Gewissenfrage: d3 oder d300???
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Gewissenfrage: d3 oder d300???
14.03.2008, 16:12:56
Es ist so weit, der Kauf steht an. Aber ich weiß nicht, welche der beiden.

Das Problem: ich hab ja eine recht umfangreiche Ausrüstung
Nikon F5
Nikon SB 28
glaub Tamron 18-35/3,5-irgendwas - das ist rechter Müll
Sigma 28-70/2,8 - mein absolutes Lieblingsstandardobjektiv
Nikon 80-200/2,8
Sigma oder Tamron 170-500/5,6-8

dazu natürlich die diversesten UV, Pol und sonstige Filter.
Hat natürlich alles in allem eine schöne Stange Geld gekostet. Und will weiter verwendet werden.

Und daher jetzt mein Problem: nehm ich die d300, hab ich scheinbar eine Menge Geld beim Neukauf gespart (2700,-), aber dafür hab ich mir das Problem der Brennweiterverlängerung eingefangen. Mein 28-70 wird dann zu einem 42-105 und damit verdammt wertlos. Also brauch ich zumindest ein anständiges neues Objektiv, das ja auch nicht gratis ist.

Und außerdem gibts da nicht viel, was mir paßt:

Nikon Objektiv AF-S 14-24mm 2.8G ED (JAA801DA) um 1570,- ist zu weitwinkelig (oben zu kurz)

Nikon Objektiv AF-S 17-35mm 2.8D IF-ED (JAA770DA) um 1620,- ist eine Behelfslösung, da ebenfalls oben zu kurz

Nikon Objektiv AF-S 24-70mm 2.8G ED (JAA802DA)um 1500,- ist unten schon wieder zu lang

Nikon Objektiv AF-S DX 17-55mm 2.8G IF-ED (JAA788DA)um 1355,- das wär ein guter Ersatz http://geizhals.at/a274794.html

von Sigma und Tamron gibts da schon gar nix anständiges.

Aber mein 18-35WW kann ich dann schmeißen und für das find ich schon gar keinen günstigen Ersatz.
Weil das Nikon Objektiv AF-S 14-24mm 2.8G ED (JAA801DA) http://geizhals.at/a274794.html  (was 21-36 entspricht)wär zwar noch immer kein UWW an der 300, aber sicher ganz nett, aber mit 1570 schon recht happig.

Macht in Summe: 1600+1355+1570 = 4525. 8-O Die D3 ist dann schon wieder "billiger".
Dafür käme ich mit der d300 mit meinem 80-200/2,8 zu einem 120-300/2,8. Und ein 300/2,8 wär schon auch wieder nett.

Also Leute, ich steh echt an in meinen Überlegungen und wär für jeden sinnvollen Denkanstoß dankbar.

Und eine Frage außer Konkurrenz: das Nikon Objektiv AF-S VR DX 18-200mm 3.5-5.6G IF-ED (JAA794DA) http://geizhals.at/a172398.html  kann das was? Weil knapp über 600, das is mir fast zu billig für ein Nikon.



mfg
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Re(13): Gewissenfrage: d3 oder d300???
16.03.2008, 18:07:21
Equipmentflexer

wos is dös?

Am besten du glaubst keinem was da herinnen, kaufst dir a Ausrüstung um 10k
(natürlich nur 2.8er Optiken, alles andere ist natürlich nur für kleiner
Kinder und Leute die es sich nicht leisten können) und machst dann schöne
Bilder

STOP!!!
Das war überhaupt so nicht gemeint und wenns so rübergekommen ist, wars ein Mistverständnis. ;-)
Meine Ausrüstung ist wie meine Denkweise und meine Kenntnisse über Fotographie vordigital. Und das bedeutet: fototechnisch nicht mehr zeitgemäß.
Ich hab auch nie was anderes behauptet.

Da es hier in der letzten Zeit eine stark zunehmende Gruppe an Fotointeressierten gibt, hab ich mir erlaubt, hier meine Frage zu stellen. Nimm das bitte als ernstgemeintes Kompliment!

Und jetzt nochmal zurück zum Objektiv: Ich komme aus einer Welt, wo ein gutes Objektiv a) groß und daher b) schwer sein mußte um überhaupt gut sein zu können. Hat man dann noch um 1-2 Stufen abgeblendet, dann wars perfekt. Ein 300/5,6 war daher frühestens ab f8 brauchbar, ab f11 wars dann (in der damaligen 500,- Klasse) noch immer nicht wirklich gut. Und somit recht wertloser Müll, denn so viel Licht hattest du nie, daß du 1/250 und f11 hättest verwenden können. Und wenn du 1600 statt 100ASA verwendet hast, konntest du zwar abdrücken, aber dann wars wieder Müll, weil das Korn sichtbar war (heute würde man das wohl (Farb)Rauschen nennen.

Wenn du heute kommst und mir sagst, ein 300/5,6 sei super, dann stellt das meine (Denk)Welt einfach extrem auf den Kopf. Ich würd dir echt gerne glauben, weil das Teil ist leicht und billig - was besseres würde es ja gar nicht geben! ABER LASS MICH DIR BITTE GLAUBEN! Mir fehlt dazu einfach die Vorstellungskraft! Hab ein wenig Mitleid mit und Verständnis für einen Dinosaurier!

Hast du es jetzt kapiert?


mfg
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Re(17): Gewissenfrage: d3 oder d300???
16.03.2008, 23:57:50
Also die Sache verhält sich ganz logisch.

1.) Vignettierung
Ist maßgeblich dadurch bestimmt, ob du eine Linse welche für Vollformat gerechnet ist, auf dem kleineren APS-C Bildkreis verwendest. Solltest du das tun (D300) schwupps ist Vignettierung kein Thema mehr.

Außerdem solltest du RAW fotografieren (und das tut JEDER Fotograf der Qualität haben will) und das Bild am PC durch den RAW-Konverter schieben (nicht bearbeiten, vergleiche es mit dem Entwickeln in der analog Zeit) werden eventuelle Helligkeitsabfälle am Bildrand je nach Objektiv automatisch korrigiert, da diese Korrektur absolut einfach machbar ist und vollautomatisch erfolgt (auch bei Vollformat ist daher Vignettierung nicht wirklich ein großes Thema mehr).

2.) Verzerrung besser Verzeichnung
Es sind in der Zwischenzeit mehrere Jahrzehnte ins Lang gezogen und die Werkstoff und Materialkunde ist nicht stehengeblieben, d.h. die div. Brechungsindexe der optischen Gläser sind jetzt genauer definiert und bekannt und gemeinsam mit den Möglichkeiten eines computergestützten Designs beim Objektivbau, lässt sich diese Eigenschaft WESENTLICH bsser steuern und kontrollieren als früher.

Außerdem bei der obligatorischen RAW -> JPEG Konvertierung können eventuelle Reste der Verzeichnung mit einem Mausklick korrigiert werden.

3.) Farbsäume oder chrom. Abberation
Hier hat sich die größte Weiterentwicklung getan. Durch div. Beschichtungen (Nano Vergütungen) bzw. spezielle Linsenelemente (ED-Glas etc.) konnte man diese Eigenschaft sehr gut in den Griff bekommen und der letzte Rest einer Farbsäume wird (so noch vorhanden) - richtig - im RAW-Konverter softwaretechnisch entfernt (ohne Interaktion des Anwenders).
Der Hersteller kennt seine Objektive, macht die Software, definiert das RAW-Format und hat somit bei der Konvertierung zu JPEG alle Möglichkeiten   |-D

4.) Zentrierung
Auch hier nutzt man die vollen Vorteile der Neuzeit. War der Objektivbau früher noch wenigen Spezialisten vorbehalten ist heute aufgrund der computergestützten Robotorfertigungsanlagen die Zentrierung eigentlich nur mehr ein Thema für die Qualitätssicherung. Sprich, meist kommt es bei Produkten wenn sie neu auf den Markt kommen und die QS schlammpig war zu Problemen und Ärger für den Endkunden, aber ansonsten ist das kein Thema mehr. Alle bisherigen modernen Nikkore, die ich bisher verwenden konnten haben astrein funktioniert !

Ich denke welcher Schritt dir in deinen Überlegungen noch fehlt, ist die Entwicklung des RAW-Bildes (Sensor-Rohdaten) zum "fertigen" JPEG und die softwaretechnischen Möglichkeiten die man in der Neuzeit hat und natürlich auch anwendet. Neue Kameras, wie die D300 und D3, machen diese Optimierungen sogar schon im Gehäuse, selbst wenn du direkt JPEG's raus schiesst, d.h. selbst wenn man es sehr eilig hat. 8-O!:-)

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Re(11): Gewissenfrage: d3 oder d300???
16.03.2008, 18:37:11
Warum soll es nicht so sein?

Offenbar scheinst du einer von den Konsumenten zu sein, die nur nach dem Preis gehen. Der Preis ist nicht immer der aussagekräftigste Punkt !

Also das 80-200er hat ganz anderer Vorteile, als das 70-300er und daher auch der Preisunterschied:
1.) Verarbeitung
Das 80-200er ist sehr robust, allerdings macht es genau die Verarbeitung sehr schwer. Fällt dir das 80-200er aus der Hand ist es allerdings genauso hin, wie das 70-300er ;-) Verarbeitung hin oder her ... da kommt es dann mehr auf die Bodenbeschaffenheit an, worauf es fällt.

2.) Lichtstärke
2,8er Teles braucht heut zu Tage eigentlich niemand mehr, außer Profi-Indoor-Sportfotografen. Das 80-200er war noch für analogen Film gemacht wo man solche Lichtstärken und alle ihre Nachteile (extrem kurze Tiefenschärfe) der Körnigkeit vorgezogen hat. Heute dreht man die ISO hoch und hat trotzdem außreichend Tiefenschärfe, ein besseres Bild als zu analog Zeiten und als Nebeneffekt kommt man mit einem wesentlich leichteren Tele aus.

3.) Einsatz von Konvertern
Hier schlägt auch heute noch die große Stunde des 80-200er. Wenn du z.B. auf Tiersafari gehen würdest und vom stehenden Jeep aus auf Stativ mit einem 1,7-fach oder 2-fach Konverter arbeiten würdest, wäre das 80-200er dem 70-300er überlegen, aber wer sowas macht hat sowieso entweder das 70-200er oder was längeres.

Die Zeit ist nicht stehen geblieben und so haben einige techn. Erweiterungen ins 70-300er Einzug gehalten, die es dem 80-200er überlegen machen. Die da wären:

1.) AF-S: Wir haben es ausprobiert ! Der AF des 80-200er (Schraubenzieher) kann nicht Mal ansatzweise mit dem 70-300er Ultraschall-AF mithalten, was vor allem bei bewegten Motiven extrem relevant wird.

2.) VR: Das 70-300er liefert schon alleine deswegen bessere schärfere Bilder als das 200er. Das kannst Blende aufreisen bis du alt bist beim 200er. Ist einfach ned wegzudiskutieren !

3.) Gewicht: Da schlägt dann die ganz große Stunde des 300er, so wie Pervasive schon geschrieben hat.

Lieber AVS, du wirst dich von VIELEN Fotografiergewohnheiten der analog Zeit trennen müssen, wenn du digital optimale Ergebnisse einfahren willst, oder du versenkst jede Menge Kohle in die Ausrüstung (was grundsätzlich auch nicht verkehrt sein muß) und kommst erst recht wieder mit suboptimalen Ergebnissen nach Hause.

Ich persönlich habe GENAU AUS DIESEM Grund aufgehört, mir ständig sau teure Profi-Ojektive zu kaufen (welches ich in der analog Zeit auch gerne gemacht habe), da ich erkennen musste, daß die Entwicklung nicht anhält und oft das eine oder andere Consumerobjektiv, welches nur einen Bruchteil kostet, 2-3 Jahre später bessere optische Leistungen bringt. Im Falle von Consumer Opiken tue ich mir leicht: ich gehe ins Geschäft und hole mir eine techn. aktuelle Ausgabe, aber bei Profi-Optiken tut man sich da ein bissl schwer, solange Geld noch irgend eine Rolle im Leben spielt |-D|-D

Profi-Qualität ist halt für den nicht Profi NICHT immer besser ! :-)

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Re(12): Gewissenfrage: d3 oder d300???
16.03.2008, 23:08:18
Offenbar scheinst du einer von den Konsumenten zu sein, die nur nach dem Preis
gehen. Der Preis ist nicht immer der aussagekräftigste Punkt !

Nö. Ganz und gar nicht. Preis ist ein Anhaltspunkt, ein Indiz - aber nicht mehr.
Wenn ich 95% der Leistung um 30% des Preises bekommen kann, ist für mich die Entscheidung klar.
Lieber AVS, du wirst dich von VIELEN Fotografiergewohnheiten der analog Zeit
trennen müssen,

schaut so aus. Aber daß ihr mehr alle mehr oder minder unverblümt sagt, ich darf meine liebevoll und sehr wohlüberlegt zusammengekaufte, in Summe alles andere als billige Ausrüstung am besten kübeln, das ist ein harter Brocken.
Ich persönlich habe GENAU AUS DIESEM Grund aufgehört, mir ständig sau teure
Profi-Ojektive zu kaufen (welches ich in der analog Zeit auch gerne gemacht
habe), da ich erkennen musste, daß die Entwicklung nicht anhält und oft das
eine oder andere Consumerobjektiv, welches nur einen Bruchteil kostet, 2-3
Jahre später bessere optische Leistungen bringt. Im Falle von Consumer Opiken
tue ich mir leicht: ich gehe ins Geschäft und hole mir eine techn. aktuelle
Ausgabe, aber bei Profi-Optiken tut man sich da ein bissl schwer, solange Geld
noch irgend eine Rolle im Leben spielt

Der Satz spricht mir eigentlich aus der Seele.

Und zum Objektiv (bzw zu Objektiven allgemein)
OK, Gewicht ist eine nicht wegzudiskutierende Eigenschaft. Für mich aber nicht mal sekundär.
Lichtstärke kann doch IMHO durch nichts ersetzt werden.
Daß Tiefenschärfe mit sinkender Blendenzahl abnimmt, ist ein Naturgesetz. Aber bei 5,6 hab ich bei 200mm immer die gleiche Tiefenschärfe, egal obs ein voll offenes 200/5,6 oder ein abgeblendetes 200/2,8 ist. Oder seh ich da irgendwas falsch?
Und wars analog die Körnigkeit des Films die mit zunehmender Lichtempfindlichkeit angestiegen ist, so ist es doch heute das Rauschen. Es kann doch nicht der Sinn sein, eione lichtschwache Optik zu verwenden und dann die ISO raufzudrehen??? Oder ist das wirklich bei den modernen Cams schon sowas von wurscht?

Die Geschwindigkeit des AF ist mir persönlich völlig egal. Funktionieren muß er, weil ich so schaßaugert bin. Aber wie schnell, ist mir egal. Ich bin kein Aktionfotograph. Ich kann auch 15min verplempern, bevor ich abdrück. Und wie dann der AF pfunziwunzifunztatatut, hängt nach meiner Erfahrung von der Cam ab, nicht dem Objektiv. Weil meine Objektive an einer F5 oder einer F70 - da liegen Welten dazwischen!!!

mfg
AVS
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Re(13): Gewissenfrage: d3 oder d300???
16.03.2008, 23:37:31
Daß Tiefenschärfe mit sinkender Blendenzahl abnimmt, ist ein Naturgesetz. Aber bei
5,6 hab ich bei 200mm immer die gleiche Tiefenschärfe, egal obs ein voll offenes 200/5,6 oder ein abgeblendetes 200/2,8 ist. Oder seh ich da irgendwas falsch?


Nein, da ist gar nix falsch daran. 2,8er Optiken haben auch noch ihre Berechtigung, allerdings eher bei Standardbrennweiten (zum Freistellen) oder eben wenn du Bewegungen einfrieren MUSST (Indoor Sportarten ohne Blitz).

Empfehlenserte "Lektüre":
http://www.riefers.de/hilfen/tiefenschaerfe.htm

Spiel dich da Mal mit den Blenden rund um 200mm Brennweite und APS-C Sensoren (Nikon D70) oder sogar Kleinbild bei verschiedenen Motivabständen. 2,8er WAR füher notwenig weil man anders nicht zu einem Bild geklommen ist, aber heute mit den lichtstarken Sensoren die kaum Rauschen (egal welcher Hersteller) blendet man lieber ab (hat daher einer brauchbare Tiefenschärfe) und ein zu analog trotzdem besseres Bild oder eben ein Bild mit wenig Rauschen und zu wenig Tiefenschärfe (was dann letztlich wieder unbrauchbar ist).
Ich persönlich brauch keine Tele (!) mehr mit Blende f/2.8, bei Standardbrennweiten sieht die Welt wieder anders aus.

Und wars analog die Körnigkeit des Films die mit zunehmender
Lichtempfindlichkeit angestiegen ist, so ist es doch heute das Rauschen. Es
kann doch nicht der Sinn sein, eione lichtschwache Optik zu verwenden und dann
die ISO raufzudrehen??? Oder ist das wirklich bei den modernen Cams schon
sowas von wurscht?


Doch, wenn man die Tiefenschärfe benötigt (was bei Personen am Bild eigentlich fast IMMER der Fall ist), schon.
Egal ist es nicht, aber es spielt eine deutlich untergeordnetere Rolle als die Körnung zu analog Zeiten gespielt hat.

Nö. Ganz und gar nicht. Preis ist ein Anhaltspunkt, ein Indiz - aber nicht
mehr.Wenn ich 95% der Leistung um 30% des Preises bekommen kann, ist für mich
die Entscheidung klar.schaut so aus.


Schau hier wieder ein wunderbares Beispiel und der Objektivtest wurde erst heute (!) veröffentlicht.

Das Profi-Objektiv:
Nikon Objektiv AF-S DX 17-55mm 2.8G IF-ED -> http://geizhals.at/a73096.html
1400 EUR

Das Consumer-Objektiv:
Nikon Objektiv AF-S VR DX 16-85mm 3.5-5.6G ED -> http://geizhals.at/a311158.html
600 EUR

Und jetzt die optischen Eigenschaften:
17-55mm 2.8 -> http://www.photozone.de/Reviews/46-nikon--nikkor-aps-c/231-nikkor-af-s-17-55mm-f28-g-if-ed-dx-review--test-report
VR DX 16-85mm 3.5-5.6 -> http://www.photozone.de/Reviews/46-nikon--nikkor-aps-c/377-nikkor_1685_3556vr

Das Consumer Objektiv ist 3 Jahre jünger, kostet knapp weniger als die Hälfte und hat bei 17mm geringere Verzeichnungen und eine höhere Randauflösung. Die fehlende Lichtstärke kannst zumindest bei stehenden Motiven mit dem VR locker weg machen.
Bei 55mm ist die Pro-Variante abgeblendet auflösungstechnisch um nix besser als die Consumervariante.

Bleibt also nur mehr noch, daß weniger schöne Bookeh, allerdings bei einer Gewichtsersparnis von knapp 300g.
Trotzdem scheint mir das 16-85er im Preis überzogen.

Die zwei Objektive habe ich SELBST noch nicht gegeneinander getestet, bei den Teles hingegen schon. Allerdings kann man sich (immer noch) auf das geschriebene auf der photozone.de sehr gut verlassen, da Klaus seine Tests sehr gewissenhaft durchführt.

Muß aber jeder für sich entscheiden und ich habe mich (bis auf ein paar weniger Festbrennweiten) von den Pro-Objektiven getrennt bzw. im digital Zeitalter gar nicht mehr damit begonnen ... ;-)

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Re(14): Gewissenfrage: d3 oder d300???
17.03.2008, 13:29:45
was nettes zum VR gefunden:

Bildstabilisator oder lichtstarke Optik?

Diese Frage hab ich bereits mehrfach in meinem Briefkasten gefunden wenn es um Rat für einen Optikkauf ging. Bei der Optik mit Bildstabilisatoren handelte es sich vielfach um das 28-135mm/4,5-5,6 Objektiv von Canon. Als Alternative wird zumeist das 28-70mm/2,8 von Sigma aufgeführt. Dazu gelegentlich eine Rechnung welche etwa wie folgt lautet:

Die Blende 5,6 beim IS-Objektiv mit zwei Blenden Gewinn infolge der Bildstabilisierung ergibt exakt die gleiche Blende 2,8 wie bei der lichtstarken Optik. Für die Fotografie aus der Hand müssten die beiden Optiken somit gleichwertig sein.

Da wird scheinbar was verwechselt.

    * Die Blende wird durch die Bildstabilisierung nicht grösser - einzig und alleine eine längere Verschlusszeit kann aus der Hand gehalten werden. Das ist gut für statische Motive und schlecht für bewegte, weil eben nur die Optik stabilisiert wird und nicht das Motiv. So gesehen hat die lichtstarke Optik die Nase vorne.
    * Geht's mal um geringe Schärfentiefe, dann hat die lichtstarke Optik erneut die Nase vorne.
    * Ist es hell genug um nicht auf den Bildstabilisator angewiesen zu sein, so haben sie bei Blende 5,6 bei der einen Optik zwei mal abgeblendet und die andere arbeitet bei Offenblende - mit entsprechenden Unterschieden in der optischen Leistung. Ein Pluspunkt für die lichtstarke Optik.
    * Wenn's Nacht wird hilft ihnen der Bildstabilisator nichts mehr, sie benötigen trotzdem ein Stativ. Die Optik mit Bildstabilisator kann ihren Vorteil nicht ausspielen.
    * Wenn sie allerdings möglichst ohne Stativ fotografieren wollen, bei Detailaufnahmen gerne mal kräftig abblenden, einen grossen Zoombereich suchen und gerne mit einem dunklen Sucherbild leben, dann ist die Optik mit Bildstabilisator exakt für sie gemacht. Greifen sie zu.
    * Etwas anders sieht es bei den 80-400mm Brennweiten aus. Eine passende lichtstarke Version existiert nicht und die entsprechenden langen Festbrennweiten sind nur für begüterte Hobbyfotografen erschwinglich und für die stärksten unter Ihnen aus der Hand einsetzbar. Da kann ich den Bildstabilisator nur begrüssen.


Den Rest muß ich erst lesen.

mfg
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Re(15): Gewissenfrage: d3 oder d300???
17.03.2008, 13:49:02
Yep, aber nix wirklich neues für mich ! |-D

Lediglich bei
"Ist es hell genug um nicht auf den Bildstabilisator angewiesen zu sein, so haben sie bei Blende 5,6 bei der einen Optik zwei mal abgeblendet und die andere arbeitet bei Offenblende - mit entsprechenden Unterschieden in der optischen Leistung. Ein Pluspunkt für die lichtstarke Optik."
bin ich nicht seiner Meinung, wie viele Tests quer durch den Objektivjungle beweisen.

Gute Consumeroptiken sind mit Offenblende nicht MEHR (!) schlechter als lichtstarke Optiken abgeblendet. Das hat sich definitiv geändert/verbessert.

Aber ansonsten schreibt er/sie ja genau das was ich dir auch geschrieben habe:

Vorteil der Lichtstärke:
o) Freistellungsmöglichkeit (Tiefenschärfe)
o) Einfrieren von Bewegungen nichtstatischer Motive bei weniger Licht (z.B. Indoorsport)

Ersteres ist für Teles weniger relevant, da siehe Link Tiefenschärferechner !

Zweiteres funktioniert bei ausreichend Licht auch mit Standardobjektiven oder mit Blitz und nur sehr selten brauchen Amateure wesentlich mehr.

Was er/sie NICHT schreibt sind die Vorteile der stabilisierten Consumerobjektive:
o) WESENTLICH billiger
o) WESENTLICH leichter
o) WESENTLICH kleiner
o) als Folge von Pkt 1 -> leichter ersetzbar/austauschbar bei Techniksprüngen
Spätestens beim Handling ist dann Schluß mit lustig und wenn Lichtstärke dann noch immer gefragt ist, greifen viele Pros un Amateure (so wie ich) zu Fixbrennweiten (50/1,8; 85/1,8; 105/2,8 VR etc.).

Bei Standardbrennweiten (17-50/55, 24-70 etc.) machen 2,8er Objektive schon alleine wegen der Freistellmöglichkeiten nach wie vor Sinn, bei Teles reichen IMHO die f/4 für Amateure TOTAL.

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17.03.2008, 14:08 Uhr - Editiert von Alpenländer, alte Version: hier
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Re(17): Gewissenfrage: d3 oder d300???
17.03.2008, 14:36:55
was du vergessen hast zu erwaehnen ist das aussehen vom bokeh.


Jep, das ist aber nicht nur von der Lichtstärke sondern auch von der Anzahl der Blendenlamellen abhängig. Desto kreisrunder die Blende, desto schöner das Bookeh.

Was nützt mir ein 20 Jahre altes 2,8er mit 5 oder 6 Blendenlamellen (und einem Stop-Schild als Blende) im Vergleich zur aktuellen (billigeren) Consumeroptik mit 9 Blendenlamellen wie z.B. dem 70-300er VR? ;-)

... sondern auch weil sie minderwertiger verarbeitet sind.


Stimmt. Nur hat mir noch keiner eine so hochwertig verarbeitete Profioptik zeigen können, die einen Sturz/Fall aus sagen wir Brusthöhe (typische Höhe beim Objektivwechsel) auf Beton/Steinboden SICHER überleben würde.
Hin ist hin, ob gut verarbeitet und hin oder schlecht verarbeitet und hin ist mir persönlich egal.

Was die Dichtheit angeht, so gibts es Seitens des Herstellers zumindest bei Nikon sowieso keine gesicherten Angaben, welche Objektive gedichtet sind und welche nicht. Das 70-300er VR hat die selben Gummidichtlippe rund ums Bajonett wie die wesentlich teureren Schwestermodelle.

was ich net ganz glauben kann ist das eine consumeroptik offen bei 5.6 gleich gut/schlecht ist wie ein zb 2.8 bei 5.6 ? mit welchen optiken hast das probiert?


Das du es selbst nicht glauben kannst/willst ist doch gut und legitim, deswegen probiere es doch selbst aus. Mache so wie ich zuerste einen theoretischen Test mit Stativaufbau, Spiegelvorauslösung und Fernauslöser und dann einen Feldtest mit echten Situationen und Motiven. ;-)

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Re: Gewissenfrage: d3 oder d300???
14.03.2008, 18:20:54
Die Antwort auf deine Frage ist einfach: D3 !

Der Grund ist, daß die D300 mit ihren APS-C Sensor und den 12 MPix einen kleineren Pixel-Pitch hat, und somit höhere Anforderungen an die Linienauflösung der Objektive stellt. Dein Objektivpark wird die Auflösung einer D300 niemals packen und somit wirst ned glücklich werden. Die fiktive Brennweitenverlängerung kommt dann als weiterer Nachteil dazu.

Die D3 hat die selbe Auflösung wie die D300 aber verteilt auf einen Sensor auf Kleinbildformat und stellt somit wesentlich geringere Anforderungen an die Objektive und dort können sogar so alte Flaschenböden wie deine Tamrons aus den 80er Jahren daran betrieben werden. Fürs erste wirds reichen und dann holst dir sowieso irgendwann das 24-70er 2,8.

Einen neuen Blitz (SB-800) solltest allerdings auch noch auf die Einkaufliste setzen, da sich die Belichtungsmessung aufgrund des Sensors statt dem Film von TTL auf iTTL geändert hat (der Sensor reflektiert nicht mehr genug Licht für eine korrekte TTL Messung, daher sind Messvorblitze erforderlich) und ich nicht sicher bin ob das dein Blitz schon kann, glaube aber eher nicht.

Ansonsten viel Spaß mit diesem Meisterwerk moderner Technik und zeige dich dem Werkzeug würdig !

Sers
Alpenländer

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Re(2): Gewissenfrage: d3 oder d300???
15.03.2008, 21:22:23
meine Empfehlung zur D3 berücksichtigt sehr stark den Wunsch des Fragestellers, nach Möglichkeit den - bzw. Teile des - vorhandenen Objektivparks weiter zu nutzen. Er hat das Nikkor 28-70 und das 80-200 - beides frühere Hochleistungsobjektive, die an FF-Kameras wie der D3 nutzbar sind, aber an der D300 wegen der hohen Pixeldichte und kleinen Pixelgrösse scheitern. Und zwar am Auflösungsvermögen!

aber dafür reduziert sich die Problematik der (Objekiv-) Auflösung und der
Telezentrik ein wenig, weil die kritschen Ränder und Ecken vom kleineren
Bildkreis beschnitten werden.


Für die D300 fehlt es den angegebenen Objektiven (von den 80ßger Tamrons gar nicht zu reden!) leider so weit, dass sie m.E. auch der von Dir durchaus zu Recht ins Treffen geführte "Sweet Spot"-Effekt nicht mehr rausreissen kann.

Die D300 ist die beste Lösung, wenn er
a) FF nicht unbedingt braucht,
b) sich vom vorhandenen objektivpark gänzlich trennt und
c) neue DX Objektive kauft, insbesonders das 17-55/2.8 und das 70-200 VR oder auch das 70-300, wenn eine gute "Consumer-Variante" reicht.  

Damit wäre er mit nur 2 Objektiven schon ganz gut aufgestellt.
Ggf. die bereits empfohlenen "Festbrenner" 50/1.4 und 85/1.4 für AL/Portrait dazu, und falls benötigt das 105er Makro und Bingo! Das ist die klar kostengünstigere Lösung - da bin ich bei Dir!

FF (D3) kostet mehr, ist aber die Lösung mit erheblich universellerem und damit "professionellem" Potential. ;-)
D3 + 28-70 und 80-200 für den Start
mittelfristig Umbau auf 14-24, 24-70, 70-200VR; mehr (gutes) Tele wird teuer (200-400VR).




15.03.2008, 21:25 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
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Re(3): Gewissenfrage: d3 oder d300???
15.03.2008, 22:33:33
meine Empfehlung zur D3 berücksichtigt sehr stark den Wunsch des
Fragestellers, nach Möglichkeit den - bzw. Teile des - vorhandenen
Objektivparks weiter zu nutzen.

Tja, genau das ist auch der Ausgangspunkt meiner Überlegungen.
Er hat das Nikkor 28-70 und das 80-200 - beides frühere
Hochleistungsobjektive, die an FF-Kameras wie der D3 nutzbar sind

..aber leider in den Randbereichen sich an digitalen Sensoren deutlich schwer tun. Das ist ein Faktg, der auch durch geringe Pixeldichte nicht aufgehoben wird.
FF (D3) kostet mehr, ist aber die Lösung mit erheblich universellerem und damit "professionellem" Potential.

Ich betone wieder einmal die Bedeutung von "professionell" in diesem Zusammenhang - "beruflich (nutzbar)". Es gibt zweifellos mehr Berufsfotografen, die eine D300 und sogar eine D80 nutzen als welche, die eine D3 nutzen werden. Also, wie der Wiener zu sagen pflegt "wuuurscht".

Das mit dem "universellerem Potential" halte ich überhaupt für falsche, denn gerade eine FF-Kamera benötigt zum Ausspielen ihres Potenzials Objektive, die für digitale Fotografie gerechnet wurden UND einen ausreichend großen Bildkreis perfekt bedienen - was die Kosten erheblich(!) erhöht und die universelle Einsatzmöglichkeiten einer solchen Kamera derzeit doch erheblich einschränkt.

Ich hoffe, du kannst mit meiner anderen Meinung leben. ;)
  
Euer CWsoft
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(persönlich zu finden in Perchtoldsdorf bei i-design)
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