Das DSLR Missverständniss
Geizhals » Forum » Foto & Video » Das DSLR Missverständniss (138 Beiträge, 1289 Mal gelesen) Top-100 | Fresh-100
Du bist nicht angemeldet. [ Login/Registrieren ]
.....
Re(5): Das DSLR Missverständniss
06.03.2008, 13:19:08
Nur ist das große Problem sehr oft zu finden:
"Ich weiß ja gar nicht was ich fotografieren soll - eigentlich will ich alles"

Ich habe mit einer voll manuellen 35mm Kamera begonnen - Baujahr 1956 aber bereits mit eingebautem Belichtungsmesser. Blende, Zeit, Entfernung (schätzen) - alles manuell

Ich denke es ist weniger die Frage SLR oder Bridge oder Kompakte, denn die Frage, was will ich, wie viel manuell will ich?
Wenn manuell, so sollte der Umgang gelernt werden (mit manueller Kamera). Ansonsten schätze auch ich die Zeitautomatik (nach Blendenvorwahl - das geht mit der Taschenkamera nicht, bei der Bridge kein Problem), möchte aber direkten Zugriff zur Belichtungskorrektur haben ("Daumenrad" wie bei vielen "besseren" SLR´s aber auch bei manchen Bridge, z.b. FZ50)
Fazit: Ich meine zu wissen, was ich mit meinen Kameras kann und was nicht.
Ohne Bridge würde ich bei Wanderungen viele Motive einfach nicht fotografieren können, weil mir dafür die SLR (SLR mit Vertikalgriff) mitsamt ein paar Objektiven (WW-Zoom, Standardzoom, Telezoom) einfach zu schwer ist, um mitgenommen zu werden, den Brennweitenbereich deckt die Bridge auch ab (mit WW-Konverter), die Bedienung ist ähnlich (FZ50), nur ist die Bridge wesentlich leichter. Auf Reisen trifft gleiches zu, Bridge "Ausrüstung" wiegt mitsamt Aufsteckblitz, Ladegerät, WW-Konverter, und sogar einem kleinen Stativ (Sherpa) zusammen 4kg ... die DSLR mitsamt Objektiven und Stativ etc weit über 10kg - auf Flugreisen zusätzlich zum normalen Gepäck schon problematisch, vor allem das Stativ für die SLR geht in keinen Koffer rein ... ist für mcih also zu unpraktisch dafür.

Aber wenn ich vorhabe, "richtig" zu fotografieren, oder Sportfotos machen will, dann geht einfach nichts über die SLR, weil AF schneller, hohe Iso kein Problem, Serienbilder ... aber auch sonst immer, wenn ich ganz bewußt nur zum Fotografieren raus gehe ...

Antworten PM Übersicht Chronologisch Zum Vorgänger
 
Melden nicht möglich
.
Re: Das DSLR Missverständniss
06.03.2008, 10:19:48
Nun das Stichwort lautet in dem Fall wohl "Ausgabegröße", "Kompaktheit" und Preis.

Zu "Ausgabegröße":
Den egal wieviel wir hier über das Rauschverhalten von Kompakten raunzen, lässt man deren (schlechten) ISO 800 Bilder auf 9x13 oder 10x15 ausarbeiten, sieht man genau NIX mehr von dem Ganzen. Die Bilder sind natürlich weicher und nicht so gestochen scharf wie von D-SLR's, aber das interessiert diese Zielgruppe nicht.

Zu "Kompaktheit":
Hier haben einige Hersteller in letzter Zeit im Bereich der D-SLR's "aufgeholt" (Canon, Olympus) und verlassen damit eigentlich die Anforderungen der eigentlichen D-SLR Klientel, für die Kompaktheit nie das wichtigste Thema bei einer Kamera war, aber auch nie komplett uninteressant war.
Der Vorteil der echten Kompakten ist halt immer noch, daß man mit einem immer Drauf Objektiv meist einen sehr größeren Brennweitenbereich abdecken kann und vor allem ds man damit auch VIDEOS machen kann. Wo kein Licht mehr zum Fotografieren ist, können noch locker Videos gedreht werden.

Zu Preis:
Da hat sich wohl das meiste in den letzten Jahren getan. Wenn man sich den Kit-Preis einer D40, D40x, Olympus 410 etc. ansieht wird man sehen, daß D-SLR's längst das Preisniveau von besseren Kompakten erreicht haben bzw. im Fall von div. Bridges bereits unterschritten haben.

Ein weiterer Punkt, der nicht wegzudiskutieren ist, ist das die meisten Kompakten darauf ausgelegt sind, das der Benützer nichts - wirklich nichts - mehr selbst einstellen muß, was bei D-SLR's immer wieder in einem gewissen Widerspruch zum typischen Anwendungsgebiet steht.

Sers
Alpenländer

Meine Foto Galerie 1
Meine Foto Galerie 2

Gute Fotografen machen gute Bilder - sie können das auch mit schlechten Kameras.
Schlechte Fotografen machen schlechte Bilder - sie können das auch mit guten Kameras.

Dieser Beitrag bezieht sich auf eine ältere Version des beantworteten Postings!
Antworten PM Übersicht Chronologisch Zum Vorgänger
 
Melden nicht möglich
...
Re(3): Das DSLR Missverständniss
06.03.2008, 10:48:01
ich teile viele deiner argumente, sie unterstreichen ja eh meine these  die ausgabegröße sehe ich nicht so relaxed wie du, denn viele schauen ihre fotos glaub ich nur mehr am schirm an, und da sieht man recht schnell, was die kompakte kamera halt nicht mehr kann...


Ja, da hast absolut Recht. Am Schirm wirds ein Trauerspiel, desto größer die Ansicht, desto schlimmer wirds !

und den deppenautomatikmodus hast du auch auf den dslrs... warum es im wiederspruch steht, i dont know


Na ja der Automatik-Modus auf D-SLR's geht ja (noch !) nicht soweit wie bei Kompakten. Sprich Gesichtserkennung, Smiley-Sensor und wie die ganzen Helferleins sonst noch heißen haben (noch) nicht Einzug in die D-SLR's gehalten, werden das sicher aber noch tun.

Wenn das passiert wird es zu einer noch stärkeren Aufspaltung des D-SLR Segments kommen, als dies ohnedies heute schon der Fall ist. Einsteiger - Amateur - Semiprofi - Profi.

Wenn mann die Foren durchforstet findet man jetzt schon unzählige Einträge von fehlgeleiteten Käufern die sich D-SLR's gekauft haben, die fürs Profi-Segment gedacht waren (D200 und D300 sind solche typischen Kanidaten) und die neuen Nützer komplett überfordert, was wiederrum zu schlechten Bilder führt und die natürlich sofort die Kamera als Schuldigen erkannt haben.

Was ich schon an miesen, wirklich schlechen Bildern von z.B. 300'tern gesehen habe und mir dann oft gedacht habe: Warum kaufen sich solche Leute nicht einfach eine Kucki-Drucki-Knippse  %-)%-) Sagen kannst sowas natürlich nicht, sonst wird dir selbst gelich Neid und Misgunst vorgeworfen und daher denke ich mir dann: bitte schön, jeder wie er will, die Industrie muß auch leben aber in Wahrheit wären diese Käufer mit anderen Kameras wesentlich besser bedient !

Meine Foto Galerie 1
Meine Foto Galerie 2

Gute Fotografen machen gute Bilder - sie können das auch mit schlechten Kameras.
Schlechte Fotografen machen schlechte Bilder - sie können das auch mit guten Kameras.

Antworten PM Übersicht Chronologisch Zum Vorgänger
 
Melden nicht möglich
.
Re: DSLR vs. Kompakte/Bridge - Entscheidungshilfe!
06.03.2008, 10:20:34
(Mal Größe und Preis ausgeklammert)


warum sollte man ausgerechnet die 2 wesentlichen Gründe, die für 99% der Menschen eine Kompakte geeigneter machen als eine DSLR ausklammern? ?-)

Der Entscheidungsbaum "Kompakte oder DSLR" ist doch ganz einfach:
1. Frage
"Willst Du das Fotografieren zu einem Deiner 3 wichtigsten Hobbies machen"
NEIN -> Kompakte!
JA ->
2. Frage:
"Bist Du bereit, immer wenn Du Fotos machen willst, mindestens 1 kg halbwegs sperrige Ausrüstung mit Dir rumzutragen?" (*
NEIN -> Kompakte!
JA ->
3. Frage
"Bist DU in der Lage/bereit mindestens 800 Euro als Einstiegskosten in das Hobby zu tragen" (**
NEIN -> Kompakte oder Bridge
JA
-> auf gehts, kauf Dir eine DSLR plus Basisaustattung (2 Objektive, Speicherkarten, 2. Akku, Tasche)
|-D


(* ja ich weiß, seit gestern gibt es die Oly E-420 mit Pfannkuchen 25/2.8 - dann sind es eben geschätzte 600g, dazu ein Oly 14-42 und 40-150 (schliesslich hätte man WW und Tele auch gerne) -> ca. 1,3 kg.

(** Basisausstattung: Body, 1 WW-Zoom (Kit), 1 Telezoom, 1 günstiges 50er (sofern Portraits/AL irgendein Thema sind), min. 4 GB Speicherkarten, 2. Akku, geeignete Tasche) - wer da nur mit den 500 Euro für den Einstiegsbody rechnet, lügt sich selbst in den Sack, was die Kosten betrifft.


(* (ja, ich weiß, seit gestern giobt es eine Oly E-420 mit Pfannkuchenobjektiv, dann kommt man mit 600g davon ;-))

Dieser Beitrag bezieht sich auf eine ältere Version des beantworteten Postings!
Antworten PM Übersicht Chronologisch Zum Vorgänger
 
Melden nicht möglich
.........
Re(9): DSLR vs. Kompakte/Bridge - Entscheidungshilfe!
06.03.2008, 11:50:54
ich bin sicher, dass es "eine kleine Kompakte gibt, die zu Dir passt" >:-D |-D

Ist halt ein bisschen Arbeit, das zu recherchieren, aber schau halt einmal beim Mediamarkt oder sonstwo, wo es viele soclhe Teile gibt das Angebot durch und stelle fest, was die maximale Grösse wäre, die Du akzeptieren würdest (zunächst unabhängig von Preis, Features, Qualitätsanmutung). Wenn das Ding nämlich nur ein bissl zu groß ist, nimmst Du es nur am ANfang mit und dann bald nicht mehr und dann ist die beste Bildqualität "für die sprichwörtlichen Würscht".

Wenn Du die max. Grösse hast, nochmals Deine Kriterienliste erstellen und priorisieren. Unsd zwar beinhart. Wie war das mit dem Blitz? Ist dann das Rauschen bei höheren ISO ziemlich egal, weil Du eh meist "reinblitzst"? Einstellmöglichkeiten - wichtig, oder es soll möglichst automatisch bgehen. etc. etc.

Mit der Prioritätenliste und der max. grösse (ich nehme jetzt einfach einmal an, dass der Preis im Rahmen dessen, was kompakte digicams üblicherweise kosten, egal ist) bleiben dann wharscheinlich eh nur 3-4 mögliche cams übrig. Die dann spezifisch recherchieren, Meinungen einholen und in RL ausprobieren.

Ja,. ist Arbeit. Dafür hast dann etwas, das zwar vielleicht auch noch nicht "alle Wünsche befriedigt"  aber 1. immer dabei ist und  2. im Normalfall ordentliche Bilder in Deinen "Standard-Fotosituation" abliefert. Bei extremen fotografischen verhältnissen muß man das Ergebnis eben als Experiment sehen. Freuen, wenn es gelingt, nicht wundern, wenn nicht. ;-)

Wenn man die Fotografie nicht als zeitverschlingendes Hobby betreiben will, passt das doch, oder nicht?  :-)

PS: Der Vergleich "Amatuer" vs. "Profiteil" trifft hier nicht ganz zu. Nur wenige DSLRs sind profiteile und mit denen wird sich jeder Einsteieger genauso derstessn, wie ein 08/15 Autofahrer, wenn er mit einem Sattelschlepper einparken soll. Und derschleppen würden es die meisten auch nicht wollen!   :-)

Antworten PM Übersicht Chronologisch Zum Vorgänger
 
Melden nicht möglich
...
Re(3): DSLR vs. Kompakte/Bridge - Entscheidungshilfe!
06.03.2008, 11:17:20
naja wenn größe und preis ein argument ist, dann fällt die empfehlung zur dslr
eh flach...

nein. Siehe mein Entscheidungsbaum. Wenn man nur drei Fragen mit einem überzeugten "JA" beantworten kann, ist eine DSLR absolut die richtige Wahl. Allerdings sollte man dann gleich auf die von mir beschriebene Basisausstattung gehen, die es derzeit ab ca. € 800 in vernünftiger Qualität (Objektive!) gibt.

aber einem knipser reicht sein kit, oder eine sigma scherbe mit 18-125/200
mm...


warum um alles inder Welt, sollte der eine sperrige und teurere DSLR mit einer "Sigma-Superzoom-Scherbe" kaufen und herumschlepopen. Er/Sie ist mit jeder (!) Superzoom-Kompakten (irgendwas mit 10x oder 12x Zoom, z.B. Panasonic?) viel besser bedient. Weil komapkter, billiger und Bildqualitätsvergleich bei den Ansprüchen und wahrscheinlichen Aufnahmebeduingugnen ausreichend ist, bzw. bei Unwilligkeit, sich in die Fotografie "als echtes Hobby" einzuarbeiten, der Unterschied von Kompakt- zu DSLR-Bildern kaum sichtbar sein wird (technische Bildqualität und vor allem Bildgestaltung). :-)

Nochmals: eine DSLR ist ein echtes Hobby-Gerät. Anschaffung zahlt sich nur aus, wenn man sich damit intensiver beschäftigen will. "Social photographers" (klingt doch schon viel besser als "tanti-Mitzi-Erinnerungs-Schnappschuss-Knipser ;-)) sind mit einer Kompakten unvergleichlich besser dran! :-)

Vergleich: Wäre gleich, wie wenn ich mir "echte" Fußballschuhe kaufen würde für meine 6 kleinen Freizeitkicks (mit Kindern! ;-)) im Jahr. Da bin ich mit universellen Trainingsschuhen (auch wenn sie ähnlich viel kosten mögen) die ich für alle anderen, ebenfalls max. 6x im Jahr ausgeübten sportlichen Aktivitäten ebenfalls verwenden kann, einfach besser dran! ;-)

06.03.2008, 11:17 Uhr - Editiert von iraki, alte Version: hier
Antworten PM Übersicht Chronologisch Zum Vorgänger
 
Melden nicht möglich
.
Re: Das DSLR Missverständniss
06.03.2008, 12:23:14
Ich sag, Leute kauft euch ne Spiegelreflex, ihr werdet es nicht bereuen!

Word,.. allerdings ist es einfach so, dass es viele Leute gibt die einfach das Gewicht nicht tragen bzw. den Raum nicht anfüllen wollen (in ihren Rucksäcken o.ä.).

Wenn du keine hohen Anspruch an die Qualität deiner Fotos (nicht vom Bildinhalt aber von der technischen Qualität) hast dann wirst du mit jeder kompakten glücklich. Ich trau mir zu 99,9% aller Bilder die du mir am PC Schirm (!) vorlegst zwischen DSLR und kompakter zu unterscheiden. Wenn du die Bilder auf 10x15 ausarbeiten lässt sinkt die Trefferquote sicher weit ab, bei 50x75 sind wir sicher wieder bei 99.9%.

Heißt nix anderes wie,.. wenn du nicht drauf achtest (weil du es nicht "interessiert" oder weil du es nicht weißt) dann kannst du ohne Bedenken eine kompakte kaufen und den Geburtstag der Mizzi-Tant' abfotografieren. Die Bilder auf 10x15 werden "aaaahhs" und "mhmsss" in der Verwandschaft erzeugen und alle sind zufrieden. Wenn du allerdings "wows" und "pfoaaaas" erzeugen willst, dann wird es dir nicht erspart bleiben, dass du am zumindest 800 Euro (das aller unterste Limit) ausgibst, 1,5kg mir dir rumtragst (kleiner Body, Linse, Blitz) und definitiv dich hinter eine EBV Software (RAW konvertierung und retousche) klemmst.
Ob wer das will, muss jeder selbst für sich entscheiden. Denn ich behaupte mal ganz frech, dass JPEGs out of the Cam auch bei einer DSLR eher Knippsereien sind. Zwar besser als die von den kompakten, aber wirkliche Bilder die "wows" erzeugen haben zumindest einen RAW konverter und einen PS oder equivalent gesehen,..

und bei alle dem "Aufwand" sind wir dann doch eher hier:

Digitale SLRs wären nur was für Ambitionierte und Profis


Meine Online Galerien:
Foto-Community.de
Picasa

"You gotta listen to my words"
Dieser Beitrag bezieht sich auf eine ältere Version des beantworteten Postings!
Antworten PM Übersicht Chronologisch Zum Vorgänger
 
Melden nicht möglich
 

Dieses Forum ist eine frei zugängliche Diskussionsplattform.
Der Betreiber übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge und behält sich das Recht vor, Beiträge mit rechtswidrigem oder anstößigem Inhalt zu löschen.
Datenschutzerklärung