Re: Netzteilbelastung durch Lüfterdrosselung?
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Re: Netzteilbelastung durch Lüfterdrosselung?
UMC
11.02.2006, 20:26:11
Wollen wir's mal öffentlich diskutieren.

Ich sehe nach reiflicher Überlegung bei Einhaltung gewisser Randbedingungen keine Gefahr für das Netzteil, will aber nicht ausschliessen, dass es trickreiche, zu-Tode-gesparte oder verquere Schaltschemen geben könnte, die bei erheblicher Belastung auf diese Weise sauer reagieren könnten.

Grund?
Nun, vordergründig oder gefühlsmässig betrachtet, könnte man unter der Funktionsschema solcher 7 V Adapter die problematische Serienschaltung von Netzteilen "riechen". Ist es aber unter realen Bedingungen nicht. Bedingung: der maximale Strom durch die 7 V Verbraucher darf nicht grösser sein als die minimale Strombelastung auf der 5 V Schiene.

Diskussion:
De facto stellt es sich so dar: Die Leistung für einen an den 7 Volt angeschlossenen Lüfter kommt bei der von dir beschriebenen Schaltweise zu 100% aus der 12 V Schiene - und entlastet die 5 V Schiene.
Gehen wir von einem Lüfter aus, der bei 7 V angelegter Spannung genau 0.1 A "zieht", also einen Widerstand von 70 Ohm hat. Angeschlossen sei er, so wie von Dir beschrieben - d.h. von der 12 V Schiene ausgehend fliessen 0.1 A durch den Lüfter und lassen dabei einen Spannungsabfall am Lüfter von 7 V entstehen (=> der Lüfter hat einen Widerstand von 70 Ohm). Wir sind aber von einem Anfangspotential von 12 V ausgegangen, also "fehlen" uns noch 5 V. Daher fliessen die gerade errechneten 0.1 A weiter in die 5 V Verbraucher. Da "diese" 0.1 A aber ursprünglich vom 12 V Kreis kamen, braucht die 5 V Schiene diese nicht aufzubringen.

Das Limit hier ist also die maximale Strombelastbarkeit der 12 V Schiene.

Extrembetrachtung:
Wir nehmen ein Netzteil an, das auf der 5 V Schiene und auf der 12 V Schiene je 10 A liefern kann und darf. Wir schliessen nun so viele 5 V Verbraucher an, dass dort genau 10 A fliessen, die 12 V Schiene lassen wir vorerst offen. Das Netzteil läuft jetzt extrem schieflastig - bei realen Netzteilen wäre das meist nicht zulässig.
Nun schliessen wir so viele 7 V Verbraucher zwischen 12 V und 5 V an, dass dort auch 10 A fliessen. Nun läuft die 5 V Schiene im Leerlauf, denn die benötigten 10 A der 5V-Verbraucher werden  ja jetzt von der 12 V Schiene aufgebracht.
Problematisch wird es, wenn wir nun die 5 V Verbraucher reduzieren oder gar wegschalten. Nun muss die Differenz oder gar der gesamte Strom von 10 A _in_ die 5 Volt-Schiene des Netzteils hineinfliessen. Das könnte in der Tat problematisch werden.

Schlussüberlegung:
In einem normalen PC ist der geringstmögliche Stromverbrauch auf der 5 V Schiene in jedem Fall grösser als die Summe der vernünftigerweise an 7V-Adaptern angeschlossenen Lüfter, daher besteht unter handelsüblichen Umständen in keinem Fall Gefahr für das Netzteil.

mfg
UMC
11.02.2006, 20:58 Uhr - Editiert von UMC, alte Version: hier
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