Gaming PC bis 1000€
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Re(4): Gaming PC bis 1000€
24.09.2026, 10:33:41
Aber für Minecraft?

Meiner Erfahrung nach bleibt es bei einem 13-Jährigen, der sich einen Gaming-PC wünscht, nicht lange bei Minecraft. Wahrscheinlich läuft auf dem Familien-PC oder Papas altem Notebook nichts Fordernderes.
Gebraucht wird auch die einzige Möglichkeit sein, im Preislimit von 1000 Euro
noch eine Grafikkarte unterzubringen.

Der Gebrauchtmarkt sieht dank hohem Angebot gar nicht mal so schlecht aus. Ich habe auf willhaben für 1.000 Euro einen PC mit Ryzen 5 5600X, 32 GB RAM, 2TB SSD und einer RTX 3080 gefunden.
Persönlich würde ich auf den langfristigen Trend setzen und hoffen, dass es
sich bis zur nächsten Grafikkartengeneration schon wieder etwas entspannt hat.

Ich habe zum Glück einen AM4 PC mit 32 GB RAM und hoffe, dass der noch 2-3 Jahre durchhält. So lange wird es mindestens dauern, bis das Speicherangebot die Martknachfrage wieder decken kann.
Grafikkarte, also erstmal weglassen, also APU

Sehe ich anders. Lieber gebraucht oder nur mit 16 GB RAM kaufen und dafür gleich eine Grafikkarte haben, die moderne Spiele zumindest mit reduzierten Details flüssig darstellen kann.
Die Gefahr ist groß, dass Minecraft abgelöst wird und in wenigen Monaten nochmal eine Investition für eine Grafikkarte ansteht.
wenn die Grafikkarte eh schon gesetzt ist wird in diesem Preislimit aktuell halt schwierig.

Denke ich gar nicht. Einen brauchbaren PC mit R5 7500F, 16GB RAM, 1TB SSD und ohne Grafikkarte bekommt man mit 700-750 Euro im Eigenbau hin. Für den Rest des Budgets muss dann nur noch die Grafikkarte gebraucht gekauft werden. Da geht sich mindestens eine 6700 XT aus und damit macht man schon deutlich größere Sprünge als mit einer APU.

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Re(5): Gaming PC bis 1000€
24.09.2026, 19:47:57

Meiner Erfahrung nach bleibt es bei einem 13-Jährigen, der sich einen
Gaming-PC wünscht, nicht lange bei Minecraft.


Ich kann da jetzt zwar nur für meinen Sohn sprechen, aber der spielt schon seit seinem Raspi 400 (den gabs Weihnachten 2020, da war er zehn) hauptsächlich Teeworlds bzw. inzwischen DDraceNetwork. Auf dem Raspi ging halt nicht viel mehr (ok, Minecraft ;) der hat sich schon mit 60 fps schwergetan, für FHD hats eher nicht gereicht. Das ging dann mit dem Thinkcentre (glaub da war ein 4350G drin). Der "Gaming-PC" in 2024 hats mit dem 8600G dann in klar dreistellige Bereiche gebracht, die Grafikkarte ein Jahr später nachzureichen wäre eigentlich gar nicht nötig gewesen, denn nach ein paar kurzen Ausflügen zu anderen Spielen ists doch zu 99% bei DDnet geblieben - das jetzt deutlich vierstellige FPS liefern könnte. Ich glaube aber er hat inzwischen ein VSync-Cap auf die 240 Hz seines Monitors drin.

Minecraft gabs nur ganz zu Anfang, das ist tatsächlich relativ früh uninteressant geworden, bei Fortnite hats etwas länger gedauert, aber das seh ich auch nur noch sehr selten.

Wahrscheinlich läuft auf dem Familien-PC oder Papas altem Notebook nichts
Fordernderes.


Genau das ist die Kernfrage - was hat er denn jetzt? Den alten PC vom großen Bruder ( https://forum.geizhals.at/t872013,7554511.html#7554511  ), ggf. aufgerüstet, oder was anderes, oder gar nichts?

Denn wenn das noch halbwegs aktuell sein sollte (so ab Zen2/3 bzw. Rocket/Alderlake) würde ich keinen kompletten Gebraucht-PC kaufen, mit dem man sich ansonsten nicht wirklich verbessert, da würde auch nur die gebrauchte Grafikkarte reichen, ggf. mit einem (möglichst ebenfalls gebrauchten) kleinen Speicher-Upgrade. Aber wenn es andererseits ein Komplett-PC sein muss - dann würde ich heute nur das nötigste kaufen, das aber neu, so dass man später bei irgendwann wieder gesunkenen Preisen noch sinnvoll aufrüsten kann. Meinetwegen auch mit einer gebrauchten Grafikkarte - aber nicht sofort und auf Verdacht. Es kann auch sein dass es einige Zeit dauert, bis es wirklich Bedarf nach mehr gibt, oder auch gar nicht, siehe oben.

Der Aufpreis eines 8600G zum 7500F ist echt überschaubar. Höherer Basistakt dank effizienterer CPU und Nachteile gibts außer dem kleineren L3-Cache nicht wirklich, denn PCIe5 wird man auf den Brettern, auf denen man sowas im Normalfall einsetzen dürfte, eh nicht haben.

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Re(6): Gaming PC bis 1000€
25.09.2026, 08:02:24
Dann gehen wir davon aus, dass die iGPU für Spiele noch 1-2 Jahre reicht. Preis, PCIe 5.0 Support und CPU Leistung in Spielen sind kein Grund den 8600G nicht zu nehmen. Der kleine Cache schon eher. Das größte Hindernis sehe ich darin, dass du fast ein 32 GB RAM nehmen und dafür 450 Euro ausgeben musst, also fast die Hälfte des Gesamtbudgets.

Bei der Kombination aus 7500F und gebrauchter Grafikkarte kann ich einen 16 GB Riegel im Single-Channel betreiben und verliere 3-5% Leistung in Spielen. Später, wenn RAM günstiger wird, kann man einen zweiten Riegel dazu kaufen und hat 32 GB im Dual-Channel.

Mit dem 8600G kann ich das nicht machen. Im Single-Channel verliert die iGPU 30-50% Leistung. Natürlich könnte man statt dem einen 16 GB Riegel für ca. 30 Euro mehr ein Dual-Channel Kit nehmen. Allerdings sind 16 GB für Systemspeicher inkl. VRAM schon etwas knapp.

Beim Mainboard wird die Auswahl auch enger, da du ein Board mit 4x RAM Slots nehmen musst. Bei Vollbestückung mit 2x8 GB müsstest du für ein Upgrade das Kit sonst verkaufen und komplett neuen RAM beschaffen.

Du hast mit Stand heute mind. 60 Euro Mehrkosten für 8600G + Dual-Channel Kit und bist weniger flexibel in der Wahl des Mainboards. Alternativ verlierst du massiv GPU-Leistung oder musst in den sauren Apfel beissen und ein teures 32 GB kaufen, was sich für einen "Minecraft-PC" nicht lohnt, da du für den Aufpreis bereits eine Grafikkarte vom Kaliber RX 6700 XT bekommst.

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Re(9): Gaming PC bis 1000€
02.10.2026, 02:33:54
der mit seinen hohen Latenzen nicht besonders attraktiv aussieht.


Das sind keine hohen Latenzen. Das sind die JEDEC-Standard-Timings für DDR5-5600 in Speed Grade B. Den z.B. auch Crucial auf seinen "6000er" Pro Overclocking Modulen verbaut. Und ihnen im 5600er-Profil ohne Overvolting auch gerade mal einen einzigen Zyklus weniger erlaubt.

Der Unterschied zwischen JEDEC- und XMP/EXPO-Modulen ist nun mal, dass erstere mit der Geschwindigkeit und Latenz beworben werden, die der Hersteller der Chips ihnen zugesteht. Und letztere mit den Werten, die der Hersteller der Module mit Overclocking und Overvolting für vertretbar hält. Woran man sich ja auch selbst im BIOS herantasten kann, wenn man das möchte.

mehrere hundert Euro für eine verkrüppelte Lösung


Wir haben einfach unterschiedliche Herangehensweisen an dieses Optimierungsproblem: Du nimmst das Budget als gegeben und versuchst die Leistung zu optimieren. Falls man mittel- bis langfristig mit konstanten oder sogar weiter steigenden Preisen rechnet, kann man das auch so machen.

Ich nehme die gewünschte Leistung als gegeben und versuche das Budget zu optimieren, weil ich das nicht glaube und deshalb hier und heute zum aktuellen Preisniveau so wenig Geld wie irgendmöglich verbrennen wollen würde.

Deshalb habe ich weiter unten auch schon den Mini-PC mit dem Ryzen 7 255H empfohlen. Ja, das ist hochfeines Chinesium. Aber für nicht mal 300 Euro? Wie schon die China-Gadgets-Seite so reißerisch titelt - no brainer deal.
Damit ist man erstmal die nächsten ein, zwei Jahre versorgt und bis dahin sieht wahrscheinlich vieles schon wieder ganz anders aus.

02.10.2026, 02:38 Uhr - Editiert von someonelikeme, alte Version: hier
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