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Frage an einen Rechtsanwalt
26.08.2003, 13:13:36
Hab ein paar rechtliche Fragen, hoffentlich lesen hier auch ein paar Rechtsanwälte od. angehende Rechtsanwälte im Forum mit.

Es ist folgendes:

Die Mutter eines Freundes ist scheinbar mit einem Lover durchgebrannt und abgehauen. Der Vater und die Mutter des Freundes sind ca. 30 Jahre verheiratet und waren kurz davor in ihr gekauftes neu renoviertes Haus umzuziehen.

Sie hat zu seinem Vater gesagt sie führt die Koffer in das neue Haus hinüber und ist seit dem nicht mehr aufgetaucht. Ist ca. 1 Woche her. Sie hat ihre Sparbücher, Kreditkarten, Versicherungskarte... alles mitgenommen! Also schaut es recht geplant aus. Auch in der Familieneigenen Firma, in der sie ja auch seit ca. 25 Jahren angestellt war ist sie unentschuldigt auch nicht zur Arbeit erschienen.

Nach einigen Ermittlungen ist die Familie drauf gekommen dass sie mit einem Lover in ein Hotel in Gastein gefahren ist, wo die Familie des öfteren im Winter den Winterurlaub verbracht hatte. Doch sie ist dort auch nicht alleine. Der Vater meines Freundes hat die Hotelverwaltung angerufen, dessen Besitzerin er natürlich kennt und diese hat ihm erzählt dass seine Frau dort ist, aber mit einem Herrn Namens xxx. So ist er draufgekommen mit wem sie dort ist.

Dar Mann der mit Ihr dort ist, ist ebenfalls einfach von zu Hause abgehauen und hat seine Frau mit seiner Pflegebedürftigen Schwiedermutter sitzengelassen! Seine Frau hat nichtmal ein Auto um in die Arbeit zu kommen da er damit unterwegs ist.

Die Mutter meines Freundes ist mit einem Firmenauto der Familieneigenen Firma abgehauen. Keiner weiß jetzt was sie vor hat, scheinbar wird sie nicht mehr zurückkommen.

Wird wahrscheinlich in einem Gerichtlichen Verfahren enden da sie sicher versuchen wird soviel Geld wie möglich herausholen will! Den Zugriff auf die Firmenkonten und sonstige Konten hat man ihr bereits gesperrt. Wird sich erst herausstellen wieviel Geld sie davon schon abgezweigt hat.

Jetzt meine Frage an die Rechtsanwälte unter euch:

Wie schauts im Falle einer Scheidung mit den Ansprüchen der Mutter des Freundes aus. Die Firma gehört seinem Vater. Läuft also alles auf Namen seines Vaters. Kann sie darauf irgendwelche Ansprüche haben? Das neue Haus gehört zur Hälfte dem Vater und zur Hälfte der Mutter meines Freundes. Da wird sie sicher was davon bekommen bzw. sich das ganze auszahlen wollen. Kann man da was dagegen machen? Der Vater des Freundes hat gemeint dass sie nie irgenwas von ihrem Geld in das neue Haus hineingesteckt hat! Kann das gegen Sie helfen? Bzw. was kann man da machen?

Hört sich an wie in einem schlechten Fernsehfilm, ist aber wahr!

Habt ihr ein paar Tipps wie die Familie jetzt am besten vorgehen soll?

Bitte nur ernstgemeinte Kommentare!
Danke!

  

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.  Re: Frage an einen Rechtsanwalt  (Harti am 26.08.2003, 15:17:56)
.  Re: Frage an einen Rechtsanwalt  (AVS am 26.08.2003, 15:20:26)
..  Re(2): Frage an einen Rechtsanwalt  (Clown am 26.08.2003, 19:15:01)
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......  Re(6): Frage an einen Rechtsanwalt  (mIstA am 26.08.2003, 21:20:50)
.  Re: Frage an einen Rechtsanwalt  (Clown am 26.08.2003, 19:25:18)
.  Re: Frage an einen Rechtsanwalt  (Tom@33 am 26.08.2003, 21:07:12)
.  Re: Frage an einen Rechtsanwalt  (mIstA am 26.08.2003, 23:41:33)
..
Fortsetzung... [Re(2): Frage an einen Rechtsanwalt]
26.08.2003, 23:43:46
Ich selbst bin zwar weder Anwalt noch sonstiger Jurist, trotzdem möchte ich hier auch meinen - hoffentlich hilfreichen - Senf dazugeben.  |-D


Ist ca. 1 Woche her. Sie hat ihre Sparbücher, Kreditkarten, Versicherungskarte... alles mitgenommen! Also schaut es recht geplant aus.

Also zumindest die aufgezählten Dinge sind im Allgemeinen doch recht schnell gepackt; die Familie (inkl. der Kinder) jedoch ohne irgendein Lebenszeichen zurückzulassen, deutet für mich dagegen nicht auf eine wirklich gründliche und durchdachte Planung hin. Umso mehr, wenn ggf. die Absicht besteht, im Rahmen einer Scheidung möglichst viel rauszuschlagen, es also ohnedies kein Verschwinden für immer sein kann.  :-(


Auch in der Familieneigenen Firma, in der sie ja auch seit ca. 25 Jahren angestellt war ist sie unentschuldigt auch nicht zur Arbeit erschienen.

Was zwar unmittelbar nach dem Verschwinden sicher von Bedeutung war, aber angesichts der mittlerweile ermittelten Fakten sicher ohnehin niemand erwartet hätte, denk ich.  ;-)


Dar Mann der mit Ihr dort ist, ist ebenfalls einfach von zu Hause abgehauen und hat seine Frau mit seiner Pflegebedürftigen Schwiedermutter sitzengelassen! Seine Frau hat nichtmal ein Auto um in die Arbeit zu kommen da er damit unterwegs ist.

No bravo! - Warum müssen unter Eheproblemen eigentlich immer möglichst viele unbeteiligte Unschuldige leiden?  >-(
Nachdem die beiden damit ja offenbar mit 2 Autos unterwegs sind, spricht das aber auch eher gegen eine von langer Hand vorbereitete, gründlich geplante Aktion.


Keiner weiß jetzt was sie vor hat, scheinbar wird sie nicht mehr zurückkommen.

Wohin zurückkommen?  ?-)  nach Hause? - in ihre Ehe? - zu ihrem Sohn? - an ihren Arbeitsplatz (so sie noch einen hat)? - zum örtlich zuständigen Gericht?  ?-)

Das sind schließlich zum Teil grundverschiedene Dinge, die man einerseits sicher nicht einfach in einen Topf werfen kann und die andererseits wieder keineswegs nur von ihr abhängen!  :-)
Selbst wenn sie inzwischen zur Besinnung gekommen wäre und klar erkannt hätte, was sie da in ihrer Verblendung getan hat, könnte es doch auch sein, daß sie sich vielleicht nicht zurücktraut?!  ?-)
Sollte sie tatsächlich nie mehr zurückkommen wollen, und in einem halben Jahr einer einvernehmlichen Scheidung zustimmen ohne weitere Ansprüche zu stellen, dann wäre das für Deinen Freund sicher ziemlich schlimm.  :-(  Im Vergleich zu einem endlosen Rosenkrieg aber - nüchtern betrachtet - auch akzeptabel.


Wird wahrscheinlich in einem Gerichtlichen Verfahren enden

Das wäre selbst eine einvernehmliche Scheidung.

da sie sicher versuchen wird soviel Geld wie möglich herausholen will!

Daß sie das, was ihr zusteht, auch einfordern wird, ist sicher sehr wahrscheinlich und natürlich auch ihr gutes Recht. Solange sie nur soviel wie möglich will, läßt sich das ganze außerdem immer noch recht sauber mit einem (wirklich) fairen Angebot lösen; problematisch wird es erst, wenn ihr vorrangiges Ziel wäre, ihrem langjährigen Ehemann sowenig wie möglich zu lassen!  :-(
Das freut dann vor allem die kassierenden Dritten, $-) also die beteiligten Anwälte.


Die Firma gehört seinem Vater. Läuft also alles auf Namen seines Vaters. Kann sie darauf irgendwelche Ansprüche haben?

Dies ist durchaus möglich, denke ich; vor allem wenn die Firma erst während der Ehe gegründet und aufgebaut wurde. Viel mehr wird dazu in diesem Rahmen kaum jemand seriöserweise sagen können!


Das neue Haus gehört zur Hälfte dem Vater und zur Hälfte der Mutter meines Freundes. Da wird sie sicher was davon bekommen bzw. sich das ganze auszahlen wollen. Kann man da was dagegen machen?

Wogegen?  ?-)  
Wenn schon derzeit im Grundbuch beide als Hälfteeigentümer aufscheinen, stellt sich die Frage ja nicht mehr wirklich; das wäre dann ja eine direkte Enteignung!  ;-)


Der Vater des Freundes hat gemeint dass sie nie irgenwas von ihrem Geld in das neue Haus hineingesteckt hat!

Wieso gehört es ihr dann zur Hälfte?  ?-)  Eine kurz vor ihrem Abhauen gemachte Schenkung könnte man zwar möglicherweise anfechten, aber dann sollte man zumindest nicht auf die Selbstanzeige wegen der hinterzogenen Schenkungssteuer vergessen.
Trotzdem hätte sie dann vermutlich wohl Ansprüche auf einen Teil des gemeinsamen ehelichen Wohnsitzes. - Alles in allem also auch eine Aktion nach dem Motto: Verringerung ihres Anteils mittels Verringerung des zu teilenden Ganzen!?  ?-)  


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