Sandforce SSD an Mainboard mit Marvell S-ATA Controller anschließen?
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Re(3): Sandforce SSD an Mainboard mit Marvell S-ATA Controller anschließen?
28.05.2011, 16:30:53
Der Sandforce-Chip hat ein paar "besondere" Spezifikationen:

1. durch die Komprimierung des SF-Chips können die Hersteller irreale Werte beim Schreiben angeben wenn der Test 100% komprimierbare Daten bencht (wie ATTO), in der Realität erreicht man nichteinmal die Hälfte dessen was die Hersteller so angeben.
2. wenn einmal alle NAND Zellen beschrieben worden sind verliert die SSD nochmal ca. 30% der Schreibleistung.
3. Der SF ist durch seine Durawrite Techologie besonders geeignet qualitativ schlechtere NAND Chips durch Drosselung über die Garantiezeit zu bringen, d.h. wenn du höheres Datenaufkommen beim Schreiben hast (Benchmark, Videobearbeitung, ...) dann drosselt die SSD nochmals ziemlich herunter, "erholt" sich davon aber wieder wenn du sie eine zeitlang in Ruhe lässt.

Den Rest über Sandforce und deren Ausfallraten findest du im Internet. (besonders was OCZ SSD´s betrifft).

wenn die SSD nun extrem billig ist (unter 100€ für 120GB) (halt das was sie wirklich wert ist), du keine Videobearbeitung machst, nicht auf die Schreibleistung wert legst, mit einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit leben kannst dann vielleicht eine SF. (jeder Hersteller der den SF verwendet kann auch selber sagen welche Qualität von NAND er in die SSD einbaut, das kann auch der Unterschied zwischen der Ausfallrate von OCZ und Corsair sein)

28.05.2011, 16:36 Uhr - Editiert von Bullseye2550, alte Version: hier
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Re(5): Sandforce SSD an Mainboard mit Marvell S-ATA Controller anschließen?
29.05.2011, 14:48:30
bei den SSD´s die ich bisher getestet / gekauft habe hatte ich die besten Erfahrungen mit Intel. Es kommt immer darauf an was du mit der SSD vorhast, jede hat irgendwo Vorteile / Nachteile, bei den besseren Herstellern sind diese Unterschiede aber marginal. Ausfälle / Probleme kann es bei allen Herstellern geben (bei manchen mehr, bei manchen weniger).

Ich würde zu einem Hersteller raten welcher seine NAND selber herstellt und für seine SSD die qualitativ besten daraus aussucht und den Rest den anderen überlässt (OCZ, Corsair, ...). Mußt halt mal suchen welcher Hersteller von NAND unter welchem Namen SSD auf dem Markt hat.

wenn möglich 34nm NAND (5000 Schreibvorgänge) 25nm NAND (3000 Schreibvorgänge) vorziehen.

Von OCZ rate ich jedoch gänzlich ab, ist aber meine persönlicher Meinung / Erfahrung. Wenn sich jemand besser fühlt wenn er beim Benchmark ein paar Punkte mehr hat, soll er sich eine Vertex 3 kaufen, nachher aber nicht raunzen weils kaputt gegangen ist oder sonst irgendwelche Probleme vorhanden sind, bzw. sie nach einer Zeit weit nicht mehr die Performance bringt wie am Anfang.

Intel mag vielleicht bei den Benchmarks nicht die allerschnellste sein, Zuverlässigkeit und keine Probleme / Inkompatiblitäten sprechen aber für sich. (Intel gibt bei den Lese/Schreibwerten auch Minimalwerte an, nicht wie andere Maximalwerte, wenn es am richtigen SATA3 betrieben wird).
Da sich die Crucial m4 und die Intel 510 auch preislich nicht viel nehmen würde ich eher zur Intel raten.

wenns einfach nur eine SSD sein sollte damit Windows / Programme schneller starten würde ich mich vielleicht nach einer billigeren SATA2 SSD umschauen, wo man schon Erfahrungswerte hat.

29.05.2011, 15:05 Uhr - Editiert von Bullseye2550, alte Version: hier
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