Überstellungskennzeichen usw.
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Überstellungskennzeichen usw.
24.02.2026, 11:52:00
Hallo allerseits,

jetzt ist wieder einmal das GHF gefragt, vielleicht bekomme ich ja hier ein eindeutige Auskunft zu meinem aktuellen Dilemma - das gar keins sein müsste, weil eigentlich ist es ja ganz einfach:

- Auto (gebraucht, von Privat) gekauft
- Kaufvertrag unterschrieben, Anzahlung geleistet
- Abholung in ca. 2 Wochen

einzige Herausforderung: Fahrzeug steht in Bregenz, ich wohne in Wien :-)

Da ich den kompletten Kaufpreis erst vor Ort begleichen möchte, bekomme ich auch erst dann die Papiere. Nüchtern logisch betrachtet dachte ich mir, meldest das Fahrzeug dann dort bei der nächst besten Zulassungsstelle als Wkz zum meinem jetzigen Auto dazu, weil Unterlagen gibt es ja alle und die Kennzeichen nehme ich einfach mit - wäre also ein rein elektronischer Vorgang im Zulassungssystem.

Aber nein - nicht in Österreich, weil... das geht natürlich so gar nicht.

Jetziger Wissensstand ist:
- ich brauche ein Überstellungskennzeichen
- kostet lt. gv.at-Seite 190-250 Euro, abhängig vom Versicherer
- zuständig ist tageweise immer eine andere Zulassungstelle

Gut, soll sein, bin als Autofahrer eh schon gewohnt, Melkkuh der Nation zu sein, jetzt sagt mir mein Versicherer, das da noch keine Versicherung enthalten ist, die ich dann vor Ort zusätzlich abschließen muss und je nach Gültigkeitsdauer ab ca. 200 Euro (für 3 Tage) kostet - wir reden also dann von 450 Euro aufwärts. Also komplizierter und teurer (in D kostet so ein Kurzzeitkennzeichen um die 100 Euro, incl. Versicherung) geht's ja wohl kaum.

Bevor mir also nun der Kragen platzt (da das schon fast an Wucher grenzt) - Frage an Euch Geizhälse:
hat jemand eine etwas (kosten)elegantere Lösung für mich ?


Besten Dank,
pistonhead  

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Re: Überstellungskennzeichen usw.
25.02.2026, 08:55:41
Ich hab's bisher eigentlich immer Zug um Zug gemacht.

Folgende Varianten:
a) Fahrzeug minimal angezahlt, Kaufvertrag geschrieben, mit eigenem Fahrzeug nach Hause. Dann zu vereinbartem Termin mit Öffis hin, abgemeldet, Überstellungskennzeichen (aus D), voll bezahlt und nach Hause gefahren. -> Risiko ist lediglich die kleine Anzahlung. Verkäufer hat null Risiko. Nachteil ist dass es länger dauert weil man zu Öffnungszeiten der Anmeldestelle hin muss, sprich nur Wochenende geht nicht.

b) Fahrzeug ordentlich angezahlt (ca. 30%-50% vom Kaufpreis), Kaufvertrag geschrieben. Eigenes Fahrzeug dort gelassen und mit Verkäuferkennzeichen Heim. Mit Öffis über Nacht wieder hin. Voll gezahlt, Kennzeichen ausgehändigt und online abgemeldet (geht in D) und mit eigenem KFZ nach Hause. -> Risiko für den Verkäufer ist eigentlich nur, dass eventuelle Strafen (Radar etc.) nachher bei ihm landen. Er hat Anzahlung und dein Fahrzeug in seiner Garage als Sicherheit. Für den Käufer ist es theoretisch, dass dem eigenen Fahrzeug was passiert. Vorteil ist dass es sehr schnell geht (übers Wochenende von Norddeutschland geht sich aus)

c) Bei noch längeren Strecken (zB Süditalien, Spanien,..). Hinfliegen, minimal Anzahlen, GPS-Tracker/Smart-Tag in den Wagen pflanzen, heimfliegen und mit Anhänger hinfahren oder Transportfirma beauftragen - je nach Kosten. (BENELUX, F und I gehen gut mit Transportfirma, Süd-Frankreich, Spanien und Inseln eher Anhänger)

Innerhalb Ö hat AVS schon die Optionen recht gut beschrieben. - eine aber habe ich noch:
-) Ich habe mal in den Kaufpreis reinverhandelt, dass der Verkäufer das KFZ zu mir bringt, dann Kennzeichen abnimmt, bei mir abmeldet (Abmelden kann man in jeder Zulassungsstelle), den Rest des Kaufpreises erhält und ich ihn dann heimführe. - Dann muss man zwar auch zweimal fahren aber nicht öffentlich - Was bei irgendeinem kleinen Kaff ein Thema ist - und der Verkäufer hat 100% Sicherheit. - Eignet sich gut bei Motorrad wenn man keinen Anhänger hat oder bei großen Fahrzeugen, wo es mit Anhänger schwierig wird, wenn man kein BE hat oder das Limit von Zugfahrzeug überschritten wird (zB Wohnmobil).

P.S: Generell abraten kann ich davon gleich zum ersten Termin mit Anhänger oder Abschleppwagen zu erscheinen - Wer mit Anhänger kommt, hat keinen Hebel mehr zum Verhandeln. In so einem Fall (zB DAS MEGA-Schnäppchen oder soo extrem weit weg und nicht in Nähe von Flughafen - zB Ferrari mitten in Frankreich), an einem nahegelegenen Parkplatz den Anhänger stehen lassen (absperren!) - Das kann man sich schnell mal paar hundert oder paar tausend Euro sparen, weil der Verkäufer sich seiner Sache nicht sicher sein kann, man mit einem Packen Bargeld winkt und sagen kann, dass es ganz schnell geht und er jetzt gleich all seine Sorgen los wird. - Jetzt gleich, hier, Bargeld und Auto ist weg. - Es gibt viele Verkäufer (Älter, Firma Pleite, gerade in Scheidung, zieht nach Übersee...) wo das ein gewichtiges Argument ist.
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Münzen oder Briefmarken sind mir zu langweilig, rote Stricherln sind mein Elixir


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