Gestern in Schönbrunn
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Re(2): Gestern in Schönbrunn
01.09.2008, 21:06:00
hehe - an der Schärfe geht nichts ab!

Das hat mich - noch dazu bezogen auf matte 5MP - doch ziemlich überrascht. Dürfte aber tatsächlich am Ultraschallmotor liegen, der lautlos, aber flotter arbeitet als die "normalen" Linsen. Und das wirkt sich tatsächlich auch an der langsamen E-1 aus. Ich war echt entzückt über die deutlich hoöhere Ausbeute an Schärfe. Wiewohl das nicht eines meiner Hauptanliegen ist, freut es einen doch sehr. ;-)
das Beulenkroko auf #13 (Polfilter wäre da noch den versuich wert gewesen 77m??)

67mm, das war nicht das Problem, sondern die Rahmenbedingungen. Auch mit Polfilter nicht perfekt, eher schlechter, weil dann unscharf, abger doch, der Dreck auf der davorliegenden Scheibe zu sehen war. Danbn lieber so. ;)

Im übrigen gehört Nr. 8 zu meinen Favorites, wiewohl ich hier wahrscheinlich ein wenig nacharbeiten muss. Aber DER Blick schlägt auch die Nr. 12 bei weitem. ;)
Die Frauen geben mir persönlich diesmal etwas weniger

Ich habe dabei, wie auch bei dem kleinen Mädchen, nur darauf geschaut, wie gut ich Menschen aus der Masse der Besucher herausschälen kann. Bei Nr. 6 siehst du das wahrscheinlich am besten. Bei 10 und 7 war es der Nahbereich, der mal zeigen sollte, wie sich die Linsen dabei verhält. Nr. 5 war eine Aufnahme durch ein eher engmaschiges Gitter, der die Fragen nach Tiefenschärfe und exakter Darstellung ziemlich aussagekräftig beantwortete.

Danke für deine Gedanken.
  
Euer CWsoft
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Re(9): Gestern in Schönbrunn
02.09.2008, 11:01:23
Warum machen wir alle zusammen immer nur Zoo-Bilder, die
"ästetisch-woohlgefällig" sein sollen und sind.

Sein sollen? Die Sensation würde auch bei mir über die Ästhetik siegen. Aber sonst sehe ich Bilder (nicht Motive), wie (fast nur) ich (und einige meiner Schüler) sie sehe(n). Dass diese Sicht bei vielen (bei weitem nicht allen) Betrachtern "ästhetisch gut" ankommt, ist nett. Ich aber will einfach zeigen, was ICH sehe, wie ICH die Welt erlebe - und damit die Welt der Betrachter erweitern.
Warum zeigen wir nie die Tiger beim kopulieren ...

Das liegt bei mir nur daran, dass ich keinen Tiger fand und schon gar keine zwei, die kopulieren hätten können. Faule Viecher eben.
und wie die Zoo-Besucher halb fasziniert, halb peinlich berührt am Gitter stehen.

Ähnliche Aufnahmen gibt es von mir, wenn sie anfallen. Menschen beim Essen (sehr peinlich, aber ausdrucksstark) Menschen beim Lachen, beim Weinen, beim Verzweifeln. Meschen, vor allem in berührenden Augenblicken (peinlich oder nicht), sind schließlich meine Hauptmotive.
Warum zeigen wir nicht eine Fütterung, wenn der Riesenschlange die noch
zappelnde Ratte aus dem hals hängt.

Nr. 5 hängt noch ein Teil des Küken, das er gerade verputzt, aus dem Schnabel.
Ich bin sicher, Du verstehst mich schon!

Durchaus, mein Freund, durchaus. :)
Dein momentan gerade etwas kulturkritischer iraki!

Nachdem in diesem Forum so oft seitenweise über völlig Belangloses geschrieben wird, darf ein wenig Kulturkritik schon mal das Niveau heben.
  
Euer CWsoft
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Re(9): Gestern in Schönbrunn
02.09.2008, 11:14:42
Jetzt definiere bitte noch "wir" ...  

Das bräuchte ich gar nicht, wenn wir mal davon ausgehen können, dass das, was und wie wir an Licht in der Natur wahrnehmen, verschieden sein kann und doch empirisch auf einen Level gebracht wurde.

Ob Du mein Rot als Grün siehst, ist unerheblich, weil wir beide beim Aufwachsen gelernt haben, dass dieser Farbton einer aus der Skala der Farbe Gelb ist bzw. zu sein hat.

Gut, Schärfe ist ein anderer Punkt, entspricht aber in vielen bislang ausgestellten Fotos NICHT dem Empfinden des Fotografen bzw. Betrachters, sondern alleine dem Wunschdenken des Fotografen.

Ich schärfe grundsätzlich viel weniger als andere. Nicht, weil ich nicht schärfer könnte, sondern weil Schärfe ein Ergebnis des Kontrastverhaltens ist und mir stark geschärfte Bilder oft nicht mehr meiner (siehe oben) Lichtwahrnehmung entsprechen.

Ich liebe auch nicht die Neon-Schreierei der Supermärkte und der Werbeindustrie. Leute, die schon ein wenig mehr in die Zeit hineingeboren wurden, sind oft nur mehr in der Lage, die Sensation (=MEHR - von egal was) als hervorsteckend (in diesem Fall wortwörtlich zu nehmen) zu bewerten.

Hat nichts mit dir oder Werner oder phj oder iraki oder ... zu tun. Ist aber eine für mich jahrzehnte lang erfahrene Praxis. Ich weiß, wie ich aus einem guten Bild ein massenwirksames, mehrheitsfähiges machen kann. Andererseits sehe ich mich heute schon als Nischenprodukt - und greife daher nur ganz selten zu solchen Mitteln, weil mein Zielpublikum mehr am überbrachtem Ausdruck, an vermittelter Emotion interessiert ist. Ich bewundere aber (ehrlich und schwörlich) viele Fotos, die mit gekonnter Hand und Maß bei der Bearbeitung zu tollen Bildern gestylt werden.

Schon deshalb, weil ich Fotografie nie als Abbildmaschinerie sondern meine Kamera immer als meinen Pinsel verwendet habe.
  
Euer CWsoft
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Re(10): Gestern in Schönbrunn
02.09.2008, 11:35:39
Ob Du mein Rot als Grün siehst, ist unerheblich, weil wir beide beim Aufwachsen gelernt haben, dass dieser Farbton einer aus der Skala der Farbe Gelb ist bzw. zu sein hat.


Yup, Farbmanagement bei Menschen ;-) Deswegen schreibe ich ja immer, daß FM wichtig ist. Genauso wie keine Browser, kein Programm weiß was rot oder grün ist, solange es nicht jemand definiert, genauso geht es Kleinkindern in der Lernphase ;-)

Gut, Schärfe ist ein anderer Punkt, entspricht aber in vielen bislang ausgestellten Fotos NICHT dem Empfinden des Fotografen bzw. Betrachters, sondern alleine dem Wunschdenken des Fotografen.


Nun ich denke, da kann man nicht alle über einen Kamm scheren. z.B. ich bin schon seit längerem dazu über gegangen Bilder für den Nicht-Printbereich (Bildschimr-/Webpräsentation) nur mehr partiell zu schärfen, nämlich dort wo ich als Fotograf die Schärfe haben will bzw. dort wo ich sie bei der Aufnahme gesehen habe.

So wie hier z.B.:

Ich denke das Bild erklärt eigentlich alles.

Viele haben aber weder die Möglichkeit noch das Wissen solche Sachen partiell zu machen und fühlen sich - vielleicht ? - von der Zeit/Epoche/Gesellschaft dazu gedrängt bis zum max. möglichen zu schärfen.

Wenn wir dann in den Print-Bereich (Druck/Ausarbeitung) gehen, ändert sich die Sache allerdings dramatisch, den dort ist eine entsprechende Schärfung Pflicht, aber wem erzähle ich das ;-)

Das Problem ist IMHO das 2 Parameter in JEDEM Bild auch vom unkundigsten Betrachter SOFORT erkannt werden: Rauschen und Schärfe. Vielleicht auch der Grund warum über diese Punkte am intensivsten diskutiert wird und auch immer wieder alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden um diese Punkte zu optimieren.

Sers
Alpenländer

PS.: Wenn wir unsere Bilder im LR 2.0 exportiern, werden sie auch geschärft, da jede Verkleinerung der Auflösung in einem hochwertigem Bildbearbeitungsprogramm gleichzeitig mit indirektem (!) Schärfen verbunden ist (Stichwort: Bikubisch schärfer oder bei LR Export für Bildschirm wo eine IMHO dramatische Schärfung vorgenommen wird).

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Re(4): Gestern in Schönbrunn
02.09.2008, 14:09:54
Die Handhabung des Programms ist relativ gesehen leicht zu erlernen. (Obwohl
ich zugeben muss, es schon sehr lange nicht mehr verwendet zu haben)

Ja. In den Grundzügen schon.
Nur das Gespür auch mit dem Programms das Richtige zu machen, da stimm ich dir
zu, des haben nur sehr wenige.

Das ist der Irrtum, den ich meine: Das hat mit Gespür gar nichts zu tun. Wer da auf's Gespür angewiesen ist, hat schon die A.karte gezogen.

Da geht es um WISSEN. Z.B. über Farbmanagement. Z.B. über Histogramme und deren korrekte Bewertung. Über Farbmodelle (RGB/HSL/CMYK...) und deren richtigen Einsatz. Über Farbtiefe und Dynamik - und sei es nur, um zu wissen, warum das JPEG nach der Optimierung um so vieles schlechter aussieht als das Original. Uber Farbräume, -profile (sRGB, Adobe RGB, Prophoto RGB und auch verschiedene CMYK-Profile, wenn gedruckt werden soll) und deren sinnvolle Anwendung, die sich keinesfalls darin erschöpft, irgendeines zu verwenden. Erst der Verwendungszweck (Web, Druck, Diashow o.ä. bestimmt den richtigen Farbraum.

Und es wäre auch gut, vor Bearbeitung zu wissen, dass RGB ein additives Farbsystem darstellt und CMYK ein subtraktives. Weil Drucker arbeiten nnun mal mit substraktiv gemischten Farben, wohingegen Monitore Licht additiv darstellen (max. Rot + Grün + Blau ergeben hellstes Weiß).

Theorie mag manchem sinnlos erscheinen. Ohne das theoretische Wissen aber wird jede darauf aufbauende Praxis ziemlich wertlos. ;)
  
Euer CWsoft
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02.09.2008, 14:29 Uhr - Editiert von CWsoft, alte Version: hier
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Re(2): Gestern in Schönbrunn
07.09.2008, 19:37:05
Bild 8 ist Hammer, 9 ebenfalls (nur leider etwas abgeschnitten, auch wenn das Licht da noch besser ist).

Nr. 9 war ein Versuch eines Blicks durch zwei eng stehende Pfosten zu schielen. Ist uns beiden (Dumba und mir), so gesehen, ganz gut gelungen. ;)
Genial: die Ente als Bild 11

Die musste einfach sein: die allseits beliebte 11er Antn. B-)
15 ist als Foto toll, aber irgendwie deplaziert, da Tiergarten ist "Leben" - der Brunnen ist tot.
7 hat schöne Farbe, aber scharfe Blattspitzen und saubere Unschärfe im
Hintergrund sind mir irgendwie zu wenig.

Bitte vergiss nicht das Eingangsposting: Der einzige Zweck war, mit diesen Aufnahmen die Fähigkeiten eines neuen Objektivs abzutesten. Da war z.B. die Nahaufnahme von Grün wesentlicher Beleg für Schärfe einerseits und Tiefenschärfe ("Freistellen") andererseits. Mehr war da nicht geplant. Die Aufnahmen hatten auch nichts mit Leben im Tiergarten zu tun. Sie wurden nur dort gemacht, weil bei einige Tests die Motive, die ein Tiergarten bietet, bessere Möglichkeiten für die Tests geben.
Die Menschen sind für mich mehr als verzichtbar.

Ditto. Ich saß bei einem Mineralwasserflascherl und wollte sehen

a) wie leicht/schwierig es wäre, mit diesem Teil Menschen unaufdringlich und ungestört zu fotografieren. (hat gut geklappt, das Objektiv ist so leise...)

b) wie gut diese Linse sich bei Freistellungen innerhalb einer Gruppe machen würde (auch recht brauchbar, fast ideal, wie ich sehen konnte).
  
Euer CWsoft
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