Re(4): Jan van Helsing
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Re(4): Jan van Helsing
06.07.2005, 22:02:58
http://www.h-ref.de/literatur/h/helsing-jan-van/geheimgesellschaften-1.php

Die Protokolle der Weisen von Zion

So lautet die Überschrift des Kapitels, in dem es um den berüchtigten gleichnamigen antisemitischen Text geht. Kurz und knapp gesagt, handelt es sich dabei um den vermeintlichen Plan einer jüdischen Verschwörergruppe, die es sich zum Ziel gesetzt habe, die Welt zu beherrschen und alle Nichtjuden in ihrem Sinne zu manipulieren und auszubeuten.

Der Text ist eine antisemitische Fälschung. Antisemitisch ist sie, weil mit diesem frei erfunden Plan den Juden finstere Absichten unterstellt werden.

Van Helsing distanziert sich scheinbar vom antisemitischen Charakter der Protokolle, wenn er schreibt:

    Als Autor dieses Buches geht es mir weniger darum, ob es Rothschild und die Zionisten sind, die die Protokolle gegenwärtig anwenden, sondern hier geht es um das Anwendungsprinzip (...) Egal wer dahinter stehen mag, der Plan wird IM AUGENBLICK ANGEWENDET. Wie ich auch am Ende des Buches noch sehr intensiv darlegen werde, ist es nicht von Bedeutung, WER die Protokolle anwendet, sondern welches Prinzip dahintersteht und dass die BENUTZTEN es mit sich geschehen lassen!
    van Helsing, Geheimgesellschaften 1, S. 49

Ganz so gleichgültig, wie van Helsing es behauptet, kann ihm die Identität der vermeintlichen Drahtzieher nicht sein, denn er betont auffällig oft, die Betreffenden wären Juden gewesen.

So erwähnt er beispielsweise "das jüdische Banken- und Logensystem", das unter der Führung der Rothschilds gestanden hätte, (S. 106), und auch in Zusammenhang "mit dem Juden MOSES MORDECHAI MARX LEVI (alias KARL MARX) und seinem Freund, FRIEDRICH ENGELS" (Geheimgesellschaften 1, S. 64) dürfen derartige Fingerzeige nicht fehlen.

Dabei fällt auf, dass Marx als Jude bezeichnet wird (Marx wurde als Sohn einer jüdischen Mutter geboren, jedoch mit knapp sechs Jahren getauft), während bei Engels, dessen Vater Pietist war, die Religion überhaupt nicht erwähnt wird. Dies ist eine typisch rechtsextremistische, antisemitische Argumentationsweise. Wo es Negatives zu berichten gilt, heben die Agitatoren den (nicht selten sogar willkürlich konstruierten) Zusammenhang zum Judentum hervor, während die Hinweise auf andere Religionen unterbleiben. Auf diese Weise wird das Judentum insgesamt belastet und negativ bewertet, ohne dass es ausdrücklich formuliert werden müsste.
mfg

:-)



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