Re: analogen s/w-Film chemisch selber entwickeln
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Re: analogen s/w-Film chemisch selber entwickeln
29.12.2007, 08:00:27
Als Literaturempfehlung würde ich wieder einmal den alten Feininger strapazieren. (Andreas Feiningers große Fotolehre) -alt aber gut.

Zur Filmentwicklung: geringer technischer Aufwand, einfache Durchführung; aber: für sehr gute Ergebnisse brauchst du viel Erfahrung und Geduld

Der Reihe nach:
Du brauchst für die Filmentwicklung:
- Entwicklungstank mit Spulen (Paterson, Jobo etc.)
- Thermometer
- Filmklammern oder Wäscheklammern
- Chemie
Vorgangsweise:
1. Film bei völliger Dunkelheit einspulen (viel Spaß, vor allem bei Mittelformat - zuerst üben!)
Je nach Größe des Tanks kannst du bis zu 5 Filme gleichzeitig entwickeln.
2. Deckel drauf - Licht ein!
3. Entwickler einfüllen; Standardtemperatur 20°C
4. Nach Vorschrift bewegen - zBsp. bei Agfa alle 30 Sek - kippen
5. Entwicklungszeiten beachten! Anfangs genau nach Vorschrift vorgehen. Die Entwicklungszeit hängt von der Film- Chemiekombination, der Temperatur und dem Gamma (= Härte des Negativs) ab. Filme, die auf einem Farb- Vergrößerungsgerät kopiert werden, müssen härter entwickelt werden als jene, die auf einem SW- Vergrößerungsgerät kopiert werden.
Info: Je länger entwickelt wird, umso härter wird das Negativ, d.h. umso kontrastreicher wird es. Dabei steigt die Empfinglichkeit (pushen) aber es gehen Details in den Lichter und Schatten verloren. Hier setzt das Zonensystem an. - Aber das ist eine andere Geschichte!
6. Entwickler raus - mit 20° Wasser stoppen (30 sek bewegen)
7. Wasser raus - Fixierer hinein
ca. 3-5 Min. fixieren - Das ist nicht ganz so tragisch. Den Fixierer kannst du öfters verwenden, den Entwickler (gibt Ausnahmen) nicht.
7. Sorgfältig wässern (min. 5 Min. fließendes Wasser - ja nicht zu kalt!
8. Den Film in einem Netzmittel baden (nimmt die Oberflächenspannung des Wassers und soll Trockenflecken verringern
9. In staubfreier Umgebung trocknen (Dunkelkammer leidet keinen Staub!)
10. In 6er Streifen schneiden und einsacken

Der nächste Schritt wäre eine Kontaktkopie und dann eine Arbeitskopie und dann das "feine" Bild - vielleicht auf Baryt - das ist dann die hohe Kunst der SW- Entwicklung.
lG
hume

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