Tagesgeld Deutschland - Zinsen versteuern ?
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Tagesgeld Deutschland - Zinsen versteuern ?
25.06.2010, 14:06:19
In Ö. wird mit Juli der nächste Zinsrückgang eingeleitet.
In Deutschland hingegen gibts noch einige Angebote mit über 2 % und besonders die Online Brocker machen immer wieder mal Angebote mit noch einigem mehr an Zinsen.
Die Zinsen werden in D. noch dazu ohne Steuern ausgezahlt.

Ich überlege mir schon länger etwas Geld dorthin zu transferieren.
Nur kann ich mich einfach nicht entscheiden ob, ich die Steuern dann wirklich in einer Steuererklärung abgebe?

Was sagt ihr nun dazu und wie haltet ihr es mit dem Angeben der deutschen Zinsen?
Kann man es bei nicht so großen Beträgen gefahrlos riskieren oder haben die Länder ihre Kontrollmeldungen so verbessert, dass man selbst für ein paar Euro irgendwann Post vom Finanzamt bekommt?
Und drohen einem da als Privatperson nennenswerte Strafen?

Ein Steuerberater den ich mal dazu gefragt habe, meinte folgendes: Ich solle mir nicht so große Sorgen machen, da eh praktisch jeder etwas hinterzieht und viele auch in einem großen Ausmaß ohne das das Finanzamt je was gemerkt oder unternommen hätte. Wegen meiner paar Euro Zinsen solle ich mir also keine Sorgen machen.


Auszug aus modern-banking.at DE-Tagesgeldvergleich:

Zinserträge werden für österreichische Kunden ohne Abzug von Steuern ausgezahlt. Da Zinserträge im Wohnsitzland zu versteuern sind, geben Anleger die ausländischen Zinserträge direkt bei der jährlichen Steuererklärung an. Dabei werden inländische Zinserträge und ausländische Zinserträge innerhalb der EU steuerlich gleich behandelt. Gemäß der EU-Zinsrichtlinie für Auslandskunden in der EU werden seit 1.7.05 Kontrollmeldungen unter den Finanzbehörden ausgetauscht. Ziel dabei ist eine grenzüberschreitende Zinsbesteuerung und der Austausch von Informationen über Kapitaleinkünfte.



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Re: Tagesgeld Deutschland - Zinsen versteuern ?
25.06.2010, 23:22:08
die deutschen institute schicken an die wohnsitzfinanzämter die info über deine zinseinnahmen, vorzugsweise informieren sie aber dich als kunden nicht darüber. wenn es um zinsen aus fonds o.ä. geht wird aber wiederum die eu quellensteuer einbehalten um alles für den anleger so verwirrend wie möglich zu machen. dieser ist damit natürlich nicht endbesteuert, das wäre zu einfach, er muss wie er oft gar nicht weiß trotz bezahlter steuer eine steuererklärung abgeben (egal wie klein der betrag ist) und kann sich dann die eu kest anrechnen lassen auf die hier zu bezahlende steuer.

nun beginnt für die finanzämter die jegliche zinseinnahme gemeldet bekommen ein lustiges spiel. es wird gewartet bis die letzte frist für die abgabe einer steuererklärung verstrichen ist, dann kommt eine anfrage mit teils absurrden fragen (z.b. pensionistin wie sie ihren lebensunterhalt bestreitet, woher das angelegte geld stammt etc) an den empfänger der zinsen.

dieser hat nun im besten fall nur eine verwaltungsübertretung begangen (auch wenn keine nachzahlung fällig wäre, da bei auslandszinserträgen die abgabe einer steuererklärung verpflichtend vorgeschrieben ist!) im schlechtesten fall ein finanzstraffverfahren am hals. es lebe der freie eu markt und unfassbar vertrottelte regelung der eu zinsertragssteuer!
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'Deshalb zähle ich zu den Gebrechen eines Staates an erster Stelle die Folgen einer unvollkommenen Errichtung,...'          aus Leviathan, Hobbes            


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Re(2): Tagesgeld Deutschland - Zinsen versteuern ?
26.06.2010, 11:35:47
die deutschen institute schicken an die wohnsitzfinanzämter die info über
deine zinseinnahmen, vorzugsweise informieren sie aber dich als kunden nicht
darüber. wenn es um zinsen aus fonds o.ä. geht wird aber wiederum die eu
quellensteuer einbehalten um alles für den anleger so verwirrend wie möglich
zu machen. dieser ist damit natürlich nicht endbesteuert, das wäre zu einfach,
er muss wie er oft gar nicht weiß trotz bezahlter steuer eine steuererklärung
abgeben (egal wie klein der betrag ist) und kann sich dann die eu kest
anrechnen lassen auf die hier zu bezahlende steuer. nun beginnt für die
finanzämter die jegliche zinseinnahme gemeldet bekommen ein lustiges spiel. es
wird gewartet bis die letzte frist für die abgabe einer steuererklärung
verstrichen ist, dann kommt eine anfrage mit teils absurrden fragen (z.b.
pensionistin wie sie ihren lebensunterhalt bestreitet, woher das angelegte
geld stammt etc) an den empfänger der zinsen.dieser hat nun im besten fall nur
eine verwaltungsübertretung begangen (auch wenn keine nachzahlung fällig wäre,
da bei auslandszinserträgen die abgabe einer steuererklärung verpflichtend
vorgeschrieben ist!) im schlechtesten fall ein finanzstraffverfahren am hals.
es lebe der freie eu markt und unfassbar vertrottelte regelung der eu
zinsertragssteuer!--------------------------------------------------------'Deshalb
zähle ich zu den Gebrechen eines Staates an erster Stelle die Folgen einer
unvollkommenen Errichtung,...'          aus Leviathan, Hobbes            


noch nie so viel blödsinn gelesen.

erstmal erkundigen was wirklich gemeldet wird.
-verwaltungsübertretung - oh mann..klar
-und finanzstrafverfahren - sicher, besonders bei 3stelligen Beträgen.

Naja, zumindest lustig...

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Re(5): Tagesgeld Deutschland - Zinsen versteuern ?
26.06.2010, 21:18:21
Die EU-weit einheitliche Lösung wäre: Abschaffung des Bankgeheimnisses.
Willst du das?


ich will eine eu weite einheitliche kapitalertragssteuer und wenn das nicht geht weil jedes land sein eigenes süppchen kochen muss, dann das schweizer modell. ob mit oder ohne bankgeheimnis ist mir wurscht, solange nicht jede einzelne zinsmeldung mit allen daten quer durch die länder geschickt wird, nur weil ich mein geld nicht im heimatland mit depotgebühr abzocke ans bankenkartell anlegen will.

was ich auf alle fälle will ist eine kest die im sinne des gleichheitsgrundsatzes auf alle kapitalerträge gleich ist. ob das sparbuchzinsen oder aktienggewinne sind soll dabei ebenso keinen unterschied machen, wie das land in dem investiert/veranlagt wird.

der wahnsinn mit schwarzen, weissen und sonstigen fonds ist absolut hirnrissiger schwachsinn, es kennen sich die leute beim FA nicht aus, wenn man z.b. spezielle fragen zur besteuerung von optionen als stillhalter hat, kein steuerberater weiß bescheid, ich kann mich selbst wenn ich will nicht steuerehrlich verhalten. wenn ich dir mein posting am steuerberater forum zeige glaubst du es nicht.

einen stinknormalen ETF (index tracking stock) ein völlig harmloses produkt eines seriösen ausländischen emmitenten, viel sicherer als eine einzelaktie und du kannst im kriminal enden wenn der zufällig keinen steuerlichen vertreter in ö hat, das kanns wohl nicht sein.

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Re: Tagesgeld Deutschland - Zinsen versteuern ?
27.06.2010, 11:50:33
ich nehm an die ingdiba.at fuehrt die steuer automatisch ab, aber man kann sie sich zurueckholen, wenn man student ist oder so. im uebrigen machen sie es oft so, dass man dann aus luxemburg sein geld nicht zurueckholen kann, es ist daher nicht verfuegbar, dafuer wuerde ich keine steuer zahlen und auch nicht, weil man sich verstecken muss, wenn man aus oesterreich weg will, weil es viele schulden hat, oder man damit unzufrieden ist. ich wuerde einfach angeben warum man unzufrieden ist und die verfolgung oder aenderung gelaufen ist und wieso man jetzt weggeht. andererseits vermisse ich abschreibemoeglichkeiten wenn man zb etwas spenden muss zb von institution zu institution rennen und nur hoert, was die gerade sich in den nassen traeumen ausgedacht haben, sie aber auch steuerfinanziert sind. also ich denke man kann werbekosten abschreiben, wenn man die zinseinkuenfte als gehalt deklariert oder als zusatzeinkommen. nach der krise find ich es auch fragwuerdig, ob man seine pension im fond nicht selbst ansparen kann, weil man gehoert hat wieviel die grossen alle verlust gemacht haben. wenn man das geld aus dem ausland nicht zurueckholen kann hilft das aber auch beim sparen, man muss dann aber fuer die erbschaft vorsorgen beim notar, was wieder kosten sind. ich meine ein binnenmarkt ist voll normal und sie reden euch ein ihr sollt angst davor haben waehrend die unternehmen und die eu euer geld fest einkassiert und aus dem fenster wirft.

ich habe mir das aber nur ausgedacht, bin also kein profi, nur ein mitdenker, denn die meisten werden wohl verlust gemacht haben und die verwaltungskosten sind doch auch hoch, wenn sie zb im internet fragen muessen, wo anrufen, hin- und herfahren, sich informieren, 5% zahlen, dass der fonds verwaltet wird und dann immer noch keine diversifikation haben...

ich unterschreib meine meinung natuerlich nicht mit meinem namen, denn eventuell wuerde das die finanzwirtschaft nicht freuen. aber ein finanzbeamte wuerde wohl schon nachdenken, wenn sie 3000 eur werbekosten haben (rechnen sie auch den psychologen wegen lernangst) und nicht einmal die eigene arbeitszeit fuer die geldanlage in luxemburg in einem fond rechnen koennen und die kest viel weniger ist. er wuerde sich denken die finanzwirtschaft hat einen klamsch, was die endkunden europaweit anbieten ist ja ein wahnsinn.

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