Verschluss bei DSLR
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Re(10): Verschluss bei DSLR
30.12.2009, 13:39:19
Du willst nochmal nachrechnen. Als nächstes willst du darüber nachdenken, wie ein Sensor mit 32mm Kantenlänge einen 1Zoll footprint haben kann. Magische Raumfaltung?Und was "works without thermoelectric cooler" im Datenblatt, bzw. uncooled in deiner eigenen Beschreibung bedeuten könnte, das möge das Publikum entscheiden.

%-)

[x] du hast absolut keine Ahnung vom Aufbau einer Thermografiekamera, redst aber blöd daher.

Zu deiner Information (in absolut kürzester Kurzfassung): Ein Bolometer kann keine absolute Temperatur, sondern nur relative Temperaturen detektieren. Daher brauchen sie eine Referenztemperatur. Diese hat man ganz früher mit flüssigem Stickstoff hergestellt. Danach sind Stirling-Kühler aufgekommen, und die neuste Generation arbeitet eben "ungekühlt" also "uncooled". Da die Bolometer aber immer noch keine absoluten Temperaturen detektieren muß man eine stabile Referenz herstellen, und das macht man heute eben indem man sie auf ~40°C heizt. Dazu braucht man das Peltier-Element.

Wenn man zu einem Thermografen "uncooled" (zu Deutsch auch ungekühlt) (Bolometer) sagt, weiß er was los ist, das ist keine von mir erfundene Beschreibung. Wie gesagt, du hast absolut keine Ahnung von Thermografie.

Ich gebe zu, ich habe die Maße etwas schnell abgetippt. Die Maße die ich angegeben habe, sind die Packaging-Dimensions, die Sensorfläche ist 21,2 x 16mm -> 339mm² und damit nur unwesentlich kleiner als ein APS-C Sensor.

Ich empfehle Dir für den Einstieg: http://www.amazon.de/Infrarotthermographie-Zweite-Uberarbeitete-Erweiterte-Ausgabe/dp/3527405097
Dort ist ein bisschen was über die physikalischen Grundlagen beschrieben.


Da du anscheinend gerne selektiv wahrnimmst, wiederhole ich auch gerne die Fragen an die du mir unbeantwortet gelassen hast:
  • Der Peltier-Kühler muß die ganze Zeit laufen?
  • L-Objektive mit xxkg sind nicht zu schwer, ein Peltier-Element mit Heatpipe und etwas größerem Akku schon?
  • Die Wärmebildkamera ist also außen zu kühl um sie anzufassen?



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Re(11): Verschluss bei DSLR
30.12.2009, 16:26:39
Du willst dir das Konzept Schwarzkörperstrahlung erklären lässen.
Du willst dir das Datenblatt des genannten Sensors anschauen.
Du willst dir das Datenblatt eines bliebigen Peltierelements anschauen und Kühl- und Heizbetrieb vergleichen, dabei erkennen, warum dein Beispiel irrelevant ist.

Ich gebe zu, ich habe die Maße etwas schnell abgetippt. Die Maße die ich
angegeben habe, sind die Packaging-Dimensions, die Sensorfläche ist 21,2 x
16mm -> 339mm² und damit nur unwesentlich kleiner als ein APS-C Sensor.

Lies dir das nächste Mal nicht nur die Broschüre, sondern auch die weiterführenden Unterlagen durch. Oder schau wenigstens die Übersichten vom 384CE, 384ME und 640ME parallel an, dann passieren keine solchen Peinlichkeiten.
("The detector package(des 384*288/25µm) is identical as the 384 × 288 / 35 μm and 640 × 480 / 25μm ones" sollte zu denken geben.)
Geh fest davon aus, dass ich zu jedem aktuellen Sensor die Datenblätter und Appnotes hab... ;)


wiederhole ich auch gerne die Fragen an die du mir unbeantwortet gelassen
hast:


ex falset-Argemente erledigen sich von selbst...aber von mir aus.
Der Peltier-Kühler muß die ganze Zeit laufen?

So man keine Kondensation will: de facto ja.

L-Objektive mit xxkg sind nicht zu schwer, ein Peltier-Element mit Heatpipe
und etwas größerem Akku schon?

Da nimmt man genau die mit, die man braucht.
Heatpipe oder nicht, um die Leistung des Peltiers abzuführen brauchts Radiatorfläche, die des Bodies reicht nicht annähernd. (Eine 1D3 lässt sich in die thermische Abschaltung treiben. Als DSLR mit mehr Wärmeableitvermögen kämen nur die einstelligen Nikons in Frage, und die haben auch nicht spürbar mehr Oberfläche) Wie schaut nochmal ein Passivkühler für diese Dimensionen aus, insb. wenn man ihn nicht aus feinen Lamellen bauen kann? Du solltest sowas schon bis zum Ende durchdenken...

Die Wärmebildkamera ist also außen zu kühl um sie anzufassen?

Ein Gerät kühlt sich durch Verlustleistung ab? Das war mir neu...interessante Theorie, solltest du weiter ausarbeiten.

Wenn man zu einem Thermografen "uncooled" (zu Deutsch auch ungekühlt)
(Bolometer) sagt, weiß er was los ist, das ist keine von mir erfundene
Beschreibung.


Nicht erfundene, aber falsch interpretierte, sonst hättest du das TEC des Micro320ME nicht als Argument für die Plausibilität eines DSLR-Kühlung herangezogen...siehe Zeile 3.
Oder hättest erkannt, warum der Nane320ME keines hat.

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Re(12): Verschluss bei DSLR
30.12.2009, 18:18:13
Du willst dir das Konzept Schwarzkörperstrahlung erklären lässen.

Was hat die Eigenschaft des Strahlers mit dem Detektor zu tun ?-) Ob er jetzt schwarz, grau oder bunt strahlt ist doch egal ?-)  Außer natürlich ich Interessiere mich für die Detektivität im spezifischen Wellenlängenbereich, welche mir hier aber herzlich egal ist ?-)

Du willst dir das Datenblatt eines bliebigen Peltierelements anschauen und Kühl- und Heizbetrieb vergleichen, dabei erkennen, warum dein Beispiel irrelevant ist.

ok, angeschaut und offensichtlich nicht verstanden ?-) Erklärs mir.

dann passieren keine solchen Peinlichkeiten. ("The detector package(des 384*288/25µm) is identical as the 384 × 288 / 35 μm and 640 × 480 / 25μm ones" sollte zu denken geben.)

?-) Peinlichkeiten ?-) Was hab ich falsch gemacht ?-) Wo hab ich die verschiedenen Detektorgrößen miteinander vergleichen ?-)

So man keine Kondensation will: de facto ja.

?-) Erklär mir das näher. Stichworte: Wärmedämmung/-isolierung, Taupunktverschiebung

Da nimmt man genau die mit, die man braucht. Heatpipe oder nicht, um die Leistung des Peltiers abzuführen brauchts Radiatorfläche, die des Bodies reicht nicht annähernd.

?-) ok mag sein dass ich die Verlustleistung eines aktuellen DSLR-Detektors im Dauerbetrieb nicht kenne, wie hoch ist die denn ?-) Denn nur das ist die relevante Größe zur Auslegung des Peltier-Elements.

Ein Gerät kühlt sich durch Verlustleistung ab? Das war mir neu...interessante Theorie, solltest du weiter ausarbeiten.

-> Wenn ein Peltier-Element auf der einen Seite warm wird, wird es auf der anderen Seite ... ?-)

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Re(12): Verschluss bei DSLR
30.12.2009, 18:50:33
Ja, Thermografiekameras sind idR im Wellenlängenbereich 7/8 ... 12/14 µm sensitiv, statt im Bereich 0,4 ... 0,8µm (resp. 400 ... 780nm; sichtbares Licht).

Jeder Körper der wärmer als der absolute Nullpunkt (0K/-273,15°C) ist, strahlt elektromagnetische Wellen aus. Die Wellenlänge der maximalen Ausstrahlung (Emission) ist abhängig von der Temperatur und berechnet sich zu (grob) 3000K*µm/T. Bei 300K (Raumtemperatur) sind das also 10µm (3000K*µm/300K). Vgl. mit oben: In diesem Bereich ist die WBK sensitiv.

D.h. die WBK misst die Eigenstrahlung der Körper, im Gegensatz zu einer DSLR (oder jeder anderen "optischen" Kamera), die die Reflexion "misst" (Bei Dunkelheit gibts ein schwarzes Bild).

Weiters ist die Strahlungsintensität je nach Temperatur eine Andere, und genau das detektiert die Kamera pro Pixel und weiß daher den Temperaturwert jedes Pixels (Berechnet sich zu T=4√ (E/σ ) Edit: E... gemessene Strahlungsleistung, σ... 5,67*10-8W/m²K4). Jetzt kann man je nach Intensität (sprich Temperatur) der Pixel diese nach einer Palette einfärben und schon hat man die wunderschönen Bilder die man in der Zeitung/Internet/TV etc. sieht.

Jetzt kommen noch einige andere Faktoren dazu: Emissions-/Reflexions-/Transmissions-Eigenschaften des zu thermografierenden Körpers, reflektierte Temperatur, Transmissivität der Luft, etc. die die Messergebnisse beeinflussen, aber das lass ich mal außen vor, die sind hier ganz gut erklärt: http://www.amazon.de/Leitfaden-Thermografie-Bauwesen-Anwendungsgebiete-praktische/dp/3816776698  (Das Buch sollts auch in jeder gut sortierten Bücherei geben und bietet einen guten Einstieg in die Thermografie), oder auf Wikipedia, aber der Artikel zur Thermografie ist auf Deutsch und Englisch absolut grottig.

Weiterrechnen: Die Sonne hat ca. 6000K, nach obiger Rechnung liegt das Emissionsmaximum bei 0,5µm und wir schauen nochmal nach oben -> das liegt... genau! Im sichtbaren Bereich, das ist der Grund warum wir Sonnenlicht sehen können (und auch der Grund warum die Pflanzen grün sind, usw.).

HTH (und war nicht zuviel verkürzte Information)

30.12.2009, 18:53 Uhr - Editiert von Capt.Nemo, alte Version: hier
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Re(8): Verschluss bei DSLR
30.12.2009, 18:30:51
Da erkenne ich schon einen entscheidenden Nachteil der Peltierkühlung: Bildstabilisierung auf Sensorbasis kann so nicht mehr funktionieren....

Gibts bei Canon/Nikon eh nicht ;)

Außerdem: Warum sollte das nicht funktionieren? Klar, das Peltier-Element ist groß und schwer, der Stabilisator bräuchte größere Antriebe usw. aber technisch Unmöglich wäre es nicht ;)

und mal ganz wirtschaftlich gedacht: Warum sollte ein Kamerahersteller den Verschluss einsparen, nur um dann irre-teuer und unnötig stromfressend/platzraubend eine Peltierkühlung mitsamt Heatpipes einzubauen?

a) Ein Peltier-Element ist ganz sicher nicht teurer als ein Verschluß. (Denke ich mal, ich weiß nicht was ein Verschluß kostet, aber sicher nicht wenig)
b) Ein Peltier-Element ist elektrisch/elektronisch und nicht mechanisch.

Der Vorteil eines Peltier-Elements: Niedrigere Sensor-Temperatur ist weniger Rauschen.

In der Astrofotografie wird die Peltier-Element-Kühlung ja schon länger angewendet.

Bitte auch beachten: Ich hab ja nie gesagt dass eine (Peltier-)Kühlung in der Fotografie die ultimative Lösung ist, ich sage nur es wäre eine Möglichkeit den Sensor im Dauerbetrieb zu kühlen.

Was mich noch interessieren würde... sind diese Kameras eigentlich abgedichtet? Wenn ja, wie gehen die IR-Kameras mit Kondenswasser um?

Gar nicht, ist ja soweit Isoliert, dass der Taupunkt weit außerhalb liegt und kein Wasser auf die Elektronik kommt.

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Re(9): Verschluss bei DSLR
30.12.2009, 19:05:26
Außerdem: Warum sollte das nicht funktionieren?

Ich dachte da eher an die starre Heatpipe, die dazu wohl benötigt wird.

a) Ein Peltier-Element ist ganz sicher nicht teurer als ein Verschluß.

Hm. Ok... man müsste halt vorher mal wissen, was so ein Verschluss kostet.


b) Ein Peltier-Element ist elektrisch/elektronisch und nicht mechanisch.

Ja, das wäre sicher ein Vorteil. Wobei - der mechanische Verschluss ist inzwischen auch schon ziemlich zuverlässig und ausgereift. Es gibt ja kaum noch Kameras, deren Verschluss sich vor irgendeinem anderen Teil verabschiedet.


In der Astrofotografie wird die Peltier-Element-Kühlung ja schon länger
angewendet.

Davon hab ich auch schon mal gelesen. Mich würde mal interessieren, ob die dazu gewöhnliche DSLRs umbauen, oder ob das spezielle Astro-Kameras sind, die dazu zum Einsatz kommen.


Bitte auch beachten: Ich hab ja nie gesagt dass eine (Peltier-)Kühlung in der
Fotografie die ultimative Lösung ist, ich sage nur es wäre eine Möglichkeit
den Sensor im Dauerbetrieb zu kühlen.

Schon klar.


Gar nicht, ist ja soweit Isoliert, dass der Taupunkt weit außerhalb liegt und
kein Wasser auf die Elektronik kommt.

Das versteh ich nicht ganz. Gehst du hier von einem komplett abgeschlossenen System aus? So das alles hinterm Sensor komplett luftdicht und vakuumverpackt liegt?
Oder meinst du, das Temperaturen bei denen Kondenswasser auftritt, gar nicht nötig sind?
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"My brother got kicked out of Barnes and Noble for placing bibles in the fiction section."
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letztes Update...16.12.09 http://ungutknut.at
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