Civ 4
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Re: Civ 4
04.01.2006, 22:06:20
Ich spiele zur Zeit am liebsten mit Katherina (Russland) und Washington (Amerikaner), da beide die in meinen Augen wichtigste Grundeigenschaft Finanzorientiert besitzen. Kath. hat als kleinen Zusatzbonus noch die Kosaken, allerdings kann man Kreativität schön mit Stonehenge kompensieren, in dem Fall sind Steine aber fast schon Pflicht.

Schwierigkeitsgrad: Prinz, nach dem letzten Patch auf größeren (bzw. riesigen) Karten

Taktik: Bronzeverarbeitung erforschen, warten bis Hauptstadt auf 2 gewachsen ist, Bautrupp erstellen und dann im Anschluss zwei Siedler rushen (Abholzen der Bäume) und diese idealerweise bei einem Steinvorkommen bzw. Kupfer platzieren, um Stonehenge und Pyramiden  mit der doppelten Geschwindigkeit bauen bzw. um möglichst früh Axtkämpfer produzieren zu können. Danach langsam eigenes Gebiet erweitern, wobei Lücken entstehen können, die erst später mit Städten zugemacht werden - hauptsache der Gegner wird beim "Zusiedeln" gestört. Nachdem die Grundtechniken erforscht wurden, zügig in Richtung Gesetzgebung gehen, um eine eigene Religion abzustauben und vor allem um Gerichte bauen zu können, die eine Erweiterung des eigenen Reichs erlauben, den Technik-Tausch mit den Gegnern nicht vergessen. In der Anfangsphase kann man die Städte noch halbwegs ungesichert lassen, allerdings sollten beim Auftauchen der ersten Barbaren in den Grenzstädten zumindest ein Bogenschütze vorhanden sein. Bei einem aggressiven Nachbarn möglichst bald die kritischen Städte gut sichern, ansonsten kann man sich damit etwas Zeit lassen, vernachlässigen sollte man es aber nicht (außer man hat Ghandi als Nachbarn ;-)).

Wenn ein klarer Punktevorsprung da ist und auch sonst keine interessanten Aspekte mehr vorhanden sind, brech ich die Partien meistens ab, da ich die Neuzeit eher uninteressant finde.


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Re(3): Civ 4
06.01.2006, 13:38:42
Deine Taktik ist (so glaube ich) eh die beste für untere Levels. Bei
fortgeschrittenen Schwierigkeitsgrad ist es aber finanziell nicht mehr möglich. Wenn du weniger als 80% auf Forschung hast wird es schon sehr schwierig.

Gerade durch die Finanzeigenschaft ist man dazu angehalten, Hütten zu bauen, die schließlich auch die Forschung pushen. Deshalb komme ich normalerweise auch nie unter 80%. Wichtig sind in dem Zusammenhang vor allem die Gerichtsgebäude, weshalb ich den Fokus auf diesen Forschungszweig lege.

In den ersten Partien habe ich auf die Hütten komplett verzichtet, da ich damit als Civ-Veteran nichts anzufangen wusste und bekam die Rechnung präsentiert (30-40 Runden für eine neue Technologie).

Wirklich hohe Schwierigkeitsgrade erfordern natürlich eine andere, IMHO weitaus aggressivere Spielweise, die mir aber nicht liegt und bei großen Maps auch nur bedingt gegen die schummelnde KI hilft, da einfach die Landmasse zu groß ist. Und auf der höchsten Stufe eine Mini-Map zu spielen reizt mich nicht.

Ab der Technologie Währung kann man dann auf bis zu 4 erweitern und zum Schluss gehen sich dann ca. 6 bis 7 Städte finanziell aus.

Sofern man einen friedlichen Umgang mit seinen Nachbarn bevorzugt, ist das bei den von mir gespielten Map-Größen zu wenig.

Ich würd nicht so auf den Punktevorsprung achten, viel wichtiger ist ein
Technologievorsprung oer zumindest Gleichstand.

Der Punktestand ist lediglich eine Momentaufnahme, wichtig ist das Abstecken eines möglichst großen eigenen Gebietes, denn das bedeutet später die Leader-Position bei den Punkten und letztendlich holt man dann locker in den Technologien auf und überflügelt die KI, zumindest auf Prinz.

Allerdings ist eine etwas frühere Erforschung von Alphabet (ansonsten erst auf dem Weg zur Gesetzgebung) wahrscheinlich ein guter Ansatz, um schon möglichst früh vom Tauschen zu profitieren.


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Re(5): Civ 4
10.01.2006, 16:20:07
Ich hab es schon vorher mal geschrieben, dass ich mit den Hüten noch nichts anzufangen weiss. Sie unterstützen die Produktion nicht und deswegen lass ich sie immer weg, wahrscheinlich muss ich mir das Kapitel nochmal überlegen.

Hinter alle Aspekte bin ich auch noch nicht dahintergestiegen, aber Ansiedlungen mit Hütten (bzw. Städten) haben neben einen hohen Einkommen auch den höchsten Forschungsoutput. Sumpfgebiete mit drei Getreideitems sind dafür hervorragend geeignet, nur sollte man in Grenzgebieten vorsichtig damit sein, denn nichts ist ärgerlicher als ein netter Nachbar, der diese Felder plündert (bringt ca. 40 Goldstücke) und somit die komplette Wachstumsphase zerstört.

Bis auf Alphabet und Pazifismus hab ich keine Entwicklungen für die ich mehr als 30 Runden brauch.

Ich hab das mit dem früheren Erforschen von Alphabet in drei Partien probiert und es hat sich für meine Spielweise als nicht sonderlich sinnvoll erachtet (auf Prinz ist das technologie-mäßig aber nicht tragisch). Allerdings muss ich auch erwähnen, dass mir die KI in letzter Zeit gelegentlich bei der Gesetzgebung zuvorkommt und ich auf den Taoismus ausweichen musste, um eine eigene Religion abzustauben, wobei ich immer mehr zur Auffassung komme, dass eine selbst erforschte und angenommene Religion mehr Ärger bringt (sprich ärgerliche Nachbarn, außer man wendet einige Ressourcen zur Missionierung auf, was bei einer späten Religion aber nicht mehr allzu viel bringt) als sie Positives bewirkt.

Auch die Taktik mit dem Gebiet abstecken und somit lange Zeit ohne offene Grenzen hat ihre Schattenseite, zumindest wenn kein Kupfer in der Nähe ist und man auf Eisen warten muss. Eine meiner letzten Partien ist perfekt gelaufen (Hauptstadt + vier Städte inkl. Stein & Marmor, die einen kompletten Subkontinent abgetrennt haben) und ich hatte in den Grenzstädten 4-5 Bogenschützen und war mir meiner Sache sicher. Den Angriff eines mit Erzen versehenen Nachbarn konnte ich noch abwehren, allerdings haben nach dem Friedensschluss gleichzeitig zwei weitere angegriffen und dann war die Motivation weg.

Das dir große Landkarten mehr gefallen als kleine ist einfach ein wesentlicher Unterschied zwischen uns beiden aber ich werd es heute abend auch mal versuchen.

Ich werd in der nächsten Partie wieder auf normale Größe wechseln, da sich die Ladephasen trotz aktuellem Patch im späteren Spielverlauf doch ziemlich in die Länge ziehen.

Das du die Forschung noch am Schluss (oder wann auch immer) aufholen kannst liegt am Schwierigkeitsgrad. Ich glaub die optimale Grösse für Forschung ist 2 Städte. Zumindest die Gegner die am meisten voraus sind sind nicht die Grossen!!!

Liegt IMHO - neben dem Schwierigkeitsgrad - eher daran, dass dann die eigenen Standorte "funktionieren" sprich entsprechend ausgebaut sind (inkl. zu Städten herangewachsene Hütten).


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