Brauche weitere Tipps zum Umgang mit dem externen Blitz
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Brauche weitere Tipps zum Umgang mit dem externen Blitz
13.09.2007, 09:40:09
Ich möchte morgen ein paar gute Fotos einer Hochzeit machen und habe mir deshalb gestern noch schnell den Speedlite 430 zu meiner EOS400D gekauft.

Iraki habe ich gleich ein paar PMs geschrieben und umfangreiche, wertvolle Tipps bekommen. Doch nicht nur er soll unter meiner Unwissenheit "leiden". Diesmal soll sich jeder Fotograf mit Wissen zum Umgang mit Blitzen melden.

Was ich bis jetzt "weiß" (vielleicht auch was falsches dabei):

- Nach Möglichkeit indirekt blitzen, um nicht den typischen harten Kontrast des hellen, geblitzten Motivs und dem dünkleren Hintergrund zu haben.

- Im P-Modus lässt sich die Blenden/Zeit-Kombination nicht ändern.

- ISO Empfindlichkeit höher --> weiterer Bereich kann vom Blitz erfasst werden

- Streulichtblende sollte runtergenommen werden um dadurch entstandende Blitzschatten zu vermeiden (ich denke bei meinem Tamron 28-75mm stört es aber nicht?)

- gekaufter / selbstgebauter Reflektor (wie genau?) manchmal sinnvoll (wenn indirekt nicht möglich ist z.B. keine weiße Wand nahe genug)

- um Bewegungen festzuhalten auf Blitzsynchronisation auf den zweiten Verschlussvorhang einstellen (leichte bisherige Bewegungsspur und scharfes "Endfoto" der Belichtungszeit)

- Blitzbelichtungsspeicher sinnvoll, damit sich der Blitz gut einstellt

Was bewirkt die Hochgeschwindigkeit -Synchronisationszeit? Löst der Blitz mittig aus oder ganz am Anfang der Aufnahmezeit?

Im AV-Modus kann man wie gewohnt arbeiten und braucht nur darauf achten, dass die Verschlusszeit größergleich 1/60 (Freihand) ist?

Im TV-Modus ist was zu beachten?



Da ich noch kaum Erfahrung mit dem Blitz habe, wäre es super, wenn ihr mir da ein paar ratsame Tipps gebt.


Canons E-TTL Leitfaden soll hilfreich sein (ich habe keine Detailinformation entdeckt):
http://www.canon.co.jp/imaging/flashwork/index.html


Danke!
MfG Slipknot
Kieferorthopädischer Pfusch - http://www.bracket.at
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Re: Brauche weitere Tipps zum Umgang mit dem externen Blitz
13.09.2007, 12:10:48
Indirekt Blitzen macht nur dann Sinn, wenn eine weiße Decke zur Verfügung steht.
Da die EOS400 durchaus mit 800Asa zu betreiben ist, kann recht gut mit vorhandenem Licht gearbeitet werden. Achtung auf den Weißabgleich!! Der ist sehr schwierig, weil Kunstlicht, durch Fenster und Blitzlicht unterschiedliche Farbtemperaturen haben. Blitzlicht entspricht "normalem" Tageslicht - direktes Sonnenlicht also ca 5500~5800K. Im Schatten hat man 7000~10000K. Kunstlicht variert je nach Lichtquelle zwischen 2600 ("Kerzenlampen") und 3100K (Niedervolthalogenlampen) bzw 2700 bis 6500K bei Leuchtstofflampen. Daher am Besten im RAW fotografieren und Weißabgleich anhand der fertigen Bilder machen.
Ich arbeite immer mit Blendenvorwahl + Zeitautomatik, Empfindlichkeit stelle ich entsprechend dem vorhandenem Licht bzw der geforderten Blitzreichweite ein.

Ja weg mit der Sonnenblende, die kann im Nahbereich auch mit Aufsatzblitz Abschattungen bewirken.

Um ein wenig weicheres Licht zu bekommen:
Ein Papiertaschentuch "teilen", also die Lagen auseinander nehmen - nur eine Lage vor dem Reflektor "bauchen", es sollte sich so etwas wie ein ballonförmiges Ding mit gut 12cm Durchmesser vor dem Reflektor befindet - einfach mit Gummiring am Blitz befestigen, der Blitz soll also in den "Ballon" hineinblitzen. Eine Lage vom Papiertaschentuch nimmt nur wenig Licht weg, macht das Licht aber wesentlich weicher, da die Blitzfläche deutlich größer gemacht wird - bei Blitzgeräten mit variablem Reflektor auf "Weitwinkel" stellen.

Blitzen auf den 2. Verschlußvorhang macht sich nur bei Belichtungszeiten deutlich länger als 1/60 bemerkbar, nur bei sehr schnell bewegten Objekten auch bei kürzeren Verschlußzeiten.

Blitzbelichtungsspeicher?? habe ich noch nie verwendet, ETTL2 sollte reichen (habe schon mehrfach auf Hochzeiten, Feiern etc fotografiert, die Belichtungssteuerung meiner EOS3 und 20D haben mich nie enttäuscht, da war die alte EOS5, die nur ATTL kannte noch schlechter). Ich fotografiere fast nur im AV Modus (Blendenvorwahl + Zeitautomatik), hin und wieder mache ich manuelle Korrekturen sowohl in der Blitzleistung, als auch bei der "gesamten" Belichtung, hängt vom Motiv und der gewünschten Stimmung ab (das sind Erfahrungswerte, kann man schlecht beschreiben)

Hochgeschwindigkeitssynchronisation: Blitz leuchtet über den gesamten Verschlußablauf - die Leitzahl sinkt dramatisch, wird Kameraabhängig (langsam ablaufender Verschluß ergibt wesentlich geringere Leitzahl, als ein schneller Verschluß eines Profi-Boliden) - würde ich soferne es sich durch Veränderung der Asa Zahl erreichen läßt, vermeiden. Die Blitzreichweite ist bei 100Asa und 1/125 Blitzsynchronzeit alle mal größer, als bei 400Asa und 1/500 "High-Speed-Sync" (ich denke die 400er hat 1/125 als kürzeste Synchronzeit)

Blendenautomatik (TV) habe ich innerhalb von bald schon 30 Jahren Fotgrafieren noch nie verwendet, weder bei vorhandenem Licht, noch bei Blitzlicht.

14.09.2007, 08:09 Uhr - Editiert von Pfrnak, alte Version: hier
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Re(3): Brauche weitere Tipps zum Umgang mit dem externen Blitz
14.09.2007, 08:45:32
Je/Nein. Es war in erster Linie eine Hilfestellung für den Threaderöffner, der noch keinen Diffusor hat und auf die Schnelle etwas gesucht hat. Wnen Du mit Deiner Lösung zufrieden bist (auch was das packmaß anbelangt ;-) gibt es keinen grund, eine Reflektorkarte zu basteln.

Ansonsten: Wie ich geschrieben habe, verwende ich persönlich meist einen StoFen Omnibounce und manchmal die Reflektorkarte - je nach Situation.

Die Karte nehme ich, wenn es nichts gibt, an dem man indirekt blitzen könnte - also keine decke, keine Wände in akzeptabler Entfernung und/oder in akzeptabler Farbgebung.

Immer dann, wenn es reflektierende Flächen gibt und somit indirektes Blitzen möglich ist/wäre, nehme ich dagegen den Omnibounce, weil der noch besser/gleichmässiger streut. Ich stelle den Blitz-Reflektorkopf dann auch 90 Grad senkrecht nach oben. Damit ist das Licht wesentlich weniger "gerichtete" als beim Einsatz der Reflektorkarte auf dem nach vorne geneigtem Blitzkopf (Meist 45 Grad, je nach Situation auch steiler).

@ 400D: wie schon von pfrnak gepostet: Batteriegriff probieren!

Ich habe praktisch den Vertikalgriff praktisch immer dran, ausser ich bin "ultralight" unterwegs (z.B. am Berg). Neben dem besseren Griff bin ich vor allem über den zweiten Auslöser froh. Damit kann ich meine vielen Hochformataufnahmen ganz "unverkrampft" machen. ;-)


14.09.2007, 08:47 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
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