Vergleich Sony Cyber-shot DSC-P100 und -T3
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Vergleich Sony Cyber-shot DSC-P100 und -T3
09.02.2005, 23:52:41
... Vorwegnehmend kann eingeschätzt werden, dass es sich bei beiden um durchaus empfehlenswerte, sehr gute Kameras handelt, wobei Unterschiede im Detail recht interessant und teilweise erheblich sind, nicht immer zum Vorteil des neueren Modells.

Obwohl die Anzahl der Pixel der Sensorarrays beider Apparate mit je ca. fünf Millionen exakt gleich ist, handelt es sich jedoch nicht um baugleiche Chips; derjenige in der T3 ist noch etwas kleiner, was für den Benutzer jedoch kaum eine Rolle spielt; Bildrauschen („Grisslichkeit“) tritt bei beiden erst unter äußerst ungünstigen Lichtverhältnissen auf; bei besonders langen Belichtungszeiten wird zudem automatisch eine digitale Rauschminderungsfunktion aktiviert. Zumindest bei Ausnutzung der vollen Auflösung und Abspeicherung mit niedriger Datenkompression („Fein“) sind Fotoabzüge bis zu traditionell gängigen und sogar etwas größeren Formaten mit einer Feinkörnigkeit möglich, die der analogen Fotografie bei dort unter ähnlichen Belichtungszeiten notwendigerweise sogar deutlich besseren Lichtverhältnissen allenfalls unmerklich nachsteht. Sieben oder mehr Megapixel kann man wirklich nur gebrauchen, wenn man größere Fotos als im Format A4 haben möchte. Wer zur Bewahrung uneingeschränkter späterer Verarbeitbarkeit alle Aufnahmen im maximalen Format speichern möchte, sollte sich einen Memorystick mit 512 MB zulegen, auf dem mindestens 188 Aufnahmen abgelegt werden können. In die T3 passen nur Sticks des kleineren Typs „Duo“, die man in der P100 mit Adapter ebenfalls verwenden kann, jedoch nicht muß.  

Der wesentlichste Unterschied zwischen P100 und T3 besteht freilich in der geometrischen Ausführung des Objektivs. Obwohl beide über eine Optik der Bauart Vario-Tessar von Carl Zeiss verfügen, ist das Linsensystem der T3 mittels Umlenkprismas vollständig in das Gehäuse integriert, während jenes der P100 beim Einschalten des Apparates zur Aufnahme wie bei den meisten Modellen anderer Hersteller mit variabler Vergrößerung teleskopisch ausgefahren wird. Bei etwas verschiedenen tatsächlichen Brennweiten sind jedoch die effektiven Zoomverhältnisse im Zusammenwirken mit den unterschiedlich großen Bildwandlern bei Umrechnung auf eine herkömmliche Kleinbildkamera letztendlich identisch. Beachtenswert ist aber der gegenüber der P100 deutlich eingeschränkte Bereich der verwendbaren Blendengrößen der T3, was sich tatsächlich als bemerkbar kleinere Belichtungsreserve auswirkt. Überhaupt werden die Aufnahmen der T3 bei schlechten Lichtverhältnissen im Automatikbetrieb mit Blitzverbot allgemein zu dunkel, während die der P100 noch optimal belichtet sind.  

Wird hingegen mit Blitz gearbeitet, ist zu beachten, daß die empfohlene Aufnahmeentfernung der T3 im Weitwinkelbereich nicht einmal halb so groß ist wie die der P100. Diese technischen Daten bewahrheiten sich im Gebrauch; die T3 kommt bereits bei mittelgroßen Wohnräumen an ihre Grenzen deren Ausleuchtung. Die Vorblitz-Funktion zur Vermeidung des Rote-Augen-Effektes ist von Person zu Person verschieden gut wirksam, erscheint bei der P100 jedoch insgesamt wesentlich besser. Hinsichtlich vorhandener Reserven verhält es sich mit der Energieversorgung ebenso; aufgrund dessen größeren Abmessungen ist die Kapazität des Akkus der P100 fast doppelt so groß. Wer zwischendurch ab und zu ein paar Aufnahmen betrachten und weniger gute Schnappschüsse verwerfen möchte, sollte für die T3 einen Reserveakku parat haben. Das Display der T3 ist für Leute mit nicht all zu guten Augen allein deshalb besser, weil es gegenüber der P100 gewachsen ist. Dass man in der T3 auf einen optischen Sucher verzichtet hat, wird von Sony mit der besseren Helligkeit deren Monitors begründet. Tatsächlich erscheint jedoch das Display der P100 bei normaler Einstellung heller und auch deutlich brillianter, obwohl der Monitor der T3 entsprechend technischer Angaben nicht nur größer ist, sondern auch über viel mehr Bildpunkte verfügt.

Die Menüführungen beider Modelle leugnen deren enge Verwandtschaft nicht. Anstelle des Moduswahldrehknopfes mit sieben Positionen der P100 hat die T3 zwar einen Modulwahlschiebeschalter mit lediglich drei Rasten, weswegen die dadurch zunächst fehlenden Funktionen durch eine Menüerweiterung bereitgestellt werden, beides hat Vor- und Nachteile; letzten Endes ist die Bedienung in dieser Hinsicht wohl lediglich eine Frage der sich entwickelnden Gewohnheit. Die T3 verfügt gegenüber der P100 über eine verbesserte Makroaufnahmefunktion; diesen Vergrößerungsglasmodus wird der Durchschnitts-Hobbyfotograf aber wohl selten benötigen. Als Messzonensucherrahmen zur automatischen Scharfeinstellug entsprechend der Aufnahmeentfernung bietet die T3 neben Multifeld- und Center- außerdem eine Spotmessung für sehr kleine Motive. Die Serienaufnahmefunktion für Bildfolgen ist bei der T3 um die Möglichkeit kürzerer Intervalle erweitert. Mit ihr kann man außerdem zusätzlich eine Reihe von drei Bildern mit automatisch variierenden Belichtungswerten aufnehmen. Allerdings muß man nun gänzlich auf freie Wählbarkeit von Verschlusszeit und Blende verzichten, was mit der P100 für spezielle Fälle durchaus nützlich sein kann. Bei beiden Kameras lassen sich Weissabgleichmodi entsprechend vordefinierter Aufnahmebedingungen auswählen; ein manueller Abgleich auf eine unbunte, neutralweiße Vorlage bei der jeweilig aktuellen beleuchtenden Lichtart ist nicht möglich.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass mit dem Ziel einer weiteren Verringerung der äußeren Abmessungen offenbar nicht unerhebliche Kompromisse eingegangen werden mußten....
[Beitrag von mir gekürzt wegen zu vieler Zeichen :-( ]

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