Wieder einmal die Bestätigung das Lichtstärke an Objektiven auch enden wollend ist
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Wieder einmal die Bestätigung das Lichtstärke an Objektiven auch enden wollend ist
26.11.2009, 09:39:41
Wieder einmal ein Canon "L" das total versagt:
EUR 1350,- für eine 50mm Fixbrennweite, die es bereits auch ab EUR 95,- etwas lichtschwächer gibt. "L" -> http://geizhals.at/a214825.html

Und dann das vernichtende Ergebnisse an Kleinbild:
http://www.photozone.de/canon_eos_ff/472-canon_50_12_5d?start=2

2,7 (!) Blenden Vignettierung bei Offenblende. Neuer Negativ-Rekord. Das nennt man wohl einen Tunnelblick |-D|-D
"Vignetting is a delicate topic for ultra-large aperture lenses used on full format DSLRs and, yes, the EF 50mm f/1.2 USM L has its share of problems here as well. At f/1.2 we're talking about more than 2.7EV - this is extreme and somewhat disappointing regarding the very large diameter of the front element. The situation does only marginally improve when stopping down to f/1.6 and it requires f/2 in order to reach acceptable levels here."

Dafür ist aber das Bookeh, weswegen die Linse oft/meist gekauft wird, wenigstens richtig schlecht ;-)
"The bokeh can get extremely nervous - here's sample border crop taken from one of the images in the sample image chapter (the park "gangway"). It seems as if this occurs primarily at the image borders in combination with a closer proximity to the sharp focus zone (the focus transition zone)."

Fazit:
"The border resolution as well as the vignetting is rather poor from f/1.2 till f/2." ... "The level of distortions and lateral CAs is also not overly impressive for a prime lens." ... "However, in critical situations the border and corner bokeh can be very nervous."

Sie sind sich auch durchaus bewusst, daß der Test nun eine Welle der Empörung bei Nicht-Fotografen aka "Ausrüstungsflexern" auslösen wird |-D:
"The result of this review will probably cause some "friction" in the community. Canon L lenses are some sort of holy grail and criticizing such lenses is usually not overly well perceived. However, it is our primary task to evaluate the technical performance of a lens, less so the creative potential - that's up to you and your idea of your specific target applications."

Interessant wäre jetzt noch wenn sie das Leica f/1.0 Noctilux Objektiv (http://geizhals.at/a51364.html ) testen könnten. Wette das tät noch schlechter abschneiden und damit würde die nächste heilige Kuh der Nicht-Fotografen geschlachtet werden.

Sers
Alpenländer

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Re(2): Wieder einmal die Bestätigung das Lichtstärke an Objektiven auch enden wollend ist
26.11.2009, 09:54:45
Das 50/1.2 ist eine der neuesten Canon "L"-Objektive (2007).

Für mich kommt das Testergebnis nicht überraschend. Wer im DSLR-, dforum, fredmiranda etc. gelesen und gesehen hat, was die Besitzer dazu sagen, wusste, dass das Glas den Anspruch leider nicht erfüllt.    

Warum Canon nicht *wie von mir ja bereits öfters vorgeschlagen* ;-) statt dem völlig unnötigen 50/1.2L das vorhandene 50/1.4 komplett runderneuert und mit widebody Design (hilft gut gegen Vignettierung!) wieder auf zeitgemässen Standard gebracht hat, ist mir absolut unverständlich.

@Canon:
Ideal wäre eine Kombination der guten Eigenschaften des Sigma 50/1.4 und des neuen Nikkor AF-S 50/1.4 und dazu den exzellenten Canon Ring-USM mit FTM.  
Und zwar um einen fairen Preis, sagen wir halt € 400,- bis 450,-  :-)



PS: der Fairness bzw. Objektivität halber sollte man die Aussage zum Bokeh aber doch komplett zitieren: http://www.photozone.de/canon_eos_ff/472-canon_50_12_5d?start=2

"It is tricky to judge the quality of the bokeh. The lens is surely capable of producing an exceptional "cream" at very large apertures - more so than most lenses thanks to f/1.2 of course - and the bokeh is also technically perfect near in center of the image field. However, in critical situations the border and corner bokeh can be very nervous. It's not a show-stopper but you've to know what you're doing here (keeping a pronounced focus spread between your main subjects and border structures)."


Wenn ich es kürzer schreiben könnte, würde ich. :-)
26.11.2009, 09:57 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
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Re(2): Wieder einmal die Bestätigung das Lichtstärke an Objektiven auch enden wollend ist
26.11.2009, 12:08:30
Langsam denke ich mir, welches Glasel schneidet am Kleinbildsensor überhaupt gut ab?

Da gibts schon ein paar, aber viele sind es nicht ;-):
http://www.photozone.de/canon_eos_ff/458-canon_100_28is_5d?start=1
http://www.photozone.de/canon_eos_ff/430-canon_135_2_5d?start=1
http://www.photozone.de/canon_eos_ff/431-canon_70200_4is_5d?start=1

Oder von Nikon:
http://www.photozone.de/nikon_ff/447-nikkor_afs_1424_28_ff
http://www.photozone.de/nikon_ff/456-nikkor_afs_2470_28_ff

Kann es sein, dass hier nicht die verwendete Linse sondern der Body bzw. das Chipformat nix taugt.

So pauschal kann man es leider nicht sagen, aber es geht in die Richtung ...

Aufgrund des rechteckigen Sensorformates muß das Objektiv immer einen größeren Bildkreis ausleuchten (Objektive sind rund, Sensoren rechteckig). Bei Kleinbild sind die Sensoren doppelt so groß wie bei APS-C und somit sind die Anforderungen an die Optik noch wesentlich höher als bei Crop-Sensoren!

Kombiniert man diese dann noch mit hoher Lichtstärke wird das Feld dünn und nur die besten Objektivbauer können da noch entsprechende Qualität liefern.

Genau aus diesem Grund sind Objektive lichtstärker als f/1.4 an Kleinbild IMHO reine Prestigeprojekte und für alltäglichen Foto-Einsatz abseits von Spezialanwendungen eher "schwierig" zu realisieren.

Mit steigender Pixeldichte an Kleinbild werden diese jetzt schon hohen Anforderungen in Zukunft noch weiter steigen und letztlich bleiben dem Anwender 2 Möglichkeiten:
1.) Entweder hochauflösende Gehäuse mit vergleichsweise minderwertigen (=ungeeigneten) Optiken betreiben und sich über den Auflösungsgewinn in der Bildmitte freuen und über den Bildrand gar nicht viel reden (siehe einige/viele 5D Mk II User) -> IMHO fauler Kompromiss
2.) Oder immer auf die neueste Objektivtechnologie umsteigen (was IMHO mehr Sinn macht, als immer die neueste Gehäusetechnologie haben zu wollen) und somit immer die techn. gerade beste verfügbare Lösung zu haben.

Amateure haben dann noch eine 3. Möglichkeit:
Bei dem Gehäuse bleiben mit dem man bereits jetzt zufrieden ist und damit erübrigt sich eine Neuanschaffung von Glas und auch faule Kompromisse können so verhindert werden unter der Voraussetzung das bestehende Glas bedient den Sensor jetzt schon zufriedenstellen. Wenn dann entsprechende Optiken zu vernünftigen Preisen nachgeliefert werden, kann man ja noch immer auf ein neueres hochauflösenderes Gehäuse umsteigen.

Aber Kleinbild hat bei bestimmten Anwendungen auch heute noch absolut seine Existenzberechtigung (Eventfotografie: Hochzeiten, Theater, Sport), ist aber eher eine Randgruppenanwendung im Vergleich zur Masse der gemachten Bilder.

Sers
Alpenländer

26.11.2009, 12:14 Uhr - Editiert von Alpenländer, alte Version: hier
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