Welches Notebook für Architekturstudium?
Geizhals » Forum » Hardware-Allgemein » Welches Notebook für Architekturstudium? (97 Beiträge, 1238 Mal gelesen) Top-100 | Fresh-100
Du bist nicht angemeldet. [ Login/Registrieren ]
.
Re: Welches Notebook für Architekturstudium?
23.10.2010, 13:32:24
So jetzt muss mal ein Architekt zu Wort kommen ;-)

Bei mir liegt das Studium schon ein paar Jahre zurück, also kann ich dir ein bissl berichten.

Da du am Anfang des Studium stehst, stellt sich die Frage wohin du dich entwickeln möchtest. Wenn du eher ein Modellbautyp bist und lieber grafisch, abstrakt präsentierst, ist es eigentlich fast egal, welches Notebook. Hauptsache LEICHT. Wennst den ganzen Tag auf der Uni bist und einen 17 Zöller mit 3,5 kg herumschleppst, wirst nicht glücklich.

Produktives Arbeiten ist auf der Uni nur bedingt möglich. Zuhause hat man doch mehr Ruhe. Das Arbeiten auf der der Uni (TU-Wien) beschränkt sich auf entwerfen, Modellbau, etc. Also Hardcoreeinsatz eines Notebooks eher nein. Mehr Bilder bearbeiten, Layouten, 2D Pläne, Ideenfindung etc. Der Rest wird meist zuhause erledigt. Und dafür schafft man sich eher eine vernünftige Workstation an.

Ein Vorteil ist sicher, dass man weniger drucken oder plotten muss, wenn man sich mit Kollegen trifft (Gemeinschaftsarbeit). Da ist ein Notebook schon praktisch.

Ich hatte im Laufe des Studium 8-9 Notebooks (hintereinander, auch Macs) im Einsatz. So richtig glücklich war ich nie damit. Die meiste Zeit sitzt man doch an der Workstation. Hängt aber auch vom Arbeitsverhalten ab.

Wennst jetzt schon weißt, dass du hoch qualitative Bilder mit Raytracing etc. berechnen und Nachbearbeiten möchtest, dann kannst du ruhig zu einem stärkeren Teil greifen. Kann aber sein, dass in den ersten Jahren des Studiums es garnicht dazu kommt. Am Anfang entwirft man sicher keine riesen Stadien oder ähnliches.

Also meine persönliche Meinung:
Zeichenarbeit komplett auf den Notebook auslagern, nein.
Daher reicht ein Mittelklassemodell.

- 15 Zoll mit hoher Auflösung
- 2 Kerne CPU (eher Intel)
- 4G Ram
- GPU die open GL unterstützt
- HDD ab 500 GB
- leicht, max 2,5 Kg (inkl. Netzteil)
- gutes Display, matt
- leise
- robust (kein Hochglanzschaß, wo jeder Kratzer gleich sichtbar ist, auf der Uni gehts rauh zu |-D )

Da laufen alle gängigen CAD Programme: Archicad, Autocad, Allplan
3D Modeller auch: Cinema 4D, 3dsmax, Maya, Rhino, Artlantis Render etc.
Parallel natürlich ein potenter Standrechner, WENN er benötigt wird. Wie gesagt, am Anfang des Studiums wird die Rechenleistung nicht/kaum benötigt.

Wenn es nur darum geht, zu rendern -> je mehr CPU-Kerne, desto besser.

BSP: Cinema 4D, Innenraumszene mit ein paar Möbeln, Global Illumination (ehemals Raytracing) aktiviert, Strahltiefe 5, nur Himmelslicht (keine anderen Lichtquellen)
Renderzeit: Phenom X4 -> 10 Minuten, P4 3Ghz -> 1 Stunde.
Ähnliche Zeiten auch bei Artlantis Render.

In der Rechenzeit blockierst den Rechner, also kann es nie schnell genug sein.



MfG   H:-)rstl


Antworten PM Übersicht Chronologisch Zum Vorgänger
 
Melden nicht möglich
 

Dieses Forum ist eine frei zugängliche Diskussionsplattform.
Der Betreiber übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge und behält sich das Recht vor, Beiträge mit rechtswidrigem oder anstößigem Inhalt zu löschen.
Datenschutzerklärung