Re: Google-Datensammelwut, der Versuch einer Rekonstruktion
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Google-Datensammelwut, der Versuch einer Rekonstruktion
07.06.2010, 08:49:03
(paßt wohl am besten hierher)

Ein Versuch, die Google zur Verfügung stehenden Daten der User zu rekonstruieren und was man damit machen kann. ;-) (weitere Hinweise erwünscht)

Datenquellen:
* Google-Suche
* Google Analytics (besuchte sites, Zusammenhänge)
* Google AdSense (-"-)
* gmail (direkte Analyse der Mails, indirekt Zusammenhänge aus Empfängern/Absendern)
* Buzz (?? verwende ich nicht)
* Google DNS (Nameserver-Lookups von einer IP => besuchte sites und verwendete Domains, natürlich nicht nur Web)
* diverse Google-Appliances (unbekannt, was die sammeln dürfen/können)
* Safe Browsing in Firefox
* Google Toolbar in div. Browsern
* Google Chrome (?? unbekannt, was der sammelt)
* Google-WLAN-Datendiebstahl
* Google Checkout (Bezahlsystem)
* Google Maps
* YouTube
* Android (?? unbekannt, was da gesammelt wird, aber theoretisch alles)

Zu bedenken ist auch, daß Google mit entsprechenden Aufwand per Analytics, AdSense erhebliche Detailinformationen, die bei besuchten Websites eingegeben wurden, extrahieren kann (GET-Parameter in URLs => z.B. welche Art von Wohnung suche ich und wo von einer Immobilien-Plattform).

Möglicherweise erhobene/deduzierbare Daten:
* Hobbys, Interessen, persönliche Kontakte (auch Intensität der jeweiligen Kontakte und über Analyse der Inhalte auch Art des Kontakts)
* persönlicher Mail-/Chat-Verkehr/jeglicher unverschlüsselter traffic (WLAN, eher begrenzt nutzbar, außer natürlich gmail)
* der jeweils aktuelle Standort des Users 24/7 bzw. bei Nutzung eines der o.g. Services, daraus können über Jahre Profile erstellt und regelmäßige Bewegungen deduziert werden (z.B. geht 3x pro Woche ins Fitness-Center).
* Kaufgewohnheiten
* Schlafrhythmus
* Sexuelle Orientierung
* Leiden/Krankheiten/Hypochondrie (Google-Suche reicht)
* Religion und Intensität der Glaubensausübung bei Nutzung entsprechender Websites (möglicherweise Unschärfe wenn man recherchiert)
* Urlaube/längere Abwesenheiten/Auslandsaufenthalte (auch ziemlich sensible Informationen...)

All diese Daten können natürlich unbegrenzt über viele Jahre gespeichert, genutzt, verkauft werden, da eine staatliche Kontrolle nicht möglich scheint. Vielleicht kann man sich ja bald eine detailierte Biographie bei Google bestellen. ;-)




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