleich gesehen: RAID 0 und RAID 1 Support. Mehr brauch ich mal für den Anfang nicht. Die Theorie ist gut erklärt - Security Array ist das Stichwort.
Und dann gibt es ja doch eine Sektion: Creating Security Array with an existing HDD. Juhu!! Genau was ich brauche! Doch steht da noch groß: machen Sie ein Backup Ihrer Daten vorher. Also *grrr* da hab ich 2 Festplatten und brauch noch eine 3te für ein Sicherheitsbackup? Damn it!

Eine Abbildung im manual zeigt, daß man im RAID BIOS einstellen kann welches Laufwerk SOURCE und welches TARGET ist. Sieht gut aus aber beide Festplatten haben die gleiche Bezeichnung.. ob das gut geht?

Also ganz klar: es muss gesichert werden!
Ein Notebook muss dabei aushelfen, da sind noch 12GB frei. Das ist ausreichend, also wird über Netzwerk übertragen. FTP hilft da als "Transportmittel", denn Netzwerkfreigaben dauern zu lange bis sie eingerichtet sind und verlangen zuviele Systemänderungen.(wenns dann überhaupt hinhaut...)
Vorbereitungen sind im Gange, AntiVirus und Firewall werden deaktiviert um eine schnellere Übertragung zu ermöglichen...und auf gehts!
..
..
Nach 2 Stunden komprimieren und übertragen (100Mbit NIC) ist es dann soweit!
Der große Moment! Der Computer wird heruntergefahren und die Festplatten werden an den RAID Controller angehängt...
Aber..... da spielt eine der Festplatten nicht mehr mit.
"DeathStar", :( ihrem Namensteil gerecht, gibt die zweite Platte nachdem sie am RAID Controller angehängt wurde, den Geist auf. Die typischen Geräusche lassen es gewiß sein: Kaputt!! Oder doch nicht?...??? Sie wird ja gar nicht im BIOS erkannt! Hmmmmmmmm.... komisch.

Das hat mich natürlich sehr geärgert, aber vorbereitet war ich schon darauf, weil ich wußte das es schon einmal Datenverlust auf dieser Platte gegeben hatte. Zum Glück ist das Hauptlaufwerk nicht betroffen gewesen - alles Wichtige ist noch da.
Auffällig war die Eigenschaft, das sobald die defekte Festplatte nicht am RAID Port hing(aber am Strom), keine verdächtigen Geräusche mehr auftauchten. Also, wieder original Hardware-config hergestellt (HDD1 an Master, HDD2(defekt?) an Slave) und siehe da!! Alles -fast- wieder OK! Auch die Backup Daten, die ich zum Testen auf die HDD2 gelegt hatte sind noch da.
Also was ist da los?????-)?-) Scandisk sagt alles OK, SMART Status auch noch OK (Fitness nur noch 60%, da is was) , also vermute ich daß die Steuerelektronik oder der Antriebsmotor das Problem verursacht (wo viele behaupten es wäre ein HeadCrash).
Egal,egal...Tatsache ist:

Vorläufig wird die Festplatte noch mehreren Tests unterzogen - aber sie wird am IDE Port als Slave angehängt bleiben und als SWAP-Space dienen....solange sie noch rennt. Mehr will ich ihr (und mir) nicht zutrauen. Und wenn sie Probs macht -->

Das Experiment ist nun leider gescheitert an einer der IBM Festplatten - nun erwäge ich den Kauf einer anderen Festplatte, auch wenns momentan genug Ausfallraten bei allen Herstellern gibt... pfui ;)

Somit ist der Bericht unvollständig, aber:

--to be continued--
:)

Grüße - Euer CJ3

Defender Of The Crown ONLINE!

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RAID1 , IBM 60GXP (Ergänzung)
03.05.2003, 02:35:05
RAID 1, Erfahrungsbericht mit IBM 60GXP - Ende mit Schrecken


Nachdem ja die 2te Festplatte unweigerlich ihren Dienst als RAID Platte nicht errichten wollte, ließ ich es bleiben mit dem Experiment.
Wie es der Zufall will, wurde in der Zwischenzeit das alte Motherboard gegen ein nforce2 Board getauscht ;), diesmal ohne RAID onboard. Somit werde ich nie wissen "was wäre passiert wenn das Festplatten-Array gegangen wäre?"...
Desweiteren war auf der "Zufallsliste" eine neue HDD mit 3 Jahre Garantie oben die zumindest eine der IBM HDDs ersetzen sollte, weil seitdem diese seltsame Erscheinung mit der IBM 60GXP aufgetreten war, ein mulmiges Gefühl mich nicht loslassen wollte.

Dazu sei gesagt:
IBM1 Festplatte hatte alles oben, Betriebssystem+Daten = MAX
IBM2 Festplatte hatte alles von IBM1 oben.(Backup) =MORITZ
(Namensauswahl hat schon ihren Grund ;))

MAX war also immer OK, MORITZ wollte nur nicht laufen als Slave angehängt - funktionierte aber sonst problemlos

-----
System mit neuen MoBo und neue Festplatte eingebaut, und da ich schnell mal ein paar Daten und Einstellungen rüberkopieren wollte, hing MAX als Slave dran.
So, den Rest kann man sich vorstellen. System gebootet, alles perfekt bis auf....
????*klackklackklack*????
MAX hatte auf einmal keine Lust mehr SLAVE zu sein und gab nach mehrmaligen klackklackklack bekannt: "ah nein, mit dem kommst mir ned, lieber geb ich den Geist auf als ein Slave zu sein"
*schluck*8-O
*auch du mein sohn?*


Im ersten Moment erst mal kreidebleich geworden, dann "du sau du" ausgesprochen - gleich danach Katastrophenalarm eingeläutet. Daten futsch?
Nach stundenlangen Reanimationsversuch (am liebsten hätt ich einen Defribillator verwendet *bzzzzttt*) wurde die Todeszeit festgelegt. Das wars dann  -  mit MAX... (in letzter Zeit geht vieles schief?!)

ABA! :) Da ist ja noch MORITZ mit dem Backup! Also MORITZ mit allen möglichen Gebeten an den Master von IDE2 angehängt weil nun die Lektion gelernt war: meine IBMs möchten keine Slaves sein.

Und das war dann: doch noch die Rettung in der Not. Hastig wurden die Backups auf die neue Festplatte geschaufelt....
Die Daten waren gerettet, paradoxerweise durch eine Festplatte der man es am wenigsten zugetraut hätte.
Doch noch Happy End!

Tja, aber totgesagte leben länger: nach einer "Erase disc" von MAX, war nichts mehr  von kratz/piep/klack zu hören. Keine defekten Sektoren. Kein SMART Problem mehr. Und keine Daten mehr. hähähä. Sehr witzig. |-D
Nun läuft sie in einem anderen Rechner problemlos zu ihrem nächsten Datenverlust hin. :)  


    Ach, was muß man oft von bösen
    Festplatten hören oder lesen!
    Wie zum Beispiel hier von diesen,
    Welche Max und Moritz hießen.

|-D |-D

Und dies ist die (mehrfache) Moral der Gschicht:

  • Wennst IBM ' technische Mitarbeiter' hast , dann nur als MASTER !
  • Mache NIE ein Backup auf eine Platte des gleichen Typs, das kann bööös enden
  • Vertrauen ist gut, mind. 2x Backup ist sicherer!!!
  • never change a running system!!! (man probierts halt immer wieder)



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    Grüße! - Euer CJ3
    Defender Of The Crown ONLINE!

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