Ein bissl was zum nachdenken
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Re(4): Ein bissl was zum nachdenken
29.01.2011, 17:02:59
Die meisten, die eine Stereoanlge haben, gebe zu, dass sie keine Ahnung von
Musik besitzen. Bei den SLR Kamerabesitzern leider meist nicht so.


Lässt sich IMHO nicht direkt vergleichen. Das eine ist ein Gerät, das zum Konsum dient, das andere ein Gerät, mit dem man aktiv und kreativ arbeitet, also ein Werkzeug.

Wo ich aber bei dir bin ist, dass ein Werkzeug alleine nicht unbedingt auf die Qualitäten des Handwerkers schließen lässt. Das beste Werkzeug bringt nichts, wenn der Handwerker keine Ahnung hat, aber es gibt auch Handwerker, die mit relativ einfachem und billigem Werkzeug eine gute Arbeit vollbringen.

Wenn sich aber jemand eine Kameraausrüstung im 4- oder 5-stelligen Euro-Bereich kauft, kann man trotzdem davon ausgehen, dass derjenige es "ernst" meint und sich zumindest intensiv mit der Materie beschäftigt hat. Es mag ein paar Ausreißer geben, die einfach zu viel Geld haben und angeben wollen, aber das sind wohl die Minderheit.

Weniger ernst kann man die Leute nehmen, die sich eine Einsteiger-DSLR mit Kit-Objektiv kaufen und jetzt einen auf Erleuchteten machen und alle Non-DSLR Kameras schlecht reden.

Lange Rede, kurzer Sinn, ich gehe mal schon davon aus, dass viele DSLR-Besitzer auch wirklich Ahnung haben, die einen mehr, die anderen weniger. Zumindest mehr Ahnung als der 08/15-Knipser, der sich seine Kamera anhand der Megapixel-Zahl aussucht.

Ich hab übrigens keine DSLR. War schon ein paarmal kurz davor mir eine zu kaufen, aber bin dann doch immer zum Entschluss gekommen, dass sich das für meine paar Amateur-Fotos, die ich im Jahr mache, einfach nicht auszahlt. Außerdem hab ich keine Lust eine große Kamera mit Zubehör durch die Gegend zu schleppen.

29.01.2011, 17:03 Uhr - Editiert von hellbringer, alte Version: hier
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Re: Ein bissl was zum nachdenken
29.01.2011, 20:30:51
Ich glaube, man muss da recht genau zwischen professionellen Fotografen und den Amateuren (im positiven Sinne) unterscheiden. Wenn ich mein Geld mit Fotografie verdiene, dann sollte ich "Ahnung von Fotografie haben" - die technischen Grundlagen beherrschen und anwenden können.

Für alle anderen Amateure (wie mich) mit einer DSLR gilt: das ist ein Hobby, das ist in gewissem Masse Luxus und für Hobbies und Luxus wird nun mal Geld ausgegeben. Solange man nicht den Fehler macht, andere mit der teueren Kamerasusrüstung beeindrucken zu wollen, ist das ok. Kurbelt die Wirtschaft an und ist besser als Saufen o.ä.

Was mich am meisten stört, ist das dann hier immer wieder von Kunst geredet wird. Wer entscheidet, ob es Kunst ist? Ist es Kunst, wenn es vielen Leuten gefällt? Oder reichen schon einige wenige? Oder darf es gar nicht vielen Leuten gefallen, damit es Kunst ist? Beispiel Peter Lik (http://www.peterlik.com/ ) - die meisten seiner Fotografien gefallen mir gut - vielen anderen auch. Ist es Kunst. Jetzt hat er ein relativ unscharfes Bild (welches mir überhaupt nicht gefällt) für 1 Mio US$ verkauft. Ist er damit käuflich und kein Künstler mehr?

Was ich damit sagen will: das ist alles so verdammt subjektiv und jeder, der der meinung ist, da eine Antwort zu haben ist mir suspekt - die gibt es nämlich nicht. Wenn ich fotografiere und mindestens einem Menschen meine Fotos gefallen (nämlich mir selbst) ist alles fein.

flop

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