Suche Software um *.vob in *.avi umzuwandeln
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Re(3): Suche Software um *.vob in *.avi umzuwandeln
28.01.2008, 04:00:12
Bitraten ... mit 1-2MBit können heutige Codecs bei PAL-Auflösung tatsächlich mit MPEG2/DVD konkurrieren = Kompression noch einmal Faktor 2-4 höher je nach Material, speziell h.264 verhält sich äußerst robust, braucht aber entsprechend viel Leistung / Zeit (elgato turbo.264 *smack*)

AVI würde ich aber nicht mehr / nur mehr mit XVid Codec (mpeg4-Variante) erzeugen, MP(eg)4 ist der kommende Standard-Container.

ffmpeg / mencoder sind keine Codecs, sondern cmdline-Tools, die Opensource-Bibliotheken verwenden, und so unzählige Codecs, Container + Konvertierungen beherrschen + vor allem: geschickt verknüpfen.
Das Windows-Programm "Super" setzt wiederum auf diese auf, gibt aber auch andere mehr oder weniger gut verwendbare Frontends (guiffmpeg etc.)

Mehr-Pass = Analyse der Bitratenverteilung im Original vorweg, um die VBR besser einzuteilen, auch nützlich  / zeitsparend, wenn man mehrere Target-Auflösungen benutzt, dazu muss man aber idR die cmdline bemühen (ffmpeg --pass=2). DVD zB macht VBR (variable Bitrate) = spart, wenn sich im Bild wenig tut, Bild ist relativ konstant gut, CBR (constant) quetscht halt rein was sich ausgeht, und die optische Quali schwankt bei gröberen Sequenzen, bis hin zu massiven Artefakten bei Stroboskop u.ä. (was zB h.264 speziell beherrscht)

auch Keyframes (fix oder auto) spielen da leicht rein (zB Bild pulsiert = wird zyklisch scharf und läßt wieder nach, oder braucht bei Sprüngen sekundenlang bis sich wieder was tut)

Artefakte sind entweder bedingt durch zuwenig Bitrate, schlechte Encoder-SW oder CBR / zuwenig VBR-Spielraum. Typisch für wenig Bitrate ist bei mpeg4 auch ein Verblassen der Farbe, generell reagiert mpeg4/h.264 eher mit verschwommenem Bild statt Artefakten.

Super ist durchaus empfehlenswert, aber möglichst nicht zuviel drehen und mit den Bitraten von oben ans erträgliche herantasten.

Ergänzung: Cinemacraft ist der beste MPEG2-Encoder, ein Konverterprogramm, aber eben kommerziell. Der Unterschied zu ffmpeg/libmpeg2 ist deutlich.

28.01.2008, 04:03 Uhr - Editiert von user86060, alte Version: hier
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Re(5): Suche Software um *.vob in *.avi umzuwandeln
28.01.2008, 11:10:57
die ursprüngliche Frage war die Umwandlung nach AVI -
und dieses Format ist definitiv am absteigenden Ast:
selbst wenn einige DVD-Player "AVI" - eigentlich primär:
DivX abspielen können, ist das Format ein bewegliches
Ziel, weil sich mittelfristig für die Geräte dieselben
Treiberprobleme wie für PCs ergeben werden, nämlich bei den Codecs
(DixV bringt ständig neue Versionen heraus)

wenn h.264 bei 5MBit noch Schwächen zeigt (Pixel ?!?!?) kann es durchaus
am Encoder liegen - auch MPEG4/h.264 (2 verschiedene Levels innerhalb
der Mpeg-Spezifikation) kennen noch einmal Abstufungen (Baseline, advanced Coding, extended profile) die aber nicht von allen Geräten (zB.
iPod, Apple TV, iPhone, PSP) abspielbar sind, abgesehen davon, daß jedes
Gerät seine individuelle max Auflösung und Datenrate hat.
In wenigen Jahren werden IMHO sämtliche Videogeräte mit MPEG4
über einen weiten Quali-Bereich klarkommen, und DivX / AVI in der Versenkung verschwinden, schon allein deshalb, weil MS die WMV-Seuche mit DRM pusht.

ich benutze abwechselnd Quicktime Pro, Visualhub (entspricht auf
MacOSX ungefähr Super) und den elgato HW Encoder (turbo.264, ein USB-Stick), letzterer erledigt das fast in Echtzeit (während SW Faktor oft 5-10
länger braucht), allerdings hab ich bemerkt, daß elgato gerne wie Auflösung willkürlich variiert, wenn man sie nicht fixiert.
Grundsätzlich braucht man natürlich bei TV-Material einen ordentlichen de-Interlacer - sonst hat man immer Störungen drin!

CCE = ist wie geschrieben - für VOB/DVD-Mastering (Pro-Version für Authoring etc)


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Re(2): Suche Software um *.vob in *.avi umzuwandeln
28.01.2008, 13:00:54
daß VOBs MPEG2's mit bestimmten Eigenschaften / Nebenbedingungen sind, ist bekannt.

Hauptproblem liegt mA darin, daß die Leute inzwischen nur mehr zw. mehr oder weniger geeigneten Zwischenformaten herumkonvertieren, von digitaler Qualität und Archivierbarkeit träumen, aber in Ermangelung an Verständnis für die Interna
und Bewußtsein eines zukünftigen, dauerhaften Standards mehr Schaden und Verluste
anrichten, als seinerzeit mit analogem Equipment!

MPEG2 ist kein schlechtes Format, und bei gutem Encoding (einige HDD Recorder
machens vor) nicht signifkant schlechter als seine Nachfolger, damit meine ich:
wenn ich durch umcodieren nur 50% Platz spare, ist es Augenauswischerei, es sei
denn das Zielgerät (mobile Player) können halt nichts anderes.
Wenn ich VOBs mit hoher Datenrate auf 1/4 des Originals runterkrieg ist es OK.

Leider ist ein Großteil der SW nicht in der Lage, sinnvoll zu transcodieren, d.h.
entweder nur zw. Containern umzupacken (MOV<->MP4<->DivX) bzw. zu requantisieren
(d.h. MPEG auf "halbem Weg" zu verkleinern, indem die Quantisierungstabellen
"verkleinert" werden = nicht das ganze Bild wird berechnet und neu codiert,
sondern nur die vorkomprimierten Daten weiter "beschnitten" - geht um Größenordnungen
schneller, und erzeugt keine neuen, sekundären Artefakte)

Das Ergebnis des Dilemmas: Youtube-Quali und Formate, die man nicht abspeichern kann (Flash)
mein Appell: bleibt's bei max. 2 Formaten + unterstützt's keine proprietären Geschichten.



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