Re(3): Hat jemand Erfahrungen mit HighTechBroker.com??
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Re(3): Hat jemand Erfahrungen mit HighTechBroker.com??
11.02.2005, 02:15:15
Nein, das hast du nicht richtig mitbekommen. Natürlich müssen Unternehmer mit Sitz außerhalb Österreichs genauso Umsatzsteuer für Lieferungen nach Österreich entrichten, wie "heimische"Unternehmer. Entscheidend ist der Ort der Leistung, und das ist Österreich.

Bestell mal was bei einem Händlöer in Hongkong, dort gibt es keine Umsatzsteuer. In der Regel fängt das die Zollbehörde am Postamt ab und gibt die Ware erst heraus, wenn du die Einfuhrumsatzsteuer bezahlst hast. Dies gilt selbst für Unternehmer - die kriegen die USt ggf. als Vorsteuer später zurück.

Bei Warenlieferungen innerhalb des EWR greift die Zollbehörde nicht. Also muss der Lieferant an ein bestimmtes Finanzamt in seinem Sitzland die USt abliefern, welches das Geld an das Zielland weiterleitet. (zB wenn ein Unternehmer von Österreich nach Deutschland liefert, muss er die deutsche USt an das Grazer Finanzamt zahlen). Man kann aber auch einen Finanz-Vertreter im Zielland bestimmen und das Geld direkt dort abliefern.

Nur Unternehmen mit geringen Waren-Umsätzen in einem bestimmten anderen EU-Land dürfern der Einfachheit halber ihre nationalen Umsatzsteuzersätze anwenden. Diese Grenze ist aber nicht sehr hoch. Außerdem gibt es eine Kleinunternehmerregelung - wer unter einer bestimmten Umsatzgrenze bleibt (in Österreich irgendwo um 300.000 alte Schilling) muss gar keine USt bezahlen, wenn er nicht will (darf das dann auch auf keine Rechnungen schreiben und profitiert natürlich nicht vom Vorsteuerabzug). Wenn er aber am 31. 12. eines Jahres über die Grenze kommt, muss er für das gesamte Jahr die USt nachzahlen. (Es gibt da IIRC noch eine Ausnahmeregelung, wenn man nur einmal in X Jahren knapp über die Grenze kommt - aber das hier soll ja nicht in eine Finazrechtsvorlesung ausarten. :-) )

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