Smartmeter ... Energie-Gemeinschaft
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Re(5): Smartmeter ... Energie-Gemeinschaft / Besprechungsergebnis
22.06.2026, 13:32:53
8kWh um knapp über 2000€

Unter EUR 2500,- finde ich da erstmal nix.

Zusätzlich braucht's dann noch einen Batterie-Wechselrichter, wenn der bestehende WR keine Batterie unterstützt oder der Aufstellort nicht passt. Das sind dann mal mindestens EUR 1000,- zusätzlich.

Und dann braucht's natürlich noch Installation/Abnahme, also unter (mindestens) EUR 4000,- sehe ich da grad keine Chance.


Ich habe letztes Jahr knapp 2 MWh vom EVU bezogen, davon 1256 kWh von März bis Oktober.
Gehen wir mal davon aus, dass ich die vollständig mit einer solchen Batterie abdecken kann. (Voll würd' ich den Speicher in dieser Zeit jedenfalls täglich bekommen, aber z.B. taktende Verbraucher werden durch Trägheit der Entladeregelung sicher nicht vollständig von der Batterie versorgt werden...)
In den übrigen Monaten gehe ich mal davon aus, dass der Speicher täglich im Schnitt zur Hälfte geladen werden kann, dann sind das weitere 480 kWh, abzüglich der Wandelverluste beim Entladen also vielleicht 450 kWh, die zusätzlich verwendet werden können.

Ergibt in Summe ca. 1700 kWh, die ich im besten Fall aus der Batterie versorgen kann.
Delta zwischen Einspeisung und Bezug beträgt bei mir dzt. 0,20 EUR/kWh, damit komme ich auf eine Amortisationsdauer von knapp 12 Jahren, Zinsen noch nicht berücksichtigt, ebenso wenig wie Degradation vom Speicher.

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Re(9): Smartmeter ... Energie-Gemeinschaft / Besprechungsergebnis
22.06.2026, 15:27:59
In deinem minimalen Rechenbeispiel rechnest du in 8 Monaten mit 1250 kWh, also
rund 160kWh pro Monat. Da deckst du den Großteil mit den 800W ab

Du hast Recht, da hatte ich vorhin einen Denkfehler. Von März bis Oktober würden die 800 W tatsächlich in erster Näherung reichen, dafür würde von den übrigen 450 kWh nur ein kleiner Teil abgedeckt werden können.

und erst recht mit 2 kW

Das wird dann wohl ganz sicher nicht ohne Genehmigung funktionieren, weil über der 800 W Schwelle.
Und wie gesagt, ob die 800 W Schwelle überhaupt gelten, wenn man schon eine (genehmigte) PV-Anlage > 800 W hat, bezweifle ich ebenso.

Ich habe mal gehört, dass mittlerweile bei Netz-NÖ bei jeder Veränderung der Anlage eine Neugenehmigung erforderlich ist, was in meinem Fall dazu führen würde, dass meine Einspeiseleistung potenziell (fast) geviertelt wird, weil nur noch 4 kW genehmigt werden. Von der Möglichkeit der Drosselung durch den Netzbetreiber mal ganz zu schweigen.

Und sag' nicht der Netzbetreiber kommt nicht drauf. Wenn die 2000 W einphasig laufen, wird der Netzbetreiber wohl mitbekommen, wenn Du nachts immer wieder auf einer Phase einspeist und auf den anderen beiden beziehst...

du willst das nicht haben und wirst es nie kaufen

Ich schaue alle paar Monate mal nach den aktuellen Komponentenpreisen. Bei den Anlagen ab 8 kW Ausgangsleistung ist da schon lange keine wirkliche Bewegung drin.

Eigentlich zähle ich immer noch auf ein Fahrzeug mit V2H in den nächsten paar Jahren. Das würde die Batterie dann in den oben genannten Monaten im Wesentlichen überflüssig machen & in den übrigen Monaten ist so oder so wenig zu holen.

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Re(13): Smartmeter ... Energie-Gemeinschaft / Besprechungsergebnis
23.06.2026, 07:13:48
Da er vorgerechnet hat warum sich die "große" Anlage nicht rechnet. Das war
sozusagen eine mögliche Alternative um nicht immer nur in schwarz und weiß zu
denken.

Das Problem mit der Tragfähigkeit des Garagendachs löst Du damit nicht, wenngleich ich nicht glaube, dass das ein echtes Problem ist. Das Dach muss jetzt ja auch die Schneelast tragen, die Module sind da kaum Mehrbelastung. Man müsste nur schauen wo/wie oft die Unterkonstruktion am Dach befestigt werden muss, um die potenzielle Schneelast weiterhin großflächig zu verteilen.

Ja, genau das ist der Vorteil das man die einfach in die Steckdose steckt.

Zitat aus der Produktbeschreibung:
*Die standardmäßige Ausgangsleistung beträgt 800 W. Für ein Upgrade auf 2500 W kann eine Genehmigung durch den Netzbetreiber oder die örtlichen Behörden erforderlich sein.

Damit sind wir wieder fast am Anfang. OK, Elektriker braucht man dafür möglicherweise nicht (vmtl. abhängig vom Netzbetreiber), aber eine Genehmigung trotzdem.

Für die Nulleinspeisung braucht man dann nur noch einen Shelly (oder den von
Marstek wenn man mehr als einen Speicher nutzen will).

Das muss natürlich direkt hinter dem Zähler vom Netzbetreiber messen, d.h. ohne Elektriker kann das offiziell natürlich auch nicht installiert werden.

Ideal wäre eine Lösung, die direkt die Werte vom Netzbetreiber-Smartmeter abgreift. Das "MARSTEK CT003" sieht auf den ersten Blick danach aus, aber eine Kompatibilitätsliste oder nähere Angaben sucht man dafür vergeblich. In der Bedienungsanleitung sucht man danach ebenso vergeblich.
Da sich so gut wie keine Produkte am Markt finden, mit denen diese Werte über die "Kundenschnittstelle" für eine Vielzahl an Netzbetreibern - und das noch länderübergreifend - ausgelesen werden können, würde ich mal davon ausgehen, dass das mit den österreichischen Implementierungen eher nicht kompatibel ist.
Die Anleitung vom Speicher selbst ist mehr als knapp, da kann ich nicht rauslesen ob diese Information auch über andere Quellen, z.B. MQTT, geliefert werden könnte.

Und noch so eine "Blender"-Angabe von der Produktbeschreibung:
Durch die Integration eines Echtzeit-Smart Meters und adaptive Steuerung stellt Venus E Gen 3.0 sicher, dass keine überschüssige Solarenergie ins Netz eingespeist wird. Ideal für Regionen mit Einspeisebeschränkungen oder begrenzten Einspeisevergütungen.

Der Speicher kann ja erst reagieren, wenn er über das Smartmeter Einspeisung "sieht". Dann regelt er runter. In der Zeit wird natürlich eingespeist. Natürlich wird der Netzbetreiber das akzeptieren müssen, wenn er das Gerät genehmigt.
Dem naiven Benutzer wird das aber anders suggeriert.
(Dasselbe gilt übrigens für's Laden über AC-Kopplung. Auch da wird es bei wechselnden Bedingungen passieren, dass immer wieder kleine Häppchen vom EVU bezogen werden. Das kann man systembedingt kaum umgehen, ist vielen Anwendern aber bestimmt nicht klar.)


Also insgesamt klingt sowas auf den ersten Blick super, bei näherer Betrachtung scheint es nur glänzend lackiert zu sein.

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Re(14): Smartmeter ... Energie-Gemeinschaft / Besprechungsergebnis
23.06.2026, 10:47:11
Hast du zufällig genauere Verbrauchwerte für ein paar typische Tage und idealerweise, falls du die 15 Minuten Übertragung aktiviert hast, die Verbrauchswerte in der Nacht? Die 180W sind schon ein Anhaltswert, aber man weiß natürlich nicht ob z.B. Kühlschrank und Gefrierschrank auch gelaufen sind usw.
Falls es wirklich Chance auf Umsetzung hat und nicht ohnehin aufgrund von https://forum.geizhals.at/t908502,8218901.html#8218901  oder ähnlichen Themen nicht gemacht wird, kann ich ein paar passende Teile heraussuchen. Ich bin sicher das auch ein paar andere Schreiberlinge hier beteiligen.

Zur Einordnung was man benötigt:
Balkonanlage (ohne Speicher) - die minimale Variante
* 2 Module (aktuell je 80-100€)
* Befestigung für die Module (das schwankt relativ stark mit dem was du haben willst, sagen wir grob 50-100€ je Modul)
* Mikrowechselrichter (~100€)
* 4 Kabel - 2 von jedem Modul zum Wechselrichter
Den Wechselrichter kannst du direkt bei den Modulen befestigen oder auch z.B. in einer Garage. Den Wechselrichter kannst du direkt an einer Steckdose einstecken.

Balkonanlage mit Speicher - die große Variante
Mit Speicher kann es Sinn machen nicht nur 2 sondern 3 oder 4 Module zu nutzen. Deswegen die Frage nach dem Verbrauch.
* 2-4 Module (aktuell je 80-100€)
* Befestigung für die Module (das schwankt relativ stark mit dem was du haben willst, sagen wir grob 50-100€ je Modul)
* Mikrowechselrichter mit integrierten Speicher - Preis stark von der Speichergröße abhängig (bei 4kWh ab ~1200€)
* Smartmeter um den Speicher zu steuern damit er nur so viel einspeist wie du gerade verbrauchst ("Nulleinspeisung"), diesen Smartmeter muss du beim Zähler einbauen (je nach Modell ~70€)
* 4/6/8 Kabel - auch hier wieder 2 von jedem Modul zum Wechselrichter

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