Re: Naive Frage zur DVB-T Gutscheinaktion
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..  Re(2): Naive Frage zur DVB-T Gutscheinaktion  (Fly am 06.01.2007, 14:04:20)
....  Re(4): Naive Frage zur DVB-T Gutscheinaktion  (RevX am 06.01.2007, 19:18:19)
.  Re: Naive Frage zur DVB-T Gutscheinaktion  (Arrris am 16.01.2007, 15:07:57)
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Re: Naive Frage zur DVB-T Gutscheinaktion
17.01.2007, 08:26:28
Hi
Haupsächlich zur Frage
... Ist die Qualität tatsächlich besser ...

möchte ich die Gegenfrage stellen: Was ist besser? Ein 38-tonner MAN oder ein 911er Porsche? Ich möchte jedenfalls nicht mit dem Porsche den Sand transportieren müssen und auch nicht mit dem 38-tonner die Familie zum Schifahren bringen.
Mit DVB-T verschwinden viele Störungen, die aus der analogen Übertragung kommen, wie rauschen, Farbübergänge,... Man hat uns gut gelernt, dass es diese Störungen gibt, wie sie aussehen, und dass sei uns stören sollen.
Mit DVB-T kommen Störungen, die typisch für Digitaltechnik sind, wie Bewegungsartefakte, viereckige Kasteln, plötzliche Standbilder und Tonausfälle (alles natürlich nur in Störfällen). Wir haben bisher nur wenig gelernt, wie sich diese Fehler in der Praxis auswirken, ob wir sie bemerken und wie störend sie wirklich sind. Auch musste uns noch von keinem Nachfolgesystem erkärt werden wie schlecht das Bild wirklich ist.
Ein paar weitere Anmerkungen:
Einige der Motivatioen für den langfristig zwangsweisen Einsatz von DVB aus Sicht der EU (vor Jahren) waren:
.) Die TV-Sender wurden und werden ständig mehr, analoge Sender auf Nachbarkanälen stören einander - was man als Techniker in manchen Kabelanlagen in den Bildern sieht, läßt einem die Haare zu Berge stehen. Mit DVB-T lassen sich je nach Qualität ein bis zehn Sender auf einem Träger unterbringen, ohne dass Nachbarträger gestört würden. Man hat sich zum Kompromiss 3 bis 4 Sender pro Träger durchgerungen. Zum Veranschaulichen: In einem typischen Kablenetz, das mit 30 bis 40 analogen Sendern an der Leistungsgrenze steht, wären ca. 100 bis 400 Sender in DVB-T Codierung möglich. Im Kabel wird allerdings nicht DVB-T sondern DVB-C verwendet, das aber ähnliche Verhältnisse erlaubt.
.) es ist langfristig erreichbar in Gebieten der Größe von Österreich ein "Gleichwellennetz" aufzubauen. Alle Sender in diesem Gebiet benutzen den selben Kanal. Die Sendeleistung kann in Summe zurückgenommen werden, es sind seltsamerweise einige der sonst problematischen Empfangslagen dadurch erreichbar. Viele Füllsender werden überflüsssig.
.) Es können leicht Zusatzdienste wie der digitale mhp-multitext, HDTV oder Zusätzliche Tonkanäle eingeführt werden. Der mhp-Multitext ist in Deutschland allerdings mangels Nachfrage gefloppt und die restlichen mhp-Boxen werden in Österreich für Gutscheine trotzdem noch zu hohen Preisen angeboten. Auch die anderen Zusätze sind zwar möglich, "schlafen" aber recht gut ;-)
DVB-T Empfänger werden langfristig in die TV-Geräte eingebaut sein wie heute normale Tuner eingebaut sind. Dann sind die Boxen überflüssig! -> nicht zu viel investieren!
Es gibt DVB-T-Boxen um ca. EUR 30.- und DVB-T-USB-Sticks um ca. EUR 20.-. Da ist das Nachdenken über Doppelverwendung teurer als die Geräte B-).
Gruß und *zirp*
GriLLe
--
i´m not a complete idiot, some parts are missing

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