Engergiesparlampen
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Re(5): Engergiesparlampen
28.10.2008, 22:56:17
Also eine Glühlampe läßt sich beliebig schalten (Kerzenlampen unter 40W zeigen ein negatives verhalten, d.h. die Schalthäufigkeit ist je nach Qualität der Lampe "normal" also uneingeschränkt, oder eben eingeschränkt - betrifft aber nur die kleinen Leistungen).
"Sparlampen" sind Leuchtstofflampen mit beschichteten Elektroden (Wendeln) an jedem Ende der Entladungsrohre. "Sparlampen" sind heute mit elektronischen Schaltkreisen ausgestattet, die den Lampenbetrieb relativ gut gewährleisten. Das Problem ist die Startphase. Beim Lampenstart müssen als erstes die Elektroden aufgewärmt werden, damit diese Elektronen emittieren. Das bedeutet eine gewisse Zeit (ca 0,5 bis 2 Sekunden, je nach Bauform, alles, was schneller geht, ist kein definierter Warmstart mehr) um einen schonenden Warmstart zu ermöglichen. Dann muß sich der Gasdruck im Entladungsrohr stabilisieren - je nach Quallität, Ausführung, .... eine Sache von 1 Minute und mehr als 10 Minuten um Lichtfarbe und Lichtstrom zu stabilisieren.
Das Problem dabei ist, bei jedem Startvorgang wird ein Teil der Beschichtung der Elektroden abgebrannt (Beschichtung sind sog. seltene Erden, die mehr Elektronen abgeben)
Um Vergleichbare Lichtleistung im Kurzzeitbetrieb zu haben, muß man das Anlaufverhalten kennen, da kann und darf man nicht einfach umrechnen, 100W Glühlampe = 20W "Sparlampe". Weil eine "Sparlampe" eine Leuchtstofflampe ist, braucht sie eben eine gewisse Zeit (eben 1 bis 10 Minuten) um stabil zu laufen, also auch die Lichtleistung abzugeben. Also benötigt man für gleiche Lichtleistung dann auch mehr elektrische Leistung um einen richtigen Vergleich zu zu lassen. Somit stimmt die Rechnung 100W Glühlampe = 20W Sparlampe nicht mehr.... Da kann eher 100W = 40 bis 100W Sparlampe, je nach Anlaufverhalten und Einschaltzeit stimmen.

Anders sieht es bei langen Einschaltzeiten aus. Die Lampen können sich stabilisieren, dann stimmt die Rechnung auch. Außerdem stimmt auch die Lampenlebensdauer von 8 bis 20 tausend Stunden.

Der Bereich dazwischen ist eine Grauzone, wo es auf die Qualität der Lampe, dem Anlaufverhalten, der Schaltfestigkeit etc ankommt. Also eine Produktsache.

Beispiel WC in einer Familie (4 Personen)
Ich nehme an, jede Person geht pro Tag 5 mal aufs WC => 20 mal pro Tag = 20 Schaltungen. Pro WC-Gang sind 3 Minuten durchschnittlich zu rechnen => pro Tag 60 Minuten also 1h zu rechnen. Eine Glühlampe mit 60W sollte genug Lichtleistung bringen.
Diese hält durchschnittlich 1000h, also 1000 Tage, somit ungefähr 2 1/2 Jahre. Dabei wird die Lampe also 20000 mal geschalten. Ein Bereich, wo einfache Sparlampen anstehen, also nicht länger halten. Qualitativ hochwertige Sparlampen mit definiertem Warmstart schaffen bis zu 500000 Schaltungen (diese Lampen kosten aber mehr), viele sind auch auf etwa 2000 bis 10000 Schaltungen beschränkt.

Man sieht also die Problematik - Schalthäufigkeit und Lebensdauer ...

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