guenstige fachliche Bauauskuenfte fuer Detail einer Sanierung
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guenstige fachliche Bauauskuenfte fuer Detail einer Sanierung
16.08.2006, 22:49:17
Hallo Leute!

Ueber 100te Themen kann man sich heutzutage im Netz schlau machen, meist in Zusammenhang mit Computer, Software usw. Ich braeuchte nun aber fundierte Informationen ueber ein Detail einer Althaussanierung die mir wohl nur ein gelernter Bau-Fach-Mensch geben kann, doch wie/wo findet man solche Leute?
Es geht naemlich leider nicht um einen Auftrag fuer eine Baufirma (wo vorherige Infos wohl im Preis inbegriffen sind), sondern nur um das Einholen einer Fachinformation ob unsere Absicht ueberhaupt baulich sinnvoll bzw sinnvoll realisierbar und natuerlich auch leistbar ist. Obs gemacht wird, steht in den Sternen.
Im wesentlichen waere das ein "sehr sehr kleines Sachverstaendigengutachten" (eben weils nur um ein Detail geht), doch Preise von sowas sind bekannt und so exakt (und daher teuer) brauchts bei uns nicht sein. Allerdings aktuell, also mit Infos von Heute und nicht Stand der Bautechnik von vor 15 Jahren oder so.

Wohin wendet man sich, am besten im Raum Ost-Oesterreich bzw im Netz, wenn man solcherlei Fragen beantwortet haben moechte?

Oder kennt ihr vielleicht ein Baumeisterforum oder aehnliches? Allerdings werden die Leute dort wahrscheinlich auch nicht grad erfreut sein, kostenlos ihr Wissen rauszuruecken ... Oder sind die dort genauso "nett und mitteilsam" wie wir hier? ;-) ...

Leider bin ich in Sachen Bau absolut nicht vom Fach und im Bekanntenkreis gibts auch keine adaequaten Informationsquellen.

Danke schon mal im Voraus fuer Infos!
Tschuess, hctec.

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Re(2): guenstige fachliche Bauauskuenfte fuer Detail einer Sanierung
18.08.2006, 03:30:08
Herzlichen Dank fuer dein Angebot!
Ich vermute jedoch dass die Sache nicht wirklich unter den Themenbereich "architektonisch" faellt. Es geht um etwas was sich von der Spitze des Eisberges zum Eisberg auswachsen koennte. Ich schreibs mal hierhin, auch wenn du mir vielleicht nicht weiterhelfen kannst.

Einfamilienhaus gebaut um den Staatsvertrag herum in Ostoesterreich. Vielkoepfige Familie daher sparen wo es geht, in weiten Bereichen sehr billig gebaut. (Unlaengst hab ich von einer alten Nachbarin erfahren, dass anno dazumals sowieso keine Teile besserer Qualitaet verfuegbar waren, denn zuerst haben sich die Russen die Erzeugnisse der lokalen Ziegelei gesichert und danach kamen die reicheren Familien zum Zuge.)
Die Sparsamkeit und 50 Jahre machen sich seit laengerem bemerkbar, bestimmte Teile des Hauses wurden schon erneuert, jetzt waere etwas dran, was eben die Fragen nach Sinnhaftigkeit usw anschliesst.
Und zwar die Tramdecke und der Schiffboden. Die Trams wurden mit ziemlicher Sicherheit (obwohl keine Aufzeichnungen existieren) NICHT Baum an Baum sondern mit dem damals moeglichst groessten zulaessigen Abstand verlegt, und der Schiffboden demnach nur alle heiligen Zeiten mal vernagelt.
Mittlerweile knarrt der Schiffboden wie in alten Gespenster-Filmen und biegt sich an manchen Stellen (zB wo man mit dem Schreibtischsessel faehrt), bedenklich durch.
Dazu kommt noch, dass der Boden niemals "gasdicht" war, in der letzten Zeit aber immer weniger. Hoert sich jetzt vielleicht bloed an, aber unterhalb residiert jemand mit einer chronischen Darmkrankheit mit damit verbundenen Ausduenstungen, und kaum wird es draussen kuehler, steigt dieses Aroma so ziemlich vollstaendig durch die Decke nach oben.

Desweiteren besteht der Ausbau des ersten Stocks aus Heraklith (bis auf eine tragende Mauer dazwischen mit dem Kamin darin), und bei den Ecken dieser Waende sind Risse drinnen, dass einem das Fuerchten kommt, die Decke zum unausgebauten Dachboden ist wiederrum nur eine Art bessere Bretterschicht mit Schilfmatten und Estrich usw.
Die Fragen betreffen nun mehrere Punkte, hauptsaechlich waere es interessant ob man auf den Schiffboden irgendwelche Holz/Plastikplatten draufnageln koennte, die Luecken silikonieren und fertig. Oder baut man sich da eine garantierte Schimmelquelle an der Unterseite dieser Platten ein, denn jetzt kommt das Aroma samt Luftfeuchtigkeit hoch, danach wuerde sie ausgebremst werden ...
Die Schimmelei koennte dann vielleicht sogar dazu fuehren, dass die Trams selber angegriffen werden usw.
Oder vielleicht eine aehnliche Plattenloesung nur halt im Erdgeschoss an die Decke schrauben. Dabei haette ich aber Angst, dass die untere Tramvernagelung runterkommt, samt den Schilfplatten und dem Putz darauf.
Soweit die meiner Meinung nach billigste und schnellste Variante.

Die Steigerung waere das Abtragen des Schiffbodens, bis zur Lattung auf den Trams, neue Schuettung einfuellen, neue Brettung drauf und passt. Sag ich mal so, habe aber keine Ahnung wie die vorliegende Tramdecke damals gestaltet wurde.

Die Ueberdrueber-Loesung waere das totale Abtragen des ersten Stocks, also auch die Heraklith-Waende nebst Dachboden-Bretter-Decke und alles auf den alten Trams neu aufbauen. Die Trams sollten dabei noch alle intakt sein, denn im Nachhinein kann man da ja wohl keine weiteren Trams in die Luecken zwischen den alten Trams einsetzen ohne dass man in den jeweiligen Mauern entsprechende Auflager hinein macht (und die Mauern dadurch destabilisiert), oder?
Und wenn man dann schon dabei ist, kann man gleich das Dach daemmen/isolieren und den Dachboden ausbauen, denn jetzt steht der "erste-Stock-Kasten" unterm Dach einfach so drin, das Dach sollte daher nicht zusammenfallen wenn man ihn entfernt. Wobei ich mir bei einem 50 Jahre alten Dachstuhl aus der Russenzeit da nicht sicher bin ...

Also eine Menge Fragen mit vielen Details usw.
Besonders die Frage nach den Kosten weil erst vor kurzem Fenster, Fassade und Heizkessel erneuert wurden und der Rest wegen Ebbe in der Kasse auf (sehr sehr viel) spaeter verschoben wurde ...
Nachdem sich der Schiffboden aber immer mehr aufloest, waere jetzt vordringlich mal die Sache mit dem "Platten draufnageln" gut zu wissen.

Sorry, falls sich so manches recht wirr anhoert, das Bauwesen ist nicht mein Metier!
Falls du etwas in Erfahrung bringen koenntest, waere das sehr nett und dir mein Dank gewiss,
Tschuess, hctec.


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