Re: Hat wer Erfahrungen mit Fujitsu RAID Controllern?
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Re: Hat wer Erfahrungen mit Fujitsu RAID Controllern?
13.09.2017 16:11:06
Mit durch Fujitsu rebrandeten Exemplaren habe ich zwar keine konkrete Erfahrung, aber: LSI/Avago/Broadcom in den Serien 200x, 210x, 220x, 300x und 310x koennen meiner Erfahrung nach, je nach BIOS/Firmware-Release, Treiber und Bestueckung, *sehr* problematisch sein. Auch fuer mittlerweile bis zum Ende gereifte Produktreihen wie den LSI2008 gibt es kein finales Firmware-Release, das (mit Linux als Kernel bzw. OS) voellig problemlos arbeitet - aus diesem Grund bleiben wir beim Release P17 der Firmware, die sich (nach einigen schmerzvollen Experimenten mit anderen Versionen) als die fuer unseren Einsatzzweck stabilste (eigentlich: einzig stabile) erwiesen hat. Man muss hoellisch aufpassen, dass man nicht eine Kombination aus Treiber und Firmware in Betrieb nimmt, die unter irgendwelchen obskuren Bedingungen ploetzlich ausflippen und entweder die I/O-Performance ins Bodenlose sinken lassen, oder gar Daten fressen. Auch beim 3008er war das ganz aehnlich; vor dem P8-Release der Firmware konnte man darauf gar nichts mit akzeptabler Verfuegbarkeit betreiben. Offiziell dokumentiert ist sowas natuerlich nicht, wobei bei LSI zumindest die Changelogs halbwegs aussagekraeftig sind - wenngleich fuer gewoehnlich auch immer so viele potenziell katastrophale Probleme behoben werden, dass einem schwindlig werden moechte ;)

All den LSI-Controllern (auch mit Rebrands von Marken wie Supermicro etc.) ist gemein, dass man die Controller zur Not "mit dem Holzhammer" auf ein Firmware-Release von LSI flashen kann, und somit nicht auf den Produkt-Support des Relabelers angewiesen ist - mit Gewaehrleistung oder gar Garantie schaut es dann aber ggf. duester aus. Zum Flashen von "Upstream"-Firmware muss man mit dem allerersten Release des Flash-Tools fuer das jeweilige Modell unter purem DOS oder in der EFI-Shell (die Linux- und Windows-Binaries koennen das nicht, obwohl sie die Option grundsaetzlich auch anbieten) das Firmware-Image komplett ausrupfen; danach kann man ein beliebiges anderes, mit dem Controller kompatibles ROM drueberbuegeln. So ist es auch moeglich, zwischen den IR- (Integrated RAID) und IT-Modi (Integrated Target; damit wird der Controller ein simpler SATA/SAS-HBA) hin- und herzuflashen.

WENN die HBAs (IR betreiben wir nur bei Controllern, die keinen IT-Mode anbieten - so etwa die 2208-Serie) denn einmal ordentlich laufen, ist die Performance durchaus in Ordnung, auch wenn die Treiber etwas picky bei der Interpretation von Standards sind - eine SATA-SSD an einem 3008er HBA kann man bspw. nur dann mit DSM/"TRIM" behandeln, wenn sie eine Reihe von Feature Flags (u. A. "Deterministic read ZEROs after TRIM") erfuellt, die anderen HBAs (der der Intel C600 SB z. B.) dahingehend egal sind. Auch mit dem Einhalten von HPA-Limits sind die Controller, je nach Firmware-Release, nicht immer so genau wie man das braucht, wenn man das Feature verwendet.

Hardware ist leider einfach muehsam ;)
echo "[q]sa[ln0=aln256%Pln256/snlbx]sb729901041524823122snlbxq"|dc

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