durchgehend Blende 4...
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Re: durchgehend Blende 4...
04.06.2008, 16:44:26
Du hast Recht: wenn beide Objektive abgesehen von der Lichtstärke gleiche optische Leistung bieten, ist ein 17-70/2.8-4 für den Fotografen "nützlicher" als ein 17-70/4 - klar, weil das Objektiv mit variabler Blendenöffnung im WW-Bereich lichtstärker ist.

Es ist aber eine Frage des Vergleichs: wenn man von einem 17-70/2.8-4.0 "upgraden" möchte, würde man Richtung 17-70/2.8 (also konstante Blendenöffnung) Ausschau halten. Das war einer der Gründe, warum ich z.B. statt dem Sigma 17-70 lieber ein oben kürzeres Tamron 17-50/2.8 gekauft habe. ;-)

Als die Kamweras noch keine Belichtungsautomatik hatten, war konstante Lichtstärke bei Zooms von echtem praktischem Nutzen für den User:

Stell Deine Kamera auf "M" und nimm Dein 17-70/2.8-4.0 - dann geh fotografieren und nimm ein Motiv bei 17mm - und weil es eher dunkel ist, bei f 2.8 ins Visier - ok, Motiv sollte doch etwas grösser abgebildet werden - also zoomst Du etwas näher ran - auf sagen wir 30 mm  - und schwupps, schon mußt Du auch die Verschlusszeit neu anpassen, weil die Blende weniger weit offen ist ... und das bei jedem zoomen!  

Das ist bei heutigen kameras beim Arbeiten in allen (Halb) AUtomatimodi - also alles ausser "M" - ein kleinerer Nachteil, weil die Kamera die Belichtung automatisch regelt.  Was bleibt, sind gestalterische Nachteile "in Grenzfällen": Man zoomt, und die Tiefenschärfe ändert sich nicht nur wegen der veränderten brennweite, sondern auch, weil sich die Blende ändert - sofern man anfangs auf offenblende war und von kurzer zu langer Brennweite zoomt. Oder die verschlusszeit, die zuerst bei 17mm und f/2.8 noch im Rahmen war, verdoppelt sich, weil man auf 50mm reingezoomt hat und jetzt nur noch f/4 anliegt.

Das Ganze war strafverschärft beim Arbeiten mit externen Blitzen - ist aber heute Dank E-TTL auch kein belichtungstechnisches Problem mehr, sondern eben nur noch ein Faktor, den man im grenbereich (z.B. max. reichweite des blitzes etc.) berücksichtigen muß.

In der Praxis *heute* also fast zu vernachlässigen.

Zooms mit konstanter Brennweite bedeuten aber immer (!), dass der jeweilige Hersteller besonderen Aufwand getrieben hat - ein Zoom mit weniger Lichtstärke am langen Ende wäre einfacher & billiger zu bauen gewesen. Deshalb weisen diese Zoom-Objektive oft - aber nicht immer - auch besondeers gute Abbildungsleistung auf und andere feine features - die aber technisch nicht unbedingt an eine konstante Blendenöffnung geknüpft sind. z.B.:

* IF design - also inner fokus - das heisst, das Zoom wird beim scharfstellen nicht länger/kürzer und dei frotnlinse dreht sich nicht

* Inner Zoom design - dass das Objkektiv beim Zoomen nicht länger oder kürzer wird, also kein Tubus ausfährt.

* parfokal: Das bringts auch heute noch - man kann dann nämlich bei längster Brennweite präzise auf das gewünschte Motivteil fokussieren und dann wieder ohne re-fokussieren soweit rauszoomen bis der gewünschte Bildausschnitt erreicht ist. http://de.wikipedia.org/wiki/Parfokal  
Das Sigma 17-70 ist m.W. nicht parfokal. Alle Canon L-Zooms mit konstanter Blendenöffnung sind m.W. parfokal (also z.B. *nicht* das 100-400/4.5-5.6 L)

D.h. bei der Entscheidung 17-70/2.8-4.0 vs. 17-70/4.0 wären auch diese Faktoren alle mit zu berücksichtigen, nicjt nur die Lichtstärke - ausser es kommt primär auf die Lichtstärke an. Dann sollte man aber ein 17-xx/2.8 ins Auge fassen. ;-)
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04.06.2008, 16:50 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
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Re(3): durchgehend Blende 4...
04.06.2008, 22:18:55
Naja... man kann nicht alles haben.


das fasst es gut zusammen! ;-) :-)


Es ist sehr schwierig, über die Objektive der verschiedenen Hersteller konkrete Angaben zu wesentlichen produktmerkmalen zu recherchieren.

Canon z.B. gibt *bewusst* keine offizielle Auskunft darüber, welche Zoom-Objektive parfokal sind. Oder auch keine offizielle zusammenfassende Liste, welche Objektive in welchem Ausmaß wetterfest abgedichtet sind. Oder auch nur eine Liste, bei welchen Objektivenm die Frontlinse beim Fokussierenn nicht mitdreht. %-)

Auch die vermeintlich detaillierten Angaben in offiziellen Publikationen wie dem "Canon Lens Works" steht nicht viel mehr drin, als Abmessungen, Gewicht, Anzahl Linsen&Elemente, Fokus-Typ.  Schon MTF-Charts sind schwieriger aufzutreiben!

Man muß sich alles mühsam aus Foren, Objektivdatenbanken, User-Berichten und halb-offiziellen Interviews selbst zusammensuchen. >:-(

Und die anderen Hersteller sind diesbezüglich leider kein Jota besser. Bzw. halt - von Olympus und Pentax gibt es wenigstens hilfreiche roadmaps, welche Produkte in absehbarer Zukunft geplant sind und kommen sollen. Diesbezüglich ist bei Ca/Ni auch totale Sendepause. Surprise! >:-D

Und ja, die Objektivpaletten der einzelnen hersteller und die features der einzelnen Objektive sind eben überall - wie sag ich es freundlich: "historisch gewachsen" und keineswegs sorgfältig durchgeplant. Mit AUsnahme von Oly, die mit 4/3 das System neu aufgesetzt haben. Aber auch da gibt es schon ausreichend Durcheinander udn überlappungen zwischen Consumer / Advanced / und Hi-End Linsen.

Und ja, 2008 sollte natürlich bei jedem Objektiv ein schneller Ultraschall-AF mit jederzeitiger manueller Eingriffsmöglichkeit Standard sein. Aber auch da gilt es immer "Zukunft" und "Rückwärtskompatibilität" gegeneinander abzuwägen. gerade bei Pentax, So-Nie, Nikon und anderen Herstellern die immer noch (teilweise) Schraubenzieher-AF einsetzen!  
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04.06.2008, 22:20 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
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