Kellerdeckendämmung
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Re(6): Kellerdeckendämmung
24.03.2013, 15:37:31
Ich habe mich im Rahmen meines Architekturstudiums an der TU-Wien / Karlsplatz ausgiebig auch mit Wärmeoptimierung und deren Rentabilität beschäftigt.
Fraglich ist auf welcher Basis man optimieren will und soll ???

A) nach optimaler Geldanlage
Wobei auch die Zeit (Laufzeit an Jahren) in die Berechnung eingeht:
a) noch zu erwartende Lebensjahre einer Privatperson als Anwender ...
b) für eine Firma:  x Jahre lauft die Produktion im Gebäude A - danach ist dieses zu klein und die Produktion wandert an eine andere Adresse (Gebäude B) aus ...
c) für einen Fabrikanten: y Jahre arbeitet er noch, danach geht er in Pension > also Wärmedämmungs-Rentabilität für Berechnung von y-Jahren ... (hinter ihm die Sintflut ...)

B) auf bauphysikalischer Basis Optimierung der Wärmedämmung

C) auf volkswirtschaftlicher Basis Optimierung der Wärmedämmung

> in dieser Reihenfolge von A bis steigend C  steigt dann auch die Dicke einer anzubringenden Wärmedämmung !!!

am Rande noch bemerkt:
z.B. bei kombinierten Heizungs-Systhemen wie etwa: Wärmepumpe + ab einer gewissen tieferen Temperatur muss konventionell geheizt werden (Öl, Gas, ...)
> ergiebt dann eine VIERDIMENSIONALE matematische Problematik der Berechnung der Dämmstoffdicke ....
(Da scheiden sich dann die Geister der Wissenschaftler !!!)

Nach der Öl-*TRÖT* wurden in Österreich (wenn ich mich richtig erinnere) 10 Institutionen von der Politik beauftragt Wärmerentabilitäts-Berechnungen für Dicken an anzubringendem Dämmstoff zu erstellen - und mit Geldmitteln an zig Millionen von ÖS für diese Berechnungen ausgestattet.
Manche dieser Institutionen ließen bis zur Hälfte deer Berechnungsfaktoren unter den Tisch fallen, da die Berechnungs-Problematik IMENS sich gestaltet !!! ...


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Re(6): Kellerdeckendämmung
28.03.2013, 12:48:47
Mein Hinweis ist natürlich nicht auf die Dicke einer Kellerdecken-Dämmung alleine bezogen!

1.) Ein freistehendes Einfamilienhaus mit ca. 25cm Vollziegel-Außenwänden und ohne jedliche "besondere" Zusatz-Dämmung (Häuser wie sie etwa bis Ende der 50er Jahre gebaut worden sind) - mit Öl-Heizung oder ähnlichem - kann 2000,- bis 3000,- Euro Heizkosten pro Jahr verbrauchen.
2.) Das selbe Haus mit 10cm Vollwärmeschutz (eingewickelt) benötigt etwa Euro 1000,- Jahresheizkosten.
3.) Das selbe Einfamilienhaus mit 20cm Wärmedämmung und zusätzlich "solarem Gewinn" kann mit Euro 150,- Jahresheizkosten auskommen !!!

SOLARER GEWINN könnte die Heizkosten drastisch reduzieren z.B. mit der Maßname:
Haus ist zweigeschoßig (die meisten neueren Einfamilienhausbauten) - Anfügung direkt an die Außenwand von einem GLASHAUS, Höhe über beide Geschoße  (> südöstlich bis südwestlich vom Gebäude orientiert ist solarer Gewinn möglich, solange Sonnenstrahlen das Glas bestrahlen). Das System funktioniert auch schon mit einer Glashaus-Grundfläche von nur 10m²). Glashaus ausgestattet mit Wärmeschutz-Isolierglas zu allen Wand-Seiten, auf die Sonnenstrahlen auftreffen.
Die Bodenplatte soll gegen das Erdreich (oder auch die Außenluft - wenn der Bauteil aufgeständert ist) besonders gut isoliert sei - mind. 30cm Dämmstoff-Dicke. Für Bodenbelag: Rohdecke + Betonanstrich oder verklebter Hartbelag (Fliesen, Klinker, Terazzo, ...) Je dunkler die Bodenfläche ist (und auch die massive Hauswand im Glashaus) desto größer ist der solare Gewinn !!! Alternativ und oder zusätzlich könnte man auch z.B. große dunkelblaue Behälter im Glashaus aufstellen die mit Wasser voll gefüllt sind. Vom Haus zum Glashaus bedarf es großer Öffnungen in beiden Geschoßen und freihes Luftvolumen verbunden mit der internen Stiege im Hausinneren - sodaß die im Glashaus entstehende warme Luft oben ins Hausinnere eindringen kann, über die Stiege hinunter (etwas abgekühlt) wieder in das untere Geschoß absinken kann und dort wieder hinein in das Glashaus zirkulieren kann. Nordseitig und ungünstig gelegene Räume kann man z.B. ankoppeln über Luftkanäle (Zuluft (direkt aus dem Glashaus) + Abluft-Öffnung) + langsam und sehr leise laufende Gebläse (eine geöffnete Türe alleine ist zu wenig). Am späten Abend - wenn die Luft im Glashaus zu kühl geworden ist - muss man nur noch die Türen Glashaus/Gebäude schließen - um Abkühlung der Innenluft über das Glashaus zu vermeiden.

Man könnte auch in der Luftzirkulation ein Ventil einbauen: oben im Glashaus Wandöffnung ins Hausinnere mind. 1,5m² - innen Drahrgitter vor dieser Öffnung + sehr dünne PVC-Folie - innen vor dem Gitter - herunterhängend. Wenn die Luft im Glashaus von der Sonne erwärmt wird, hat sie die Tendenz ins Haus hineinzuzirkulieren und die sehr leichte Folie flattert im Luftzug vom Gitter weg. In der Nacht, wenn die Luft im Glashaus sich zu sehr abgekühlt hat und die Luft im Hausinneren wärmer ist - gäbe es den umgekehrten Fall - Zirkulation der Luft in anderer Richtung - jedoch wird jetzt die Folie gegen das Gitter gedrückt und verhindert den Verlust an Wärme über das kühlere Glashaus in der Nacht.

Ein angebautes Glashaus dieser Konstruktion kann eine Heizkosten-Ersparnis von 60% - im günstigsten Fall - bis zu knapp 80% erbringen !!!


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Re: Kellerdeckendämmung
17.03.2013, 12:50:50
Also in Wien ist die Verwendung von brennbaren Wärmedämm-Materialien wie Polystyrolschaum-Platten für Innendämmungen an Wänden und Decken nicht erlaubt, in Nieder-Österreich schon (wenn diese Bestimmung in N.Ö. nicht in den letzten Jahren geändert worden ist)!!!
Nur als Trittschallschutz-Material sind Polystyrolschaum-Platten in Wien erlaubt, wenn sie einen ausreichenden Brandschutz-Überzug von (wenn ich mich richtig erinnere) F90 haben.

Prinzipiell müssen Anwendungen als Maßmahmen-System eine "Bautechnische Zulassung" für jedes einzelne Bundesland haben !!!
z.B. für: "wärme- und schall-dämmende Gipskarton-Vorsatzschale für Innendämmung".
Der Gesetzgeber schreibt dabei eben vor, dass als Wärmedämm-/Schalldämm-Material im Bundesland Wien nur nichtbrennbarer Faserdämmstoff (Glaswolle und Steinwolle) verwendet werden darf !!!

Solche Verschriften sind eben nach Vorfällen mit Toten entstanden. z.B. In Wien gab es noch unter der Kaiserzeit den verheerenden Ring-Theater-Brand. Dieses Bauwerk befand ich damals gegenüber der heutigen Börse. Die Außentüren öffneten sich nur nach innen schwenkend !!! Hinter den Türen lagen nach dem Brand hunderte Menschen übereinander, die dem Brand entfliehen hatten wollen. Die Masse an nachdrängenden Menschen verhinderte das Öffnen der Türen und alle kamen an Rauchgasvergiftung um´s Leben. Es gab damal europaweit den ersten Prozess dieser Art gegen alle für das Gebäude und dessen Bau verantwortlichen und um die 15 Pesonen sind danach zu Haftstrafen verurteilt worden. In der Folge wurde diese Bautechnische Vorschrift erlassen: Bei Gebäuden mit Aktivitäten und dadurch größeren Personenansammlungen müssen sich alle Türen in Fluchtrichtung öffnen (ansonsten wird jedliche Veanstaltung und auch von vorneherein jedliche Benützungsbewilligung dieser Art - für eine einzelne Aktivität oder für die Benutzung des Gebäudes generell - untersagt) !!!

Dieser Beitrag bezieht sich auf eine ältere Version des beantworteten Postings!
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Re(3): Kellerdeckendämmung
01.04.2013, 15:18:30
Meine Meinung zu den Dicken an Dämmstoff:

1.) Hat man die Möglichkeit ein Glashaus für solaren Gewinn (Richtung von SÜD-OST bis SÜD-WEST) an ein Einfamilienhaus anzubauen, so reichen 20cm Dämmstoff.
2.) Ist obriges nicht möglich - würde ich 30cm Dämmstoffdicke vorschlagen.

Prinzipiell ensteht bei sehr großen Dämmstoffdicken ein "Bunkerklima" - das System ist sehr träge - kühlt nur sehr sehr langsam aus. Der menschliche Organismus ist aber für einen Tages-Wandel an Umgebungstemperatur optimiert - fühlt sich dann wohler und ist auch dann leistungsfähiger. Man kann aber auch unterschiedliche Temperaturbereiche in mehreren Räumen eines Einfamilienhauses konzipieren und wechselt dann von Raum zu Raum, um den Körper nicht mit einer völlig gleichbleibenden Umgebungstemperatur über 24 Stunden zu stressen (besonders für die Schlaf-Phase ist eine viel niedrigere Raumtemperatur sehr wichtig) !!!

Ich würde auch darauf achten - für Außenwände die Luftumschlossen sind (oberhalb des Erdreiches), für den Dämmstoff luftdurchlässiges Material zu verwenden (also möglichst keine Polystyrolschaumplatten) z.B. Faserdämmstoff wie Glas- oder Steinwolle, oder auch Kork zu verwenden.

Im Fall von sehr luftdichten Wärmedämmplatten - dann zusätzlich eine mechanische Zu- + Abluft-Anlage mit Wärmepumpe einbauen! Über die Wärmepumpe wird der Abluft die Wärmeenergie entzogen und damit die Zuluft wieder aufgeladen - somit bleibt die Wärme im Haus drinnen erhalten; Abluft: im Küchen- Bad- u. WC-Bereich; Zuluft: im Wohn- u. Schlafbereich; Verrohrung verlegen: im Erschließungsbereich (Stiegenhaus, Gänge, Vorräume) unter der Decke  >über abgehängten Gipskartonplatten. Eine solche Anlage kostet etwa 6000 bis 7000,- Euro.
Für so eine Anlage noch sehr empfehlenswert:
Zuluft-Verrohrung: Kanalrohre Durchmesser 40cm und in einer Länge von etwa 20m unter der Keller-Bodenplatte ca. einen Meter tief eingraben. Damit ist die Zuluft im Winter vorgewärmt und im Sommer vorgekühlt !!!

Für Außenwände, die niemals Sonne abbekommen, empfielt sich in jedem Fall 30cm Dämmstoffdicke! Fenster in solchen Wänden eingebaut, wären günstiger mit DREIFACH-Isolierglas vor Wärmeverlusten geschützt! An Fenstern die zumindest einige Stunden sonnen-beschienen sind, sollte man niemals Dreifach-Isolierglas verwenden - der mögliche SOLARE Gewinn wird ansonsten erheblich unterbunden !!!

Einfamilienhausbauten müssen nicht immer massive Außenwände (Ziegel, Beton) haben! Ständer-Konstruktionen (Holz-, Metall-, Beton-Pfeiler), wobei dann in der Ausfachung der Außenwand die dickste Wandschicht die Wärmedämmung bildet - ergeben dünnere Außenwände !!!
Oder auch: In Vorarlberg werden Massiev-Leimholz-Platten - Dicke: 9,4cm, geschoßhoch und in Wunschgröße, Fensteröffnungen bereits ausgeschnitten - für statisch tragende Hauswände produziert - "Massievholz GmbH KLH". In Weitersfeld im Waldviertel erzeugt ein Zimmermanns-Betrieb ähnliche tragende Leimholzplatten - Größe über ganze Wandscheiben und Montage mit Helikopter ist möglich - wenn notwendig (z.B. große u. hohe Hauseinfaht) Einbindung von Stahlbauteilen in die Holzkonstruktion möglich.

Wie ich schon angegeben hatte:
Das Krankenhaus "Klinik HERA" in 1090 Wien - dessen Fassade jetzt in blühendem WEISS erstrahlt - wurde mit 20cm Dämmstoff eingewickelt. 2x 10cm Steinwolle der Fa KNAUF, Produkt: PTP-S-035 / FKD-S C1 (Plattengröße: 800 x 625 x 100mm; Lamdawert: 0,038 W/mK; Ean-Code: 9 002824 531693)

22.04.2013, 14:50 Uhr - Editiert von Atschy, alte Version: hier
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