Meisterleistung österreichischer Programmierkunst
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Re(2): Meisterleistung österreichischer Programmierkunst
19.01.2026, 09:45:07
Bin heute beim Praktiker. Mal sehen, was der meint.

Btw, vermutlich ein schon länger schwelender Konflikt zwischen Ministerium, ÖGK und Ärztekammer.

https://www.aekwien.at/rundschreiben-kurie-niedergelassene-aerzte/-/asset_publisher/Rl96H99y0Mr4/content/ambulante-leistungs-und-diagnosecodierung-ab-1.-j%C3%A4nner-2026

Die Kammer fragt sich halt, warum die privaten Ärzte diese Information "gratis" ans Ministerium weitergeben sollten. Und nachdem es noch keinen Deal gibt, spielen sie einige Edge Cases über die Medien.

Als gelernter Österreicher hat man das schon dutzende Male so erlebt.

EDIT: Habe bei meinem Praktiker die Wirklichkeit gesehen. Die Lösung gibt's schon seit Oktober. Und die verpflichtende Einführung wurde jetzt auf Jahresmitte verschoben.
Es steht den Lieferanten der jeweiligen Arzt-Software frei - WIE sie die ICD-10 Auswahl umsetzen. Das kann man gut oder schlecht machen. In seinem Fall tippt man "Hypo" ein - und bekommt 100 Vorschläge.
https://www.icd-code.de/suche/icd/recherche.html?sp=0&sp=SHypo

Gleiches bei "Hyper".
https://www.icd-code.de/suche/icd/recherche.html?sp=0&sp=SHyper

No na, die meisten Erkrankungen sind eine Über- oder Unterfunktion. Schlechter Suchbegriff daher. Willkommen in der Welt von Geizhals oder Google - Suche ist immer heikel. Wenn man präziser ist, wird's umgehend besser. Seine Software scheint auch aus der jeweiligen Patientenakte zu "lernen" und schlägt daher rascher bessere ICD-10 Codes vor.

ABER

Die Haken sind Anderswo: die Übermittlung der ICD-10 Codes erfolgt mit der Abrechnung. Daher bekommt das Ministerium die Daten erst u.U. mit 3 Monaten Verzögerung. Was natürlich bei Epidemien ein Unsinn und viel zu spät ist.
Und für Vorsorge-Impfungen gibt's nur einen Code - dadurch kann das Ministerium nicht unterscheiden, ob die Grippe oder die Masern Impfkampagne besser greift.
https://www.icd-code.de/suche/icd/recherche.html?sp=0&sp=SImpfung


19.01.2026, 15:30 Uhr - Editiert von Paulas_Papa, alte Version: hier
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Re(6): Meisterleistung österreichischer Programmierkunst
19.01.2026, 16:59:00
Ich sehe nicht, WO die Preise erhoben wurden und welcher Markt welchen Preis
aufgerufen hat. Genau DAS erwart ich mir aber von einer TRANSPARENZdatenbank!
Damit hab ich keinerlei sachliche Grundlage für meine Kaufentscheidung, weil
mir ja eben die Alternativen fehlen.


Die Indizes für Lebensmittel werden seit dem Jahr 2022 auf Basis von Scannerdaten berechnet. Dabei handelt es sich um Umsatz- und Absatzdaten, die wöchentlich von den größten Handelsketten an Statistik Austria geliefert werden. In diesen Daten sind alle gängigen Rabattaktionen enthalten, die an den Registrierkassen automatisch abgezogen werden, zum Beispiel „1+1 Gratis“, Prozent-Rabatte oder Rabattmarken.

Außerdem ist die DB falsch. Butter gabs Ende Dezember beim Hofer um 0,95 in
Aktion, regulär um 1,29. Die Datenbank nennt ne Preisspanne von 1,40 bis
irgendwas. Also doppelt falsch!


Du musst nur lesen:

Auf Einzelprodukt-Ebene werden die Warenpreise in Form eines Preisbandes dargestellt, das zeigt, wie sich die Preisdaten verteilen (Quartile bzw. Prozentrang 25, 50 und 75). Zusätzlich werden Detaildaten von nationalen Preisindizes abgebildet, wenn eine inhaltliche Nähe zum Produkt gegeben ist. Hierbei kann es sich um Aggregate handeln, die das jeweilige Einzelprodukt beinhalten.

Also kurz: Das sind keine Min-/Maxwerte.

Wäre auch ziemlich sinnlos, sonst könnte man die Daten ziemlich leicht manipulieren, indem man in einem Geschäft ein Produkt kurz extrem billig verkauft und plötzlich würds so aussehen, als wäre es in ganz Österreich so billig erhältlich gewesen, auch wenn es 99,9% der Österreicher so nicht kaufen konnten.



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Re(20): Meisterleistung österreichischer Programmierkunst
20.01.2026, 18:22:58
  hab ich bereits geschrieben: sinnlos, kein Informations- oder Mehrwert für
den Konsumenten


auch bereits gesagt: deine statistische Elfenbeinturmhirnwiggserei kannst dir
einrexxen, weil das dem Verbraucher genau NICHTS bringt.
Ein Zahlenfriedhof zur Befriedigung einer Randgruppe ist schön, aber sinnlos


Erstens ist das nicht in erster Linie für Konsumenten. Interessierte Konsumenten können sich das anschauen, so wie sie sich auch jede andere Statistik anschauen können. Aber das heißt nicht, dass sie für Konsumenten gemacht wurde.

Zweitens wie würdest du dir denn eine bessere Version vorstellen? Bzw. was ist schlecht und sollte besser gemacht werden? Dass die Butter beim Hofer 1,29 Euro kostet mag vielleicht für die Hausfrau sehr interessant sein, aber statistisch ist diese Einzelinformation halt wertlos.

Aber ja, DAS wäre sinnvoll: ich geb ein "Butter", sehe, was die HEUTE bei wem
kostet, den Durchschnittswert und eine Zeitreihe mit den Bandbreiten der
Angebote und dem Durchschnitt. Sowas hätte realen Nutzen.


Das Problem ist, dass du an diese Daten nicht kommst, weil die Handelsketten natürlich ein starkes Interesse haben diese nicht öffentlich zugänglich zu machen. Und die Statistik Austria hat diese Daten eben auch nur unter strengen Verträgen bekommen und dürfen diese nicht weitergeben.

Das ist kein programmiertechnisches Problem sondern ein rechtliches Problem. Die besteste programmierte Anwendung wird dieses Problem nicht lösen können.

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