Vorabtest Panasonic Lumix DMC-GH1
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Vorabtest Panasonic Lumix DMC-GH1
08.05.2009, 09:14:51
Quelle: http://www.digitalkamera.de/Testbericht/Panasonic_Lumix_DMC_GH1/5759.aspx

IMHO die nächste mFT Totgeburt von Panasonic. Lt. dpreview soll das Ding in De/At EUR 1550,- kosten und zwar wahrscheinlich NUR das Gehäuse (Panasonic Germany reports a recommended price of €1550 though it doesn't specify that includes the lens.) %-)%-)%-)

Wer bei dem Preis die Zielgruppe für so sinnlose Features wie ...
"Die Kamera übernimmt nicht nur die Wahl des richtigen Motivprogramms, wobei sie erkennt, ob man gerade Porträts, Landschafts-, Sport-, Nacht- oder Makroaufnahmen macht ..." und

"Es ist möglich, einzelne Gesichter mit Namen und Geburtsdatum zu registrieren. Anschließend zeigt die Kamera bei Aufnahme und Wiedergabe an, wer da erkannt wurde und wie alt er ist – auf das Jahr, den Monat und den Tag genau."

... weiß wohl nicht Mal Panasonic selbst genau. Werden wohl eher Videofilmer sein - hoffentlich :-)

Auch ist anzunehmen das Panasonic - genauso wie bei der Lumix DMC-G1 - alle Tricks in der Nachbearbeitung nutzen wird um am Kunden vorbei (!) die groben Mängel ihrer Kit-Objektive schon im RAW heraus rechnen zu lassen (natürlich mit allen damit verbundenen Nachteilen).

Dafür bleiben die für Fotografie wirklich sinnvollen Features außen vor ...
"Eine drahtlose Zündung externer Blitzgeräte ist ebenfalls nicht vorgesehen, aber immerhin gibt es einen Standard-Systemblitzschuh ..."
und einen mechanischen Verschluss hat das Ding auch noch immer
"Schade ist dagegen der recht langsame und laute mechanische Verschluss der Kamera. Er ist immer offen, muss zur Belichtung erst geschlossen, anschließend geöffnet, wieder geschlossen und erneut geöffnet werden."

Was dem Käufer dafür bleibt ist die durchwachsene Kompatibilität zum restlichen FT-Objektivangebot und die wunderschöne Gehäusefarbe ... |-D

Sers
Alpenländer

Der Amateur sorgt sich um die Megapixel, der Profi um den Profit und der Meister ums Licht.
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Re: Vorabtest Panasonic Lumix DMC-GH1
08.05.2009, 10:09:09
Lt. dpreview soll das Ding in De/At EUR 1550,- kosten und zwar wahrscheinlich
NUR das Gehäuse (Panasonic Germany reports a recommended price of €1550 though
it doesn't specify that includes the lens.)


... der Preis ist arg genug .. .vor allem in Relation zum Dollar/Wechselkurs ... aber SICHER mit dem Objektiv ... für mich gar keine Frage, auch wenn es nicht explizit dabei stehen mag. Möglicherweise hat dpreview auch das Deutsch auf der Pana .de webseite nicht zur Gänze lesen/verstehen können. ;-)

zu den anderen Punkten gebe ich Dir recht ... vor allem zum Thema mechanischer Verschluss ... hat in einer echten EVIL nach meinem Geschmack nix zu suchen.

Und die befürchtungen bezüglich nicht abschaltbarer Bild-Verschlimmbesserung auch in den RAWs ehe ich nach den jüngsten Trickserein Panas auch als gegeben an.

Mit der Weiterentwicklung des Automatikmodus (egal, ob es "grünes viereck", "P" oder 36 Motivprogramme sind) in Richtung eines reinen "Automatikmodus" finde ich per se angenehm. Dann wäre in Zukunft nämlich nur noch 1 Platz am Drehrad sinnlos verschi**en und  Platz für Custom-Settings C1-C5 ...
!:-) |-D

Ausserdem, wenn der Automatikmodus endlich wirklcih intelligent wird, also z.B. wenn die face recognition ein Gesicht erkennt oder mehrere ... Bewegung wahrnimmt (langsam oder schneller, wo im frame) ... Umgebungshelligkeit richtig erkennt und vernünftig berücksichtigt (starkes Gegenlicht, Nacht, etc.) -> bin ich voll dafür.

Ich hätte, wie schon oft geschrieben, absolut nichts gegen einen GUT FUNKTIONIERENDEN Voll-Automatik-Modus, der es mir erlaubt, mich in bestimmten Situationen ausschliesslich auf die Motivszene/Framing zu konzentrieren - auch um den preis, dass das System dann nicht alle Feinheiten ausschöpft, die man manuell noch herausholen könnte. Aber solange *verlässlich "BRAUCHBARE" Bilder entstehen würden, wäre ich in manchen Situationen absolut zufrieden. Und das gilt für 99,9% aller Nicht-Equipment-Flexer genauso.

Inklusive "Profis". Wenn sich die Pressefotografen z.B. darauf *verlassen* könnten, dass die Cam bei einer Pressekonferenz automatisch (halbwegs) richtig belichtete und scharfe Bilder abliefert und sie nur schauen müssen, dass sie den Herrn Minister oder VIP zwischen den ganzen anderen Fotografen hindurch im Sucher behalten und die richtigen momente erwischen, in denen er voll blöd oder halbwegs intelligent dreinschaut ;-) ... dann würden die den Modus genauso nutzen. :-)


Das Problem ist ja in Wahrheit nur, dass das bis jetzt im Zweifel noch immer derart schlecht funktioniert, dass die Fotografen kein vertrauen in die Automatikfunktion haben und deshalb eben nur eine "Halbautomatik" oder "M" verwenden. Ja ich weiß schon, es gibt Situationen, die immer nur mit "M" auch nur annähernd vernünftig machbar sind. Aber es solte eigentlich die Ausnahme sein ... für 10% der Bilder oder so. Ausser man ist kreativer Foto-"Künstler", dann geht es wahrscheinlich wirklich nicht automatisch. :-)
  


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Re(6): Vorabtest Panasonic Lumix DMC-GH1
28.05.2009, 10:40:40
Die Belichtungsmessung ("Helligkeit" ;-)) erfolgt je nach Modell und Hersteller. Im Allgemeinen kann man aber sagen, daß moderne Kameras in der Zwischenzeit 3 Belichtungsmessmethoden kennen:

1.) Spot-Messung: Da wird nur ein kleiner Punkt gemessen. Bei vielen Herstellern nur der Punkt unter dem mittleren AF-Feld, bei Nikon der unter dem angewähltem AF-Feld ;-)
Info: http://de.wikipedia.org/wiki/Spotbelichtungsmesser

2.) Mittenbetonte Integralmessung: Standardmessung mit einer gleichmäßigen Verteilung über das ganze Bild. Führt herstellerübergreifend zu den reproduzierbarsten (manchmal aber auch falschen !) Ergebnissen und wird deswegen gerne von Pro's benützt (da kann man ein Gefühl dafür entwickeln und ganz unabhängig vom Kameramodell gleich in die Belichtung einbringen).
Info: http://de.wikipedia.org/wiki/Integralmessung

3.) Matrixmessung (oft auch Mehrfeldmessung genannt): Da kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen und Mal werden nur 8 Bildsegmente, Mal 40 oder bei einigen Herstellern gleich 1005 Punkte im Bild gemessen und parallel zu einer Szenenerkennung ausgewertet.
Nikon, IMHO gesegnet mit der mit Abstand besten Belichtungsmessung (in den Pro-Modellen ab D200 beginnend !) hat dafür ein Referenzprofil (quasi "Mini-Datenbank") in jedem seiner Pro-Modelle integriert, wo über 30.000 verschiedene Belichtungssituationen abgelegt sind und die Kamera die aktuelle darauf abgleicht und entsprechend belichtet.
Allerdings führt dieses Messmethode bei jedem Hersteller zu anderen (bei manchen auch sehr skurillen) Belichtungsstrategien und ist somit nicht erste Wahl für Leute, die oft mit verschiedenen Gehäusen fotografieren ;-)
Info: http://de.wikipedia.org/wiki/Matrixmessung

Großartige Fotografie handelt von Gefühlstiefe, nicht von Schärfentiefe.
— Peter Adams
28.05.2009, 10:48 Uhr - Editiert von Alpenländer, alte Version: hier
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Re: Vorabtest Panasonic Lumix DMC-GH1
08.05.2009, 11:34:40
Ich finde diese Herumsuderei absolut kindisch.

Wenn man sich den Markt ansieht, dann gibt es die Masse (bei weitem die Mehrheit), die Semipro und die Pro. Letztere verdienen mit dem Zeugs gelt.
Wirklich lästig und kindisch ist einzig die Gruppe der Semipro, weil es sich gerade hier um Pixelpeeper und Suderanten mit Halbwissen handelt.

Kein Profi stört sich jemals an einer G1 und deren Objektivschönrechnerei. Wenn ich das nicht haben will, kauf ich halt eine andere Kamera und davon gibt es ja genug. Jetzt haben wir bei Nikon D200 ewig lang über das nicht verlustfrei komprimierte NEF Format diskutiert (bei bestem Willen ließen sich absolut keine Einschränkungen außerhalb des Labors feststellen); da kommt uns eine G1 mit der eingebauten Korrektur natürlich recht. Daß freilich Canon bereits auf dem Chip massiv Rauschen rausrechnet (und damit erst das berühmte Plastik Look and Feel erreicht)- das haben wir ja bereits verdrängt und vergessen.

Optik läßt sich nunmal nicht be*PIEP*. Uns sind schlicht die Mittel ausgegangen. Und jetzt erklär einer Mutter oder einem Vater (Zielgruppe so einer G1) einmal, daß sie sich halt ein 24-70/2.8 kaufen muß... um lächerliche 1800 EUR... weil sonst kommen CA, Verzeichnung, flauer Kontrast und sonstwas auf die Bilder bzw. sonst "nützt man die tolle Kamera" ja gar nicht aus. Bei den Müttern kann man mit solchen Sprüchen gar nicht landen, aber die Väter sind natürlich offen für sowas. Die kaufen ja auch Steckdosenleisten um 400 EUR weil der Frequenzgang der Lautsprecher sich dadurch verbessert.

Also bitte.

Der Zielgruppe einer G1 ist das wirklich schnurzegal, wie die Kamera was und in welcher Art automatisch erledigt. Hauptsache das Bild passt und zwar unkompliziert. Die Zielgruppe der G1 hat nämlich im Gegensatz zu den Semipro auch keinerlei Interesse daran, vor jedem Bild zunächst 3 Minuten lang mit dem Joystick das optimalen AF Feld zu wählen und an Daumen- und Fingerrädchen herumzudrehen...





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Re: ISO 400 auf einer 620er ...
03.06.2009, 09:45:02
Ich werde mir die Bilder des eigenen Tests mal durchsehen. Wie du selbst weißt, haben die Bilder der E-30 bei ISO 800 ganz anders ausgesehen als die gezeigten bei ISO 400 - und die nächste Generation des gleichen Sensors ist in der E-620 verbaut. Das Rauschen (chrominanz und Luminanz) liegt bei FT Crop 2,0 verglichen mit guten APS-C Kameras anderer Hersteller etwa 0,7 bis 1EV höher (bedeutet: E-x rauscht bei 1600 ISO so wie APS-C bei ISO 2500 bis 3200).

JPEGs out of the Cam? Nein. Was mir am ersten Bild (und den beinhalteten Daten) auffällt, ist, dass das Foto am 30.5. gemacht und am 31.5. mit Olympus Studio 2.2 bearbeitet wurde. WAS konkret da verändert wurde, kann ich natürlich nicht erkennen - wohl aber DASS.

An den Fensterbereichen erhärtet sich aber ein Verdacht: Wegen der Lichter in den Fenstern und im Deckenbereich wurde hier ziemlich stark (geschätzt locker 1,3 bis möglicherweise 2EV) unterbelichtet, damit selbige nicht ausfressen. Und wie haben wir die Tiefen jetzt sichtbar gemacht? ;) Und das mach mal mit egal welchem Sensor (im Crop-Bereich)! Dass die Motivstellung an sich schon so gewählt ist, jedwedes Rauschen extrem herauszubringen, habe ich schon erwähnt?

Was ich anhand der Daten, die ich auslesen kann, leider überhaupt nicht nicht feststellen konnte, war die Einstellung der Graduation. Steht die nämlich auf "Auto" (und nicht auf "normal"), reicht das alleine schon, um das Bild nach unserem Empfinden völlig zu verrauschen.

Da gibt es sogar die Neuerscheinung der E-3 als Beispiel, als Scott einen der Protypen getestet hat, und dann durch die falschen Kameraeinstellungen ebenfalls massiver Rauschen auftrat. Die Bilder gingen durch das Internet, durch alle interessierten Medien, und der Schaden war immens, auch als sich nachher herausgestellt hatte, dass "nur" Fehlbedienung der Grund dafür war.

Eine weitere Möglichkeit, das Rauschen deutlich anzuheben, wäre das Tonemapping eines mit mehreren RAWs erstellten HDRs. Das dürfte es in diesem Fall nicht sein, wiewohl ich es auch nicht ausschließen kann.

Der dargestellte Dynamikumfang übersteigt jedenfalls die Möglichkeiten einer Ausnahme ohne Nachbearbeitung. Und das kann für mich noch keine Referenz darstellen, aus der ich gruindsätzliche Eigenschaften herauszulesen imstande wäre.

Warten wir mal ab, bis die E-620 zum Test bei mir war. Kannst gerne wieder dabei sein und auch die RAWs direkt selbst durchsehen. Und dann helfe ich dir auch beim Posten, okay?
  
Euer CWsoft
persönlich erreichbar unter +43 676 587 8890
03.06.2009, 09:46 Uhr - Editiert von CWsoft, alte Version: hier
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