Batterien für Blitz?
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Re: Batterien für Blitz?
02.04.2008, 09:00:49
Für möglichst kurze Blitzfolgezeiten verwende ich noch immer meine uralten aber dank periodischer Formierungsladung noch immer fitten RS-Akkus. Das sind NiCd Zellen, die für den Modellbau verwendet wurden, also für extrem hohe Ströme ausgelegt sind. Man kann sie auch extrem schnell laden (10~20C Ladestrom!!), dabei verlieren sie aber recht rasch an Kapazität, weil man dabei bestenfalls 85~90% hinein bekommt. Anders beim Langsamladen (1/10C)

Blitzfolgezeiten: bei frisch geladenen Akkus ca 1/4 (!!) als mit frischen Alkali-Mangan Batterien. In meinem alten Metz Blitz waren ca 2 Sek. bei voller Leistung drinnen, mit Alkali Batterien kaum kürzer als 7~8 Sek.
Im 550EX mitsamt dem externen Akkufach (dann habe ich insgesamt 10 Zellen zur Verfügung) geht mir auch in der Serienbildfunktion der EOS20D kaum einmal der Saft aus. Bei voller Leistung liegt die Blitzfolgezeit aber unter 1 Sek. Mit Alkali Batterien bei knapp 4 Sekunden. Nachteil: Das Gerät wird mit den Akkus und etwas schnellerer Blitzfolge sehr heiß.

Nachteil: Nur ca 1/4 der Blitzzahl möglich, dann sind die Akkus erschöpft, bei den Alkali Batterien geht es zwar langsamer, dafür eben wesentlich länger...

NiMh Akkus liefern keine so hohen Ströme (oder gibt es da vom Modellbau auch etwas?)

Ich habe am Linzer Pflasterspektakel einmal einen Satz Duracell und einen Satz (Hofer) Sony Zellen - beide Sätze leer gefahren, bis die Blitzfolgezeit einfach zu lange wurde, dabei habe ich aber keinen Vorteil der Duracell erkennen können, sie kosten nur das mehrfache.

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Re: Batterien für Blitz?
02.04.2008, 23:07:30
Akkus brauchen entsprechende Ladegeräte.
Problem: Die einzelnen Zellen haben nicht 100%ig die gleiche Kapazität. Die einzelüberwachten Ladegeräte laden eben die Zellen einzeln, schalten die Zellen dann ab, wenn sie "voll" sind. Beim Entladen machen sich dann die unterschiedlichen Kapazitäten sehr negativ bemerkbar. Von z.b. 6 Zellen ist eine etwas "schwächer", das Gerät funktioniert noch, obwohl diese einzelne Zelle nicht mehr kann, aber die anderen sehr wohl noch. Somit kommt es bei dieser Zelle zu einer extremen Tiefentladung oder gar zu einer forcierten Umpolung oder internen Kurzschluß.
Die Zelle ist nun tiefer entladen, beim Laden nimmt das Ladegerät zwar Rücksicht darauf, aber durch die Tiefentladung kommt es zu einer schnelleren Alterung. Der Akku erleidet einen Kapazitätsverlust. Dadurch schaukelt sich die ganze Sache auf. Die Einzelladung ist zwar gut für die einzelne Zelle wenn sie auch so verwendet wird, wenn aber mehrere Zellen in Serie betrieben wird (alle Geräte, die mehr als 1 Zelle benötigen), dann sollten die Zellen auch in Serie geladen werden, damit alle Zellen die gleiche Ladekapazität abbekommen. Erst damit ist die "Gleichbehandlung" der Zellen gewährleistet.
Ich lade meine alten RS Zellen (seit mittlerweile bald 20 Jahren) immer mit dem ebenso alten Prozessorladegerät, wo ich die Kapazität und die Spannung einstelle, und zumeist einen sehr kleinen Ladestrom (normalerweise 1/10C)
Die Akkus haben mittlerweile sicherlich um die tausend Ladezyklen hinter sich gebracht, Ausfälle? Ja, gab es, Kapazitätsverlust? Nein, Memoryeffekt - nein, ich habe die Akkus hin und wieder einer Formierungsladung unterzogen (mehrere langsame Ladungs- und Entladungszyklen mit max 1/10C), wodurch die Akkus zwar "unnötigerweise" mehrfach geladen und entladen wurden, aber dafür sind die Akkus noch immer fit und sie liefern immer noch die hohen Ströme. Bei NiMh Akkus habe ich nir eines fest gestellt, nach wenigen Ladezyklen steigt der Innenwiderstand, die Akkus verlieren zwar ihre Kapazität nicht, aber die Fähigkeit, höhere Ströme zu liefern - und das recht rasch. Das hat mich dazu bewogen, meine alten Akkus zu pflegen und ich habe seit ca 10 Jahren keine NiMh Akkus mehr gekauft.
Falls wer profunde Erfahrung mit NiMh Akkus hat, ich giere nach den Resultaten ...

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Re(4): eneloop - Fakten, Messwerte, Tipps
08.04.2008, 10:40:41
Die Seite bekommt von mir den Preis für schlechteste Web-Layout in über 10 Jahren Internet. Gratulation ! ;-)

Aber was mir dort auch nicht beantwortet wurde:
Darf/Sollte man einen Mischbetrieb mit Eneloops und anderen Akkus betreiben?

Grund:
Der "große" Nikon Blitz (SB-800 den ich verwende) kann optional zur schnelleren Ladung mit 5 statt 4 Stk. AA-Akkus betrieben werden. Jetzt werden die Dinger (Akkus) dummerweise meist in 4er Packungen verkauft.
Wie wirkt sich der Betrieb von 4 Stk. Eneloops mit einem 5. z.B. 2500mA Standardakku auf deren Lebensdauer aus?

Grundsätzlich ist ja bekannt, daß man NUR Akkus mit gleichen Ladezustand verwenden soll (schreibt ja auch er), da das vorzeitige Entladen einer einzelnen Zelle, der Lebensdauer der anderen schadet.

Die Frage ist jetzt:
Killen die 4 Stk. Eneloops die 5. Zelle (damit könnte ich leben :-)) oder killt die 5. Zelle die 4 Stk. Eneloops im SB-800 ?

Sers
Alpenländer

PS.: Ja ich weiß, idealerweise verwendet man 5. Stk. Eneloops und gut ist's.
Aber nicht jeder hat Eneloops und wenn man die Bilder will/braucht, wird die Lebensdauer von Akkus sicher kein Dealbreaker werden.

Meine Foto Galerie 1
Meine Foto Galerie 2

Gute Fotografen machen gute Bilder - sie können das auch mit schlechten Kameras.
Schlechte Fotografen machen schlechte Bilder - sie können das auch mit guten Kameras.

08.04.2008, 10:41 Uhr - Editiert von Alpenländer, alte Version: hier
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