Seagate bringt verschlüsselte Platten auf den Markt
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Re: Seagate bringt verschlüsselte Platten auf den Markt
18.11.2008, 14:29:39
Verschlüsselung ohne Einbussen


...wäre nur möglich, wenn man in CPUs oder GPUs neben dem ganzen 3D-/Multimedia-/-Schwachsinn eine Funktion einbauen würde, die den Verschlüsselungsprozess selbst beschleunigt. Im Moment muss die CPU ja die ganze Mathematik von Hand erledigen und das macht die Verschlüsselung so teuer.

Mit einer mathematisch korrekten Funktion in der CPU, sprich die Software kann diese CPU-Funktion verwenden (aber Zweifelsfall auch selber nachrechnen und so nachweisen daß das Ergebnis tatsächlich stimmt), hätte die Software weiterhin die volle Kontrolle darüber wie genau die Verschlüsselung funktioniert.

Die meisten Hardware-Verschlüsselung-Lösungen sind bislang irgendwie geknackt worden, da zwar ein toller Cipher (AES etc) verwendet wird aber in der Umsetzung halt irgendwo ein Fehler oder eine Schwachstelle ist die es möglich macht das Teil doch zu knacken oder zur Herausgabe des Keys zu bewegen.

Bei mir übernimmt die Verschlüsselung eine Software, die Open Source ist (cryptsetup LUKS bzw. Linux Kernel), bei der ich genau weiß was die Software macht und wie sie es macht - einer Black Box a la verschlüsselter USB-Stick / Festplatte hingegen würde ich nie über den Weg trauen.

Die Kontrolle über die Verschlüsselung darf aus meiner Sicht nicht in der Hardware liegen. Die Hardware kann sich jeder kaufen und analysieren und auseinandernehmen, wenn da auch nur eine Schwachstelle gefunden wird ist der Schutz hinfällig und die Hardware damit nutzlos. Software kann man wenigstens patchen und Sicherheitsprobleme beheben und jeder kann sich selber aussuchen, welcher Software bzw. welchem Cipher er am meisten vertraut. ;)

Die bisherigen Sicherheitsfunktionen von Festplatten (Passwortschutz, hat jede Platte) lassen sich auch ganz einfach knacken (spezielle Herstellerkommandos die die Festplatte zum Aufheben des Passwortschutzes überreden, gibts mittlerweile als Service für kA 50 Euro pro Platte oder so). Bei den verschlüsselten Festplatten wird das IMHO nicht anders ausgehen.

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