3. Wiener Fotomarathon
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Re: 3. Wiener Fotomarathon
07.09.2006, 18:19:10
Interessant finde ich die Reihung 2. und 3. Preis:

2. Preis:           1 Nikon D70s (digitale Spiegelreflexkamera) + Objektiv 18-70 DX
http://www.geizhals.at/a146995.html

3. Preis:           1 Sony A100KB (digitale Spiegelreflexkamera) + Objektiv DT 18-70
http://www.geizhals.at/a203817.html

Der 3. Preis ist also eher teurer als der 2.!
also für den 2. Preis hätte Nikon schon eine aktuelle Kamera (D80) springen lassen können ;-) sind aber wahrscheinlich noch immer nicht lieferbar! >:-D

Und wenn ich schon beim Meckern bin:
Wieviel Gewinn wirft das Event wohl ab? 20 Euro pro Teilnehmer mal etliche 100? Ein paar gespendete Sachpreise, ein 128MB Speicherkartl pro Teilnehmer. Dafür erhält der Veranstalter die Veröffentlichungsrechte für alle Bilder (etliche 1000), unter denen sich ja durchaus auch sehr kreative und gute Aufnahmen befinden, ohne jedes Entgelt. Und dazu noch die aktuellen Adressen einer für die veranstaltenden Unternehmen bzw. Toruismusverband/Stadt Wien hochinteressanten (an Technik interessierten, kaufkräftigen und konsumwilligen) Zielgruppe, die dann marketingtechnisch nach allen Regeln der Kunst bearbeitet werden kann ;- ... ebenfalls gratis!

Mein Resümee: An sich eine sehr gute Idee und eine lustige Sache. Und ja, 20 Euro sind nicht viel Geld. Dennoch sollte in Anbetracht dessen, wie hier Leistung und Gegenleistung zwischen Teilnehmern und Veranstalter aufgeteilt sind, das Nenngeld an alle rückerstattet werden, die eine ordnungsgemäss befüllte Speicherkarte/Film abgeliefern. Damit wäre auch ein effizienter Schutz gegen reine "Schnorrer" ohne echtes Interesse an der Veranstaltung gewährleistet.

Und dass in der Siegergalerie der letzten Jahre nicht einmal die Namen der Gewinner/Fotografen genannt werden, finde ich unglaublich peinlich und absolut beschämend für die Veranstalter! >:-(

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Re(3): 3. Wiener Fotomarathon
08.09.2006, 14:08:27
Zur Information:

Der Fotomarathon wirft keinen Gewinn ab, und das ist ja auch nicht der Sinn dieser Veranstaltung. Sollte am Ende doch etwas übrig bleiben, wird das ausschließlich für den nächsten Fotomarathon verwendet.

Der Fotomarathon ist eine Veranstaltung, die die Fotografie fördert, und allen Teilnehmern Spaß machen soll.

Jeder Teilnehmer bekommt für seine 20,- Euro die Speicherkarte mit seinen Aufnahmen, bei der Siegerehrung entweder überreicht, oder zugesendet.

Die genannten Organisationen stellen alle möglichen Resourcen für diese Veranstaltung unentgeltlich bzw. sehr kostengünstig zur Verfügung.

Das Rathaus alleine würde wesentlich mehr kosten, als alles Teilnahmegebühren zusammen.
Als Dank dafür, das das nicht so ist, erfolgt die Eröffnung von einem Wiener Politiker.

Jeder Teilnehmer kann den ganzen Tag die öffentlichen Verkehrsmittel benützen.

Der VÖAV bewirbt diese Veranstaltung und deren Präsident ist in der Jury. Ihm ist es auch zu verdanken, das die Urheberrechte beim Autor bleiben.

Der Wiener Fotohandel berät gerne alle, die daran interessiert sind, über nützliches Zubehör, bewirbt den Fotomarathon mit Plakaten und Anmeldeformularen.

Das Foto-Gremium in der Wirtschaftskammer als Organisator, stellen Mitarbeiter ab, damit alles, vor und nach der Veranstaltung, reibungslos abläuft.

Was die Bildrechte anbelangt:
aus den Teilnahmebedingungen....
5.           Der Veranstalter behält sich das Recht vor, im Zusammenhang mit dem 3. Wiener Fotomarathon die Werke für Publikationen zu veröffentlichen. Das Urheberrecht verbleibt beim Autor.

... daraus geht eindeutig hervor, das für Publikationen, die den Fotomarathon betreffen, kein Honorar bezahlt wird, aber da das Urheberrecht beim Autor verbleibt, sehr wohl ein Honorar verlangt werden kann, wenn die Bilder anderweitig verwertet werden sollten.

Die Anregung, das die Gewinner namentlich genannt werden, wird sicher beim nächsten Fotomarathon berücksichtigt. Vielen Dank für diesen Hinweis.


Ich wünsche allen Teilnehmen viel Spaß beim 3. Wiener Fotomarathon.
Vielleicht sieht man sich ja dann im Ziel.
MfG Johannes Scheibner
Foto-Video.at / Foto-Video & Co.

Alserbachstraße 25/3-4
1090 Wien

Tel./Fax: +43 (0) 1 925 85 89
Mail: office@foto-video.at
HP: http://www.akku4you.com/catalog


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Re(4): 3. Wiener Fotomarathon
08.09.2006, 14:51:14
Das Rathaus alleine würde wesentlich mehr kosten, als alles Teilnahmegebühren zusammen.


Den Punkt verstehe ich nicht ganz. Dass das Rathaus als Immobilie hoffentlich mehr wert ist als die Summe der Nenngelder beim Fotomarathon, glaube ich. Obwohl, für für die meisten Politiker und Beamten darin müsste man wohl einen Abschlag in Ansatz bringen >:-D

Ein Besuch des Rathauses ist dagegen meines Wissens gratis. Und dass die allfällige Benützung eines Festsaals für eine Veranstaltung wie den Fotomarathon (oder dessen Preisverleihung?) die für Wien massive Tourismuswerbung bedeutet, wohl hoffentlich ebenfalls gratis ist, davon gehe ich doch aus.  ?-)

Das Urheberrecht an einem Foto ist und bleibt immer beim Fotografen! Es kann auch nicht verkauft werden. Verschenkt oder verkauft werden können nur Veröffentlichungs-/Nutzungsrechte. Ich gehe aber davon aus, dass die zitierten Bedingungen so zu verstehen sind und betrachte den Kritikpunkt damit als erledigt! ;-)

Dass dagegen das Nenngeld zumindest denen rückerstattet werden sollte, die die Aufgabenstellung erfolgreich bewältigen, glaube ich immer noch.

Die Anregung, das die Gewinner namentlich genannt werden, wird sicher beim nächsten Fotomarathon berücksichtigt.

Ist ja wohl das mindeste! Was heisst übrigens in dem Fall beim "nächsten FM": 2006 oder erst 2007? Ich frage, weil Letzeres auch ganz gut zu Wien passen würde! >:-D

08.09.2006, 14:51 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
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Re(4): 3. Wiener Fotomarathon
08.09.2006, 23:07:12
Also irgendwie empfinde ich die Argumentation mancher Leute etwas sonderbar, die sich in ellenlangen, wenngleich reichlich unbedarften "betriebswirtschaftlichen" Kalkulationen ergehen, um letztlich zum Schluss zu kommen, dass 20 Euro zu viel für die Teilnahme seien. Wenn mir ein Tag kreativer Spaß und Wettbewerb mit anderen 20 Euro nicht wert ist, dann lasse ich es eben und damit basta.

Die Kürze der Teilnahmebedingungen in Ehren, hier sehe ich jedoch auch einen gewissen Bedarf der Präzisierung. Mal ganz abgesehen vom (für Fotoprofis eigentlich ein ganz klein bisschen peinlichen ;-)) Irrtum betreffend Urheber- und Nutzungsrecht. Aber klar, solche Veranstaltungen wachsen eben mit den Jahren und professionalisieren sich von Jahr zu Jahr; auch der erste Live Ball und der erste Wien-Marathon waren gewiss nicht so perfekt wie in späteren Jahren.

Eine namentliche Würdigung der Sieger und ihrer Bilder gehört sich schon und würde der Veranstaltung nur Nutzen können. Ich würde auch die Möglichkeit begrüßen, dass alle interessierten Teilnehmer die Siegerehrung besuchen. Das heisst ja nicht, dass man alle dabei freihalten muss. Aber immerhin möchte man ja wissen, wer gewonnen hat und wie man im Vergleich zu anderen gelegen ist...vergleichen, fachsimpeln, Gleichgesinnte kennenlernen...das ist auch sicher für den Fotohandel nicht schlecht. So finde ich das ganze ein bisschen abgehackt: Antanzen, Karte und Themen kriegen...los gehts...kreuz und quer durch die Stadt...abends das Material abgeben...und dann? Ok, scheinbar geselliger Ausklang, das ist gut...aber dann? Ein Monat lang nix...dann irgendwann die CD...ein bisserl mager irgendwie...ich würde mir erwarten, dass auf der Website viele, viele Teilnehmerbilder landen, anzuordnen nach Teilnehmern und nach Themen, natürlich die Galerien der vorderen Plätze und gerade bei den Siegern wäre es interessant, was die Jury zu ihrer Entscheidung bewegt hat. Halt ein bissl so wie bei den Bewerben der Fotozeitschriften. Ja, schon klar, das kostet alles Arbeitszeit. Unbezahlte Arbeitszeit. So wie auch eine etwas geschmeidigere Website Zeit kosten würde...aber vielleicht findet sich da ja der eine oder andere, der ohne dafür gleich Geld sehen zu wollen, z.B. um ein weiteres Referenzprojekt zu haben, übers Jahr ein bisschen mit einem guten freien CMS ein professionell wirkendes Template erstellen möchte? Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass ich in der einen oder anderen kalten Winternacht, mit meinem blaaden Kater auf den Knien, ein gemütliches Feuer im Kamin schon ein wenig...;-)

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Re(5): 3. Wiener Fotomarathon
10.09.2006, 12:13:19
Also, ich glaube wir sind uns einig, dass die Idee für den Fotomarathon ganz hervorragend ist. Viele Leute beschäftigen sich einen ganzen Tag mit fotografischen Aufgabenstellungen im Umfeld einer interessanten Stadt und haben ihren Spass dabei. Wunderbar!
Und: Wir wissen auch alle, dass es die perfekte Veranstaltung nicht gibt.
Aber: Darum muss auch Kritik erlaubt sein.

Der Kern meiner Kritik ist folgender: wenn für eine Veranstaltung von den Teilnehmern Geld verlangt wird, darf - insbesondere bei der dritten Durchführung des Events - zu Recht von den Veranstaltern auch entsprechende Professionalität erwartet werden.

Und dieser Thread hat doch die Verbesserungsmöglichkeiten bereits ganz gut aufgezeigt:
* klare(re), Wettbewerbs-Regeln und deren Kommunikation (Anzahl Themen, fixe reihenfolge - warum wichtig?, Löschen/Korrekturmöglichkeiten, etc.) - sollen möglichst starre Regeln gelten oder geht es neben dem Spass an der Sache primär darum, dass am Ende die bestmöglichen Fotos rauskommen?
* mögliche Einteilung in verschiedene Klassen (besonders Digital -Analog, Amateure - Profis? etc.)
* Jurierung - mehr Transparenz wer sitzt in der Jury, welche Regeln/Kriterien gelten, Kommentierung der Siegergalerien/-bilder  
* Nachbetreuung - Nennung der Sieger, Siegerehrung, Preisverleihung, Versand Fotos/Speicherkarten/CD - was & wann plus Info dazu
* Website, besonders Präsentation Sieger & Siegerbilder/-galerien -> Datenbank? Statt da grossartig selbst zu programmieren, könnte man ja z.B. einfach ein entsprechendes Account bei flickr, fotocommunity.de, pbase oder sonst einer der vielen ähnlichen Websites einrichten! Allein die Bilder raufzuladen dürfte immer noch genug Arbeit sein!

So, und jetzt ist Ende mit meinen "ellenlangen" Inputs zum Thema - ich bin ja nicht der Veranstalter! |-D |-D

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Re(2): 3. Wiener Fotomarathon
10.09.2006, 00:18:52
Aber ein Prob hab ich: ich hab mich entschieden, analog zu fotografieren.

Warum tut man sich das heutzutage eigentlich noch an? Besonders wenn man die Wahl hat - und danach klingt es bei Dir?  Und schon gar, wenn es um ganz allgemeine Fotografie geht und nicht um irgendeine exotische Spezialanwendung?

Wenn also ein Motiv misslingt oder sich kurz drauf ein besseres bietet, ist das für den Digitalfotografierer kein Problem. Löschen und neu machen.

Das ist ja das Schöne an der digitalen Fotografie: unmittelbare Erfolgskontrolle und Möglichkeit zur Fehlerkorrektur, sofern die Motivkonstellation reproduzierbar ist. Und so sollte es im Jahr 2006 auch sein. Die 24 Themen in vorgegebener Reihenfolge sind m.E. für Amateure ohnedies schon stressig genug - auch wenn manche (Semi-) Profis darüber lächeln mögen ;-).
Mit der Korrekturmöglichkeit kommen einfach bessere Portfolios zustande, die nicht durch Fehler/Probleme bei einzelnen Bildern unnötig verhunzt sind. Analog bietet das eben nicht, sondern ist Fotografieren "im Blindflug". Ergebnisse gibt es erst nach Entwicklung. Und dann ist es im Fall der Fälle zu spät. Aber das haben sich die Filmfotografierer ja selbst ausgesucht und deshalb sollen sie es auch "ausbaden" ;-) Zum Trost dürfen sie mir dann vom angeblich so tollen Dynamikumfang, Farben und dem feinen Korn ihrer Lieblingsfilmsorten erzählen ;-)

10.09.2006, 00:19 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
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Re(2): 3. Wiener Fotomarathon
10.09.2006, 08:31:57
Ich war auch zum ersten Mal dabei und war völlig überrascht als wir beim Start erfahren haben das man bei digital löschen darf was das Herz begehrt.
Ich habe daher bei der jeweiligen Station 3-4 Bilder gemacht die mir gefallen haben, anschliessend das nächste Thema und dann am Abend hab ich mich pro Thema für 1 Bild entschieden.

War somit kein Beschiss sondern ein korrektes Forgehen nach den Regeln, da ich die Bilder ja in der richtigen Reihenfolge gemacht habe. Am PC bearbeiten würde theoretisch gehen, wäre aber echt sehr unfair - Fotografenenehre ?!
Habe zusammen mit einer "Analogerin" den Wettbewerb bestritten und sie war echt arm dran.
Und zwar hat sie analog fotografiert da sie sich keine digitale SLR leisten kann bisher aber nichts von Knipsen hält (wobei sie völlig Recht hat!) - und eben noch selbst eine alte analoge SLR hat.

- sie konnte keine Bilder löschen
- sie hatte keinerlei Beliechtunskontrolle
- sie bekommt keinen Film nachher geschenkt (obwohl der 1/3 der Speicherkarte kostet)
- ich bekam ne 512 MB 133x CF Card (keine 128!), die ca. 25€ Wert ist

Alles in allem hätte man also analog in einer eigenen Kategorie antreten lassen müssen, oder eben digital das löschen verbieten müssen - fair für alle war das so in keinem Fall !
Vorallem da doch ein erklärtes Ziel des Marathons ist die Fotographie zu fördern !
(daher wäre ich für eine getrennte Kategorie für analog, da das ansonsten die digitalen beschneidet!)

Ansonsten war das ganz schön stressig mit den Motiven weil man sich immer bei jedem übertrumpfen wollte und soviele Ideen hatte - mal ganz davon abgesehen von dem ganzen Rummel und den ganzen Leuten in der ganzen Tag Stadt.

Sehr gut hat mir auch gefallen das man immerwieder Leute anquatschen musste für ein gutes Foto - vorallem Touristen waren dabei jederzeit bereit für ein Foto herzuhalten, aber auch Wiener fragten immer "aha Fotomarathon, wahnsinn" oder "gute Idee" und so.
Sehr gut für die Fotografie ! Bin nächstes Jahr wieder dabei wenn es die Zeit zulässt.
;-)

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Re(4): 3. Wiener Fotomarathon
06.10.2006, 15:39:53
Es waren rund 800 Teilnehmer beim Fotomarathon dabei.

Für die 20 Euro hat jeder Teilnehmer einen tollen Gegenwert erhalten.

*) 12 Stunden FUN
*) viele haben Ihre Heimatstadt neu kennengelernt
*) einige Touristen haben natürlich auch teilgenommen, und machen zu Hause hoffentlich viel Werbung für unsere schöne Stadt, die sie mal ganz anders erlebt haben
*) die Digitalfotografen bekommen eine hochwertige Speicherkarte, die sicher mehr als 20 € wert ist. Das die anologen Fotografen sich etwas benachteiligt fühlen, ist verständlich, die Entwicklung eines Filmes und das Ausbelichten der Bilder verursacht leider auch mehr Kosten, als eine Speicherkarte und das Interesse der Sponsoren an analog ist mittlerweile nachrangig. (Ob die Speicherkarten das nächste mal wieder gratis sein werden, kommt darauf an, ob sich dafür ein Sponsor findet. Das muß ja nicht sein, sondern war nur ein SPECIAL für dieses eine mal)
*) Der Sieger muß natürlich nicht mit dem Ruderboot fahren ;-)

Es gibt hier sicher einige, die gute Idee haben, aber leider auch welche, die alles schlecht machen müssen.
Die meisten Teilnehmer waren vom 3. Wiener Fotomarathon begeistert, und das weiß ich aus 1. Hand, da ich im Ziel mit vielen Teilnehmern gesprochen habe. Gute Ideen werden sicher geprüft, und wenn REALISTISCH, auch berücksichtigt.

Die Rolle der Wirtschaftskammer wird hier überbewertet.
Der Fotomarathon war eine Idee von Komm.Rat. Karl Reiberger, dem damaligen Obmann des Fotohandels in Wien, und wurde in weiterer Folge von Prof. Komm.Rat. Leo Vodicka die ersten beiden Male organisiert.
Finanziert hat das aber nicht die Wirtschaftskammer.
Der Fotomarathon wird durch die Sponsoren ausgerichtet und die Teilnehmer mit dem 20€ Startgeld tragen auch Ihren Teil zu dieser tollen Veranstaltung bei. Die Funktionäre der WKW und einiger Unternehmer des Handels stehen Ehrenamtlich für dieses Projekt zu verfügung. Das bedeutet, viel ARBEIT für KEIN GELD.
Geld fließt von der Wirtschaftskammer aber nicht.
-Wie auch?
Im Wien hat das Fotohandels-Gremium gerade noch 188 Mitglieder. Der Mitgliedsbeitrag beträgt rd. 180 Euro/Jahr für den typischen Fotohändler, wofür er eine Fülle von Leistungen in Anspruch nehmen kann. Richtig, es ist eine Pflichtmitgliedschaft, aber auch jeder Angestellte ist Pflichtmitglied bei der Arbeiterkammer und die ist auch nicht gratis, auch wenn es auf dem Gehaltszettel nicht extra ausgewiesen ist.
(So funktioniert unser soziales System)
Das Gremium ist natürlich bestrebt, die Fotografie zu fördern und genau das ist das Ziel des Fotomarathons.
Jeder, der halbwegs rechnen kann, wird sofort sehen, daß das Fotogremium durch die Kammerreform mit einem anderen Gremium fusinieren wird müssen, da die Fotohändler leider nicht mehr werden, die Aufwendungen wür Personal aber für 200 Mitglieder genauso hoch sind, wie für 800 oder mehr.
Gerade vor diesem Hintergrund ist es eine beachtliche Leistung, was dieses sehr kleine Gremium und die handelnden Personen mit sehr geringen Mitteln da auf die Beine gestellt haben.

Die Siegerehrung findet diesmal in einem sehr schönen Rahmen statt, der leider nicht alle Teilnehmer aufnehmen kann, und daher können leider nicht alle dabei sein.
Wenn jemand eine kostenlose Location für ca. 1600 Personen zu Verfügung stellen kann, dann wird sich der Veranstalter sehr über diese Information freuen ;-)

Der Fotomarathon ist nicht auf Gewinn ausgerichtet, was aber auch bedeutet, daß die Veranstaltung keinen Verlust machen darf.

Es werden sicher einige gute Ideen für den Fotomarathon 2007 diskutiert und aufgenommen werden.
Eine Abschlußparty für 800 Personen, mit Begleitung wahrscheinlich doppelt soviel, zu organisieren und zu finanzieren, wird wohl eher nicht dazu gehören, außer es findet sich jemand, der das zahlen möchte und die Räumlichkeiten kostenlos zu Verfügung stellt.

*) Die Sieger bekommen super Preise, und wer dieses Jahr nicht dabei war, hat nächstes Jahr eine neue Chance.

Es geht den Meisten aber gar nicht um den Preis, sondern darum, dabei gewesen zu sein und die fotografieschen Aufgaben sehr kreativ zu meistern.




MfG Johannes Scheibner
Foto-Video.at / Foto-Video & Co.

Alserbachstraße 25/3-4
1090 Wien

Tel./Fax: +43 (0) 1 925 85 89
Mail: office@foto-video.at
HP: http://www.foto-video.at



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Re(5): Ideen für den 4. Fotomarathon 2007 - 1.Teil
06.10.2006, 16:41:20
Das ist ein informatives Post - Danke.
Und: JA - zu fast allem! ;-)

Auch wenn ich reichlich Kritik geübt habe an der Durchführung der Veranstaltung kann man mir glaube ich nicht nachsagen, dass es völlig undifferenziertes Schlechtreden war. |-D

Ich finde die Idee an sich nach wie vor ganz hervorragend und habe die letzten beiden Jahre durchaus überlegt, selbst daran teilzunehmen (es dann aber aufgrund der kritisierten Punkte doch unterlassen). Ist aber keineswegs eine Entscheidung für alle Ewigkeit! ;-)

Fassen wir doch die Puntke nochmals zusammen, die (meines Erachtens!) gut sind und die verbesserungswürdig sind:

+ Idee an sich und die Ziele
+ Interesse an (kreativer) Fotografie fördern
+ Fotohandel stärken
+ unsere supertolle Wiener Stadt vermarkten
+ Umsetzung mit Wettbewerb - bringt viel Interesse, Ehrgeiz und entsprechende Resultate
(ich finde nämlich keineswegs, dass die Ergebnisse unkreativ oder schlecht sind!)
+ Fokus auf 1 Tag, 12 Stunden Action, Spass, Herausforderung

Verbesserungsvorschläge:
* vergesst analog. Passt hier nicht: angesagt ist schnelle Action, "junge" mobile  Fotografen (egal wie alt sie physisch sind ;-) Präsentation der Ergebnisse/Sieger im Internet = das schreit einfach alles DIGITAL.
* Weniger Quantitä (=hoffentlich auch noch mehr Qualität). 12 Stunden = 12 Aufgaben/Bilder. Ist doch logisch und reicht auch. Das halbiert die Aufgabe für die Fotografen und vor allem auch für Jury. Ermöglicht mehr Konzentration auf jede Aufgabe (und weniger Hetzerei quer durch Wien). Und ein 12er Portfolio ist immer noch keine ganz triviale Aufgabe (ja ich weiss, die "Profis" lächeln jetzt). Mehr asl 12 Sponsoren sind ohnedies auch nicht in den Themenvorgaben zu berücksichtigen.
* Glasklare Vorgaben/Regeln, was möglich/was nicht erlaubt ist: muss die Reihenfolge eingehalten werden? (Warum ist das eigentlich so wichtig? Manche Dinge ergeben sich ohnedies aufgrund des Themas "Wien bei nacht" oder so kann eh nicht zu Mittag aufgenommen  werden und wenn es einer doch schafft, dann Hut ab!) Oder: Darf ein "missratener Schuss" von der Speicherkarte gelöscht werden und solange wiederholt werden, bis der Fotograf damit zufrieden ist - oder wollt ihr es "künstlich schwierig": "nur 1 Schuss ist erlaubt"? Letzteres würde den Möglichkeiten digitaler Fotografie natürlich diametral entgegen stehen. [Achtung, kleine Bosheit: an solchen Details merkt man auch, dass der Wettbewerb doch noch von Leuten, die aus der analogen Zeit stammen, erdacht wurde. ;-) ] ... etc. also ein Briefing-Sheet, auf dem vorne die Aufgaben stehen und hinten die Regeln bis ins letzte Detail galsklar und ohne Interpretationsspielraum abgefasst.

* Jeder zahlt das Nenngeld, von mir aus auch 30 Euro. Jeder bekommt eine Speicherkarte.

* Und jetzt kommts: Alle die ihre Speicherkarte regelkonform befüllt abgegeben haben, bekommen *nach ihrer Wahl* (anzukreuzen bei der Anmeldung)  entweder
A) eine Einladung zur Siegesfeier (und Gutschein für 1 Getränk, darüber hinaus gehende Konsumation ist selbst zu bezahlen) - dann ist auch dei Personenanzahl für die Siegesfeier sehr gut planbar! Unter den Bedingungen finanziert sich das Event von allein, wenn nur jeder Zweite oder dessen begleitung ein oder 2 Getränke kauft. Das lässt sich dann in Ko-operation (mit Teil-Sponsoring?) durch DO&CO oder ähnliche machen. Und Clubbing/Event Locations gibt es genug in der Stadt. In die Wanne am Praterstern gehen recht viele Leute, oder in die Arena, in ein Festzelt auf der Jesuitenwiese, in die Area 21 oder was weiss ich noch wo. [Achtung, kleine Bosheit: Nur weil die Herren Gremialvorsteher dort normal nicht hingehen, heisst das ja nicht, dass man es nicht doch einmal ausprobieren könnte ;-) ]  
ODER
B) der Teilnehmer verzichtet explizit auf die Siegesfeier (ausser er/sie gewinnt, dann wird er/sie natürlich doch eingeladen!) und bekommt das halbe Nenngeld retour. Das reicht, um eventuelle Gratis-Karten-Schnorrer abzuhalten.
Dann kann sich keiner mehr aufregen!

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Re(5): Ideen für den 4. Fotomarathon 2007 - Teil 2
06.10.2006, 16:41:52
* Ranking: Jeder will wissen, wie er abgeschnitten hat! Selbst wenn man vorletzter geworden sein sollte. Dann kann man sich ja vornehmen, nächstes Jahr weiter nach vorne zu kommen  ;-) So wie beim Wien-Marathon auch JEDER seine persönliche Laufzeit (und den Platz) wissen will. Also veröffentlicht auf der Webseite die Namen und Punkte/Ranking. Wenn es Datenschutzbedenken geben sollte, macht es eben so, dass jeder Teilnehmer mit einem Passwort nur seinen Punktwert/Rang abfragen kann.

* Jurierung: Inhaltlich zur Jurierung: ich habe keine Ahnung, ob das rein subjektiv läuft "gefällt mir/gefällt mir nicht", oder ob es vordefinierte Kategorien gibt. Ich denke da an vielleicht 3 breite Wertungskategorien: "Bildidee", "fotografische Umsetzung/technisch" und "Bildwirkung" gibt, anhand deren bewertet wird. Macht das doch - im Vorfeld bitte - auf der Webseite publik. Und in der Bewertung dann ebenfalls. Dann lernt man nämlich mehr daraus, als wenn man nur sieht: ich bin 498. von 600 geworden. Fördert die kreative Fotografie. Ich weiss, ist alles ein Heidenaufwand, aber die meisten Teilnehmer "tun sich ja auch was an" ;-)

* Und um das Ganze noch massiv interessant zu machen, würde ich die besten 3 von der Jury ausgewählten bei der Siegesfeier zur Abstimmung unter den Anwesenden bringen. Das heisst, die Teilnehmer entscheiden, wer 1., 2. und 3. wird. Da würde Leben in die Bude kommen! Spätestens dann kommt nur noch das Austria Center für die Siegesfeier in Frage! ;-)
Alternativ, wenn das organisatorisch nicht umsetzbar erscheint: ein Web-Voting durch die Teilnehmer im Vorfeld der Siegerfeier. Für den Zugang zum Internet-Abstimmungsmodul wird ebenfalls der Teilnehmercode (siehe oben) verwendet: jeder Teilnehmer, der selbst regelkonform abgegeben hat = 1 Stimme.
Dann kann sich auch keiner mehr aufregen.

* Veröffentlichung der Siegerbilder und Fotografen (mit Namen). Auch da könnte man sich schon noch "ein bisschen mehr Mühe" geben. Ein paar Partnerschaften (Sponsoring) mit Online-Bilderportalen (pbase, flickr, fotocommunity.de, fotografie.at [kleine Bosheit am rande: bewusst in dieser Reihenfolge genannt ;-) ] etc. etc. - sofern es die Gewinner wollen - könnten sie - und der Wettbewerb - noch sehr viel mehr Publicity bekommen. Im web und in den Medien. (Macht Kurier oder Krone oder Österreich eifgentlich nicht mit?)

das wärs so * in Kürze* ;-)  was mir dazu einfällt. Meine Ideen dürfen gratis und ohne namensnennung verwendet werden. Das Urheberrecht bleibt aber natürlich (gesetzlich!) bei mir!
|-D

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Re(5): 3. Wiener Fotomarathon
11.10.2006, 09:22:04
@Foto-Video.at: Dafür, dass Du "nichts mit dem Fotomarathon zu tun" hast, wie Du weiter oben behauptest, haust Du hier aber ganz schön auf die Pauke ;-)

Meine Hochachtung für die Herren Kommerzialräte mit ihren für Qualität und Modernität bürgenden Titeln. Leider haben Sie die Veranstaltung dieses Jahr eindeutig in den Sand gesetzt. Ja, es können mal Fehler passieren, keine Frage. Doch es gab haufenweise faires und begründetes Feedback. Nur leider hat der Veranstalter sein "Programm der häufigsten Event-Fehler" stur durchgezogen.

Ein paar Highlights:

- Regeländerung (ihr wisst schon Löschen ja/nein) so kurzfristig, dass sich das am Veranstaltungstag nichteinmal noch zu allen Helfern durchgesprochen hat

- "Nein, Eure Meinung ist uns wurscht liebe Teilnehmer!"

- "Wagt es nicht, zur Abschlussveranstaltung zu kommen. Wir haben keinen Platz"

- "Her mit den 20 EUR, kriegst auch eine Speicherkarte dafür! Was, Du fotografierst analog? Na dann kriegst Du natürlich .... äääh ... nichts!"

- "Welchen Platz Sie haben, wollen Sie wissen? Keine Ahnung, nachdem wir die ersten 30 bestimmt haben, haben wir Ihre Fotos in die Tonne geworfen. Allerdings hätten Sie diese natürlich an ungeraden Feiertagen zwischen 10 und 15 Uhr am Salzamt abholen können"

- "Was meinen Sie mit SPAM, was ist das?" (Anmerkung: die Liste der Sieger war kurzzeitig samt Adressen, Telefonnummern und Email im Internet abrufbar)

- "Ja, wir haben überschlagsmässig 18.000 EUR an Startgeldern eingenommen... davon haben wir beim Libro 19,90 EUR für das Programm MyFirstHomepageGenerator 1.0beta ausgegeben, warum fragen Sie?"

%-)%-)%-)%-)

11.10.2006, 09:32 Uhr - Editiert von Jeevie, alte Version: hier
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