Soviel zum Thema "Die Daten werden nicht an Microsoft übermittelt"
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Re: Soviel zum Thema "Die Daten werden nicht an Microsoft übermittelt"
Fly
07.03.2003, 11:51:03
Was mich wesentlich mehr zittern lässt ist, was sich da zwischen den Zeilen lesen lässt.

Die Daten werden verschlüsselt zu MS übertragen. Gut, lässt man sich ja noch einreden. Aber jetzt kommt's.

Also hängen wir uns einfach (!) vor den zu verschlüssenden Datenstrom und lesen mal mit, was an die WinInet API übergeben wird bevor's verschlüsselt wird.

Jetzt stellen wir uns mal vor, wir sind Programmierer mit genug krimineller Energie. Gibt's zuhauf. Wir proggern uns mal ein kleines Programm, das nachschaut, was denn alles an die Schnittstelle übergeben wird und mitlogt, wenn dabei eine gesicherte Verbindung aufgeht. Kommt dabei 'ne 16-stellige Zahl wird der Pulk mal eben sicherheitshalber auch gesammelt und bei Gelegenheit in 'ne NG gepostet. Nicht grad in 'ne öffentliche, aber es gibt ja auch public NS, die das Erstellen von NGs erlauben.

Oder wir sind mal gierig und posten überhaupt alles, was da an geschützte Verbindungen geht, vielleicht kommen ja auch ein paar Passwörter dabei mit.

Dann warten wir mal bis die Leitung nicht allzusehr glüht und ab damit in die NG.

Den Zauber verpacken wir nett in einem kleinen "führmichausichbinlustig" Programm und ... mailen's rum, stellen's in NGs, whatever. Das Ganze zum Mailwurm zu machen is' auch nicht das Drama.

Warum code ich Trottel unter Linux? Es is' ja wirklich wahr, für Windows Code zu klopfen führt schneller zu Reichtum. Nicht ganz so legal, aber...

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Re(3): Soviel zum Thema "Die Daten werden nicht an Microsoft übermittelt"
Fly
08.03.2003, 02:45:41
(*leiselächel*)

Mit illegalen Windowsspielereien viellecht.

Wenn ich mir allerdings die Anzahl der verfügbaren "professionellen" Windowsprogrammierern vorstell und die er verfügbaren "professionellen" Unix/Linuxproggern danebenstelle...

Fakt ist, jeder, der schon mal von Visual Basic gehört hat nennt sich Windowsprogrammierer. Und spannenderweise noch nicht mal SO sehr zu unrecht. Viel mehr als 'n Crashkurs in VB braucht's tatsächlich nicht mehr, um ein kriechfähiges Programm unter Windows hinzustellen. Na mein Gottchen, muss der Anwender halt 'n besseren Prozessor kaufen. Tatsächlich ist VB inzwischen in der Lage, so ziemlich jeden Teil der WinAPI aufzurufen, und viel mehr braucht's für "normale" Anwendungen meist nicht.

Die WinAPI hat aber ein bisserl was von Cthuluh-Mythos im gleichnamigen RPG: Je mehr man davon weiss und je mehr man vom System versteht und je mächtiger man ist, desto mehr schwindet die geistige Gesundheit, weil man immer mehr sieht dass das, was nicht sein DARF im Prinzip Realität ist...

Anders gesagt hat das, was man dabei lernt mit dem, was mit dem System dahinter zu tun hat, herzlich wenig zu tun. Und das ist das Problem: Der Programmierer WEISS im Endeffekt nicht mal, was er tut. WinAPI Programmierung ist im Endeffekt auf ein Formularausfüllen reduziert, in der Hoffnung, dass der Bürokratieapparat von Windows daraufhin tut, was man hofft zu erreichen. Und die Hälfte der Formulare sind undokumentiert und "für den internen Gebrauch". Darauf pfieff ich!

Und da wundert man sich, dass Programme entstehen, die unvorhersehbare Effekte produzieren? Also ich wunder mich nicht.

Ich will sicher nicht tauschen. Ich hab's ganz gern, wenn ich weiss was ich da eigentlich mache, und vor allem auch, warum.

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