Stativsuche für EOS 7D
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Re(3): Stativsuche für EOS 7D
27.03.2010, 22:13:58
Carbon Stative sind grundsätzlich exzellente Werkzeuge, die natürlich ihren Preis haben. Hängt ganz davon ab, was und wo du fotografieren willst. Bist du der Landschaftsfotograf der seine Bilder immer früh morgends oder spät abends in der Dämmerung auf dem Gipfel div. hochalpiner Berge macht?

Wenn nein, gehts - jetzt wenig überraschend - auch deutlich billiger (war ja ein iraki Tipp |-D|-D) dafür aber mit etwas mehr Gewicht.

Ich persönlich verwende ein Manfrotto 055 XproB (http://geizhals.at/a262942.html ) mit einem Cullman Magnesit Kugelkopf (http://geizhals.at/a330571.html ). Ich persönlich habe mich leider dazu verleiten lassen den 35NM Magnesit Kopf zu kaufen (wiegt fast 1kg %-)), anstatt den 25NM (der völlig reichen würde) zu nehmen.

Wie du siehst kommst du für knapp EUR 215,- zu einer top Stativ-Kombo, die auch für echte Langzeitbelichtung inkl. Panoaufnahmen (ohne Nodal-Punkt Adapter) geeignet ist und dabei moderat schwer ist (ca. 2,8 kg Gesamtgewicht).

Ich selbst hab damit schon Belichtungen jenseits der 30s problemlos gemacht!






Solls noch leichter/billiger werden kannst du auch das Manfrotto 190XPROB Stativ (http://geizhals.at/a233444.html ) nehmen und kommst so auf ein Gesamtgewicht von ca. 2,2-2,3 kg bei knapp EUR 200,- Budget. Aboluter P/L Sieger und bei den Carbon Exemplaren sparst du "nur" 500-700g und mußt selbst entscheiden, ob dir das der Mehrpreis wert ist.

Für einen Extrembergsteiger sicher ... |-D

Sers
Alpenländer

PS: Allerdings sei gewarnt, zum Herumposen taugt das Material natürlich nicht. Da sind iraki's Empfehlungen effizienter |-D|-D

27.03.2010, 22:20 Uhr - Editiert von Alpenländer, alte Version: hier
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Kugelköpfe, Qualität, China, Triopo, Benro, KJ-1
30.03.2010, 13:11:19
Und "China" muss auch nicht zwangsläufig "miese Qualität" bedeuten.


na ja ... mies nicht, aber "durchwachsen" schon. Ich persönlich schätze Triopo ungefähr auf dem selben Level wie Benro ein. Jedenfalls haben sie bis dato weniger Erfahrung mit Kugelköpfen und offenbar auch weniger Gelegenheit, Gitzo/Manfrotto bis ins letzte Detail studieren und nachbauen zu können. ;-)

Nach mittlerweile exakt 4 jahren praktischer Nutzung meines Benro KJ-1 bin ich durchaus wieder etwas schlauer geworden, was "Qualität aus China" anbelangt. [ ... ja, Du darfst gerne sagen "I told you so"! ;-) ]

Meine Erfahrungen mit dem Benro KJ-1 sind:  

* Trag- und Haltekraft passt für Equipment bis ca. 1,5 kg, max. 300mm Brennweite und wenn man nicht zu viel Neigung (sagen wir > 35 Grad) einstellt

* Nachsacken ist ein (zunehmendes) Problem, natürlich umso mehr, je mehr gniegt ist und der Schwerpunkt aus der Vertikalen Achse verschoben ist (Hochformat-Aufnahmen ohne L-Winkel).

* Friktion funktioniert soso ... aber nur bis max. +/- 20 Grad Neigung

* Panoramadrehung ... eine echte Schwachstelle. Am Anfang läuft das Ding ganz ok ... aber tatsächlich nur wegen der reichlichen Verwendung von zähem "Chinafett", das einen weichen Lauf "simuliert"! Nach einem halben oder ganzen Jahr zeigen sich dann die Probleme: ich muss die kleine Schraube maximal anziehen, damit sich nichts mehr dreht. Und wenn ich sie öffne, weil ich drehen will, dann gibt es nur mehr eine sehr zähe, stockende Drehung mit viel Kraftaufwand. Das Chinafett ist halt "ranzig" geworden.

* Schnellwechselsystem: die federnd gelagerte Durchrutschsicherung an der Klemme ist für mich ideal gelöst - mit Entriegelungsknopf an genau der richtigen Stelle.

* Aber: die Klemme geht genau um 2/10mm nicht weit genug auf. Man kann also die Platten nur seitlich reinschieben und nicht von oben einkippen oder rausnehmen (ist dafür wieder "sicherer").

* Diese Klemme gibts nicht einzeln, sondern sie ist mit dem Kugelkopf untrennbar verbunden! Man kann also z.B. ein Einbein nicht mit derselben Klemme ausstatten und dieselben Platten mit funktionierender Durchrutschsicherung verwenden.

* Die Schnellwechsel-Platten sind billig, aber flach und mit Hartgummiauflage ... da muß man wirklich die Schraube so fest anziehen, "bis der Saft kommt und es die Gewindebuchse fast aus dem Batteriegriff reisst", damit sicher nichts mehr verrutscht oder vibrieren kann. Die Schraube hat zwar einen münz-tauglichen Schlitz, zum optimalen Befeetigen sollte man aber den mitgelieferten - aber im Feld meist nicht mitgeführten - Schraubenschlüssel verwenden. Und leider gibt es auch keinen kleinen ausklappbaren Bügel (wie bei Manfrotto) um es leichter von Hand drehen zu können.

*  Insgesamt reut mich der Kauf nicht, 150 Euro samt 3 Wechselplatten - 4 jahre Nutzung, das geht für mich in Ordnung. Ausserdem muß ich ihn auch jetzt noch nciht verschenken, sondern bekomme ziemlich sicher noch immer 50% dafür. Wichtiger ist, dass ich viele Bilder damit bekommen habe, die ohne zumindest "mittelprächtiges" Stativ und ebensolchen Kugelkopf nicht möglich gewesen wären.

Aber die Grenzen kenne ich jetzt auch genau. Mehr als ein 70-200/4 ist auch unter gemässigten Einsatzbedingungen mit dem Kopf nicht wirklich zufriedenstellend möglich.

Emfpehlung: als preiswerter Einstieg für eine mittelschwere DSLR-Ausrüstung sind "die besseren" China-Kugelköpfe (Benro B-Serie, Triopo B- ) durchaus geeignet und das Geld wert. Bei laufender Nutzung wird man nach einiger Zeit und wachsenden Ansprüchen aber auf etwas noch Besseres umsteigen wollen. :-)




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Re(4): Stativsuche für EOS 7D
28.03.2010, 21:04:27
bitte nicht herumpolemisieren! ;-)

Wie Du in den zahlreichen Stativ-Threads nachlesen kannst, empfehle ich - genau wie Du - das Manfrotto 055 XPROB als kostengünstigstes Stativ, das für universellen DSLR-Einsatz geeignet ist, weil stabil und ordentlich verarbeitet.

Allerdings ist es mir persönlich zu schwer und auch etwas zu sperrig (Packmass). Ich würde das Ding jedenfalls weder auf meine "urban exploration tours" mitnehmen noch auf Wanderungen und auch nicht auf Flugreisen. Und zu Hause nützt das beste Stativ nicht. Wenn man  es dagegen nie mehr als ein paar Meter weit tragen muss, spielt das keine große Rolle.

Das 190 XPROB dagegen finde ich etwas zu niedrig und für eine "ordentliche" DSLR-Ausrüstung (z.B. eine 7D oder D300) unterdimensioniert. Auch wenn es unter günstigen Umständen ohne Wind und mit einem leichten kompakten Objektiv gemässigter brennweite (oder WW) durchaus ausreichend sein mag.

Denen, die statt dem relativ schweren Manfrotto 055 etwas gleich Stabiles, aber Leichteres haben wollen (und da sage ich noch gar nichts über die Dämpfungseigenschaften von Carbon vs. Alu) empüfehle ich ein Carbon-Stativ.

* Feisol z.B. CT-3401 oder CT3442 http://www.feisol.de/carbon-stative-standard-stative-c-1_12.html  ... ab € 199,-
* Benro z.B. C258m8 http://www.benro.de/  
* oder Velbon, z.B. das GEO N640 oder E640, von dem ich den Vorgänger habe. Das finde ich deshlab am besten, weil teilbare Mittelsäule und Gummi-Füsse mit herausdrehbaren Metall-Spikes bereits im Preis inkludiert sind. bei den anderen muss man das als optionales Zubehör extra kaufen. beim Benro ist dafür m.W. eine Tasche dabei, die Velbon fehlt.

Und detto beim Kugelkopf.

Von den 3 Dimensionen: Stabil - leicht - billig bekommt man da eben immer nur genau 2 aujf einmal. Egal, was man kauft. Muß jeder selbst entscheiden.

Aber zum Thema Stativ ist die Beratungsresistenz ohnehin unglaublich ... ist also eh egal was man schreibt. Die Leute wollen die teuren Erfahrungen mehrerer Fehlkäufe ganz einfach selbst machen. :-)



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Re(5): Stativsuche für EOS 7D
29.03.2010, 12:18:25
272 Euroiroinononnenen für den Kugelkopf allein


leider noch etwas teurer: 316,12 inkl. 19% MwSt kostet der Q3 Traveller, dafür mit Schnellwechselklemme mit lever release. Und vermutlich werde ich mir sogar den noch etwas teureren und schwereren Markins M10 kaufen. Und zwar wegen dem grösseren Kugeldruckmesser von 44mm vs. 38mm beim Q3. Das kann nämlich im Handling von etwas schwereren Lasten durch nichts ersetzt werden, auch wenn der kleine Q3 von der Traglast her ausreichend wäre. :-)

https://www.photoproshop.com/images/markins/markins-qball-usersguide-2007-en.pdf

Damit bin ich bis zum irgendwann kommenden 70-200 2.8 II IS samt Konverter gerüstet. Aber für ein 600/4 [nein, kommt nicht ins Haus ;-)] wärs schon wieder zu mickrig und vor allem müsste dann erst wieder ein noch stabilererer Unterbau her. >:-D

Im Moment bin ich noch in anderen Überlegungen:
* ob ich mir zur 7D mit BG einen passgenauen RRS L-Winkel kaufen soll oder nicht? Einerseits gibts nix Praktischeres [für Objektive ohne eigene Stativschelle, also gesamter WW-Bereich], andrerseits finde sogar ich verdammt teuer, für dieses Stück Alu-Legierung an die 200 Euro auszugeben. Und vor allem: schon am nächsten Body passt der Winkel nicht mehr. :´(
* und wenn, dann doch eher eine RRS Schnellwechselklemme statt der Markins?
* und als Grobmotoriker möchte ich unbedingt eine Klemme mit Durchrutschsicherung ... da bin ich vom preisgünstigen Benro verwöhnt!
* allerdings würde ich die Cam gerne auch von oben in die Schnellwechselklemme einkippen können, nicht nur seitlich einschieben. Da bin ich vom Benro enttäuscht.    
* und was mache ich mit dem Einbein? Ganz weg? Monostat-Fuss nachrüsten? Andere Klemme oben drauf?

Im Prinzip reiner Perfektionswahnsinn ... aber wenn man das erste gekaufte Set nach einiger Praxisnutzung voll verstanden hat, |-D möchte man noch mehr Vorteile haben und die Nachteile wegbekommen. ;-)

Fragen über Fragen ... es ist ein echtes Puzzle ... möglichste wenig, aber hochwertige Teile, die alle voll zueinander passen sollen ... schwierig, weil auch innerhalb der vermeintlich "Arca-kompatiblen" Systeme nicht alles zu allem passt. !:-)



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Re(9): Stativsuche für EOS 7D
30.03.2010, 11:45:22
von RRS kaufe ich mir ziemlich sicher den L-Winkel zur 7D. ;-)

Der RRS Überdrüber-Kugelkopf BH-55 ist mir dagegen zu schwer und fett. Meine Ausrüstung wird niemals Dimensionen annehmen, für dieses Gerät wirklich notwendig ist.

Ich möchte "nur" für das ziemlich fix kommende :-) 70-200 2.8 II ggf. mit Konverter 1.4x oder ansonsten für Objektive bis max. 400mm (z.B. 100-400, 400/5.6) gerüstet sein. Ein 400/2.8 oder gar noch Schwereres werde ich mir dagegen wohl nie kaufen. :-)

Der RRS BH-40 wäre dafür richtig dimensioniert, überzeugt mich aber nicht mehr ganz, seit er beim Traumflieger Test in seiner Klasse keineswegs "stellar" abgeschnitten hat. Mein "Glaube" ist doch etwas erschütttert ... hat sich so ähnlich wie der "Zeiss-Effekt" bei mir ziemlich verflüchtigt. :-)

Dazu kommt, dass der große Hebel am BH-40 und die asymmetrische Form zwar gewisse Vorteile hat, aber auch sperriger als ein klassisch-zylindrisch-schlanker Kugelkopf ist und m.E. unter ungünstigen Umständen mit dem gear obendrauf in Konflikt geraten können.

Deshalb wird es vermutlich ein Markins M10 werden. Das scheint das aktuell stabilste zu sein, was man um 500g Gewicht bekommen kann (Arca Z1 ist leider auch nochmals schwerer). Der Q3 würde haltekraftmässig auch ausreichen und ist deutlich leichter (371g), aber die Kugel selbst ist für mich mit 38mm etwas klein dimensioniert.

Viel schwerer tue ich mir mit der Entscheidungsfindung beim Schnellwechselsystem. Die Klemmen und Platten sind bei RRS geradezu abartig teuer, bei Wimberley auch, Markins; arca Kirk, novofelx sind "nur" sehr teuer. Alles, was dagegen preislich "akzeptabel" ist, also "die Chinesen" Triopo, Feisol, etc. ist dafür um nix besser als mein aktuelles Benro-System. Das hat eigentlich nur den Nachteil, dass man die Platten nur seitlich einschieben kann, aber nicht auch von oben in die offene Klemme "einkippen" kann. Dafür geht nämlich die Klemme um ca. 2/10mm nicht weit genug auf. "Blöd, Mann"!!! >:-D

Und ausserdem kann die Benro-Klemme nicht separat kaufen weil die mit den Kugelköpfen praktisch untrennbar verbunden sind udn einzeln nicht abgegeben werden. Deshalb habe ich am Einbein aktuell eine Novoflex Q-Base Klemme in Verwendung. Die ist an sich auch pipifein, mit den Benro-Platten funktioniert aber die Durchrutschsicherung nicht - deshalb bin ich beim Hantieren am Einbein immer etwas nervös, dass mir die Cam beim Festschrauben oder Abschrauben auf den Boden knallt. Das schätze ich als Grobmotoriker gar nicht.

Darum hätte ich gerne 2 idente Schnellwechselklemmen und genau dazupassende Platten. Von denen brauche ich eh nicht viele:  1x L-Winkel für die Cam, eine leichte reguläre für die Cam, und 1 oder max. 2 Platten für Objektive mit Stativschelle. :-)

Alles zusammen Kopf, L-Winkel, 3 Platten ... kostet am Ende trotzdem abartige € 650. Und da reden wir noch keinen Euro für Panorma-gear oder Makro-gear. Zum Glück lockt mich das nur wenig. ;-)

Dafür ist dann Ruhe im Busch ... zumindest bis ich das nächste Mal ein neues Gehäuse kaufe. Dann ist wieder ein neuer L-Winkel fällig. %-) :´(

Aber ich leiste meinen Beitrag zur Überwindung der globalen Wirtschaftskrise von Österreich bis Korea. Ist doch auch brav, nicht?

Alle Fragen geklärt? :-)



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