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Tierpsychologe? Hund zerstört sachen. HILFE HILFE
02.07.2009, 17:53:24
Hi, ich bräuchte dringend Hilfe wegen des Hundes meiner Freundin.

Es ist ein ca. 10 Monate alter Schnauzer-Schäfer Mischling aus dem Tierschutzhaus. Der Hund ist seit zwei Monaten bei ihr, bzw. bei uns. Am Anfang hatten wir das klassische Problem mit in die Wohnung machen u.ä., aber das konnte man ihm alles abtrainieren. Der Hund ist sehr zutraulich, unterwürfig, wir konnten es garnicht glauben, dass es so einen tollen Hund im Tierschutzhaus gibt.

Seit ca. einer Woche haben wir aber ein großes Problem. Vorweg:
Der Hund wurde bis dahin meistens in die Arbeit mitgenommen, muss aber jetzt leider zuhause bleiben. Der Hund ist ca. 4 Stunden alleine, dann kommt die Freundin zu Mittag vorbei, geht eine Runde spazieren und danach ist er wieder so um die 4 Stunden allein. Am Abend und in der Freizeit wird sehr viel und ausdauernd gespielt, der Hund fällt todmüde auf sein Bettchen. Es wurden Leckerlies in der Wohnung versteckt, er hat Kauknochen, eigentlich möchte man meinen, dass der Hund ein wunderbares Leben hat, sogar zum Agility wird er jetzt schon mitgenommen.

Tja nur leider ist es so, dass er aufeinmal begonnen hat, sachen zu zerstören sobald er tagsüber alleine ist. Er klettert scheinbar sogar auf das Sofa, auf das er ansonsten nie rauf darf. Kabel, Stofftiere, Fernbedienungen, Bücher,.. alles wird zerbissen.

Aus diesem Grund und da wirklich schon sehr viel Geld und Zeit in das Problem investiert wurde, sind wir ziemlich am Ende mit unserem Latein.

Natürlich ist es klar, dass ein Hund nicht alleine sein will, aber die wenigsten haben die Möglichkeit ihn immer mitzunehmen. Er wird in der restlichen Zeit ausgepowert, hat viel Kontakt mit anderen Hunden, hat also ein gutes soziales Verhalten. Natürlich will keiner dran denken, aber wenn das so weiter geht, kann man ihn Notfalls nur wieder weggeben und das wollen wir keinesfalls. Inzwischen ist es schon so weit, dass ich, wenn ich den Hund ansehe, wirklich sauer auf ihn bin und ihn garnicht mehr angreifen will aus Zorn. Ich bin mit vielen Haustieren, auch einem Hund aufgewachsen, aber so etwas hatte ich nie.

Hat jemand ähnliche Erfahrung, würde ein Tierpsychologe etwas bringen?.

02.07.2009, 17:54 Uhr - Editiert von ChristophH, alte Version: hier
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Oh mein Gott, der Mensch, der nur Gutes will und soviel falsch macht
02.07.2009, 22:20:52
Ich bin selbst schon länger Hundebesitzer und kann dir sagen, dass man dem Hund möglichst gleich in den ersten paar Monaten abgewöhnen sollte, was man nicht will. In eurem Fall ist die Lösung eigentlich einfach, wenn auch nicht gerade leicht (im Sinne von gern zu machen vom liebenden Hundebeitzer):
Ihr müsst eurem Vierbeiner den Raum einengen, wenn ihr nicht wollt, dass er eure Wohnung auf den Kopf stellt. Am besten wäre dazu ein ausreichend dimensionierter Vorraum, wo er nichts zerstören kann. Dort steht sein Bettchen und Wasser uns Spielzeug, allerdings nicht zuviel. Diesen Bereich wird euer Hund sehr schnell als den eigenen Bereich auffassen und dort auch nicht allzu viel Unfug treiben. Nach einer Einlernphase könnt ihr dann sukkzessive seinen Raum erweitern. Der Hund braucht aber nicht zu allen Zimmern Zugang haben! Meiner jedenfalls hat in Küche, Bad und Schlafzimmer nichts verloren und das weiß er auch.


Überall in der Wohnung Leckereien und Belohnungen zu verstecken ist völlig verkehrt! Belohnungen sollte es gezielt für gutes Benehmen/Verhalten seitens des Hundes geben, nicht aber als milde Gaben um das schlechte Gewissen des Hundehalters zu beruhigen. Im Nu wird sich der Hund an diese Unsitte gewöhnt haben und diese Belohnungen permanent einfordern und suchen!

Ihr müsst dem Hund begreiflich machen, dass eure Wohnung nciht bloß ein einzig großer Spielplatz für ihn ist und dazu müsst ihr schnell und vehement die oberen Punkte umsetzen.


PS: Jetzt hast viel Geld gespart, welches ein Tierpsychologe von dir verlangt hätte.

02.07.2009, 22:27 Uhr - Editiert von robotti, alte Version: hier
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