Mögliche Konzepte gegens Raubkopieren
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Re(2): Mögliche Konzepte gegens Raubkopieren
Fly
12.02.2002, 12:38:27
Ist übrigens nicht neu, das Registrierungsproblem. Schon vor 6 Jahren auf 'ner Entwicklerkonferenz is' das Thema zur Sprache gekommen, und der Typ von Interactive Magic (gibt's die Firma überhaupt noch?) hat geklagt, dass sie "nur" fünf Prozent Rücklauf haben was die Reg-Karten angeht.

Ich hätt' weniger geschätzt.

Die Registrierung muss einen eklatanten Vorteil für die User bedeuten, damit sie's auch machen. Und Zwang darf's nicht sein, weil auf Zwang grundsätzlich negativ geantwortet wird, im Extremfall wird dann das Original nur aus dem Grund geknackt, damit man sich die Reg erspart. Man muss was davon haben. Und bitte nicht irgendwelche Pseudo-Goodies, die dem User im Endeffekt mehr am Sack gehen als nutzen.

Spam-mail mal abgesehen...

'ne Idee wäre, den Usern zusätzliche Kampagnen direkt zuzumailen, oder ihnen zumindest die entsprechenden Links automatisch zu schicken. Und diese eben NUR den registrierten Usern zugänglich zu machen, oder diesen 'ne Art "Premium-Access" darauf anzubieten, also dass sie mehr Bandbreite bekommen während's für die "anderen" eben nur tröpfelt. Auch muss die Registrierung SEHR einfach ablaufen, und darf nicht aus einem Fragebogen bestehen, der bis auf die Frequenz des Häus'lganges so ziemlich alles wissen will. Klar ist man daran interessiert, was den User interessiert, aber dies hat OPTIONAL zu erfolgen, indem man dem User eben erklärt, wenn er's ausfüllt hat er Einfluss darauf was man in Zukunft entwickeln wird. Wenn nicht, dann halt nicht, dann eben nur "normale" Reg, fertig.

MS macht's mit dem Office (oder war's Windows) ganz gut, 'n einfacher Button Marke "jetzt reg?" und fertig. Leider bringt's nix zu registrieren...:)


Shadows can be made real
if you kill in their name.
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Re(2): Mögliche Konzepte gegens Raubkopieren
12.02.2002, 13:27:55
nun denn, auch ich verwende nicht immer das original, da ich zb nicht einsehe, warum ich fuer eine distri (welche eigentlich nur den reg-code weiterleitet und sonst nichts) 50 % aufpreis bezahlen soll (hatte dies dem autor des proggis sogar gehuft).. das soll jetzt keine ausrede fuer die verwendung von war*z sein)..
auf der anderen seite benutze ich auch regulaer erworbene software, wo..
- das proggi fuer mich sinnvoll einsetzbar ist..
- der hersteller support leistet (auch das beste proggi macht mal irgendwo ein prob)..
- ein guenstiges update/upgrade angeboten wird (leider kommt es oft genug vor, dass erweiterungen fast so viel wie eine neue vollversion kosten (zb.w*noncd)..
- es durchaus auch gute shareware gibt (es muss ja nicht immer eine vor features strotzende kommerz-version sein)..

entscheidend fuer den erwerb (und nicht das illegale benutzen) ist fuer mich immer das preis/leistungs-verhaeltnis einer software.. (klar: entwicklung/support/vertrieb ist teuer - und verdienen moechte der hersteller verstaendlicherweise auch etwas - aber es gibt genug beispiele fuer gute, preiswerte & fair vermarktete software (wo auch das dacapo passt), welche ich gerne regulaer nutze..
>:-)

Wer trabt durch die schaurige Nacht ganz leis und verstohlen
vielleicht eine verirrte Stute mit ihrem hungrigen Fohlen ?
weit gefehlt - tatsaechlich ein Bankomat-Suchender, um sich mehr Geld zu holen..

pegacorn
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Re: Mögliche Konzepte gegens Raubkopieren
12.02.2002, 21:25:54
Eines vorweg:
Ich möchte hier kein Werturteil über Leute abgeben, welche "Sicherungskopien" benutzen, weder im positiven noch im negativen Sinn.

Ich denke mal, um jemanden zu animieren, sich Originalsoftware zu kaufen, müsste die Softwareindustrie einmal anfangen, vor ihrer Türe zu kehren und diverse Missstände zu beseitigen, als da wären:

- Veröffentlichung von halb-, viertel- oder gar-nicht-fertigen Programmen. Für einen User, welcher gerade nicht wenig Geld hingelegt hat, um das Programm zu erwerben, ist es doch etwas frustrierend, wenn nach der Installation nichts geht, bzw. nichts so geht wie versprochen.

- Gerade bei Spielen: Abgehen von der (mittlerweile weitverbreiteten) Unart, eine Expansion, welche der Programmiererlehrling/Hausmeister/Raumpfleger in einer Stunde runtergeklopft hat, zum beinahe halben Preis des Hauptprogrammes zu verkaufen.

- Auch zu Spielen: Mut zur Innovation, Pioniergeist, wie auch immer. Wer den 1025sten Aufguss eines Spielprinzips als Innovation anpreist darf sich wohl nicht wundern, wenn kein Mensch das Teil kauft.

- Im Anwenderbereich: Würde ich die ganze Sache nicht ganz so verfahren sehen - zumindest bei den teureren Programmen. Wer z.B. 3DSMAX 4 beruflich braucht, wird sichs kaufen (müssen). Wer es nur zum Herumprobieren nimmt (und ich möchte wetten, ein Gutteil der im Forum vertretenen hat eine Version von 3D-Studio), der hätte es sich sowieso nicht gekauft - meine ich jedenfalls.

Zum Abschluss: Ich kann mich an Zeiten erinnern, wo kopieren von Software noch leichter war als heute, und trotzdem hat die Softwareindustrie gelebt wie die Made im Speck. Warum wohl?

Moriquendi






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Re(3): Mögliche Konzepte gegens Raubkopieren
13.02.2002, 10:31:26
Wie schon eingangs gesagt: Dies soll kein Werturteil sein. Ich möchte mir nicht anmassen zu beurteilen, ob das Kopieren von Software "richtig" oder "falsch" ist.Punkt.

Zu den, von Dir angesprochenen, Punkten. So wie ich Robert's Posting interpretiere, geht es um die Frage: Wie bringe ich Kunden dazu, meine Software zu kaufen (und nicht... eh schon wissen). Meiner Meinung nach sind hier die Softwareproduzenten diejenigen, welche umdenken sollten (eben was die angeführten Punkte betrifft) - was aber im Gegenzug nicht heissen soll, dass alle Raubkopierer die Absolution für ihr Treiben erhalten sollten. Für die Softwarefirmen sind die fetten Jahre halt vorbei - Sie haben sich teilweise zulange zurückgelehnt und beobachtet, wie ihr Klientel immer böser wurde ob der genannten Punkte - frei nach dem Motto: "Schrei, soviel Du willst, aber zahl, soviel Du kannst, lieber Kunde".

Support bei Problemen? Vielleicht, aber dann nur unter gebührenpflichtiger Hotline-Nummer - schliesslich soll der Kunde dafür zahlen, damit er erfährt, warum unser Programm nicht bei ihm läuft.

Ausgiebige Testphase vor dem Release? Wozu? Der Kunde wird uns schon sagen, was nicht funktioniert, und dann schieben wir halt einen Patch nach. De Facto ist der Kunde heutzutage ein Beta-Tester, der dafür bezahlen soll, damit er die Fehler im Programm ausfindig machen darf. Toll, nicht?

Fehlende Features im Spiel? Aber hallo! Unter dem heutigen Zeit- und Konkurrenzdruck kann man doch von uns nicht erwarten, dass wir zum Zeitpunkt des Releases wirklich alles implementieren, was wir vollmundig auf der Packung versprechen! Aber mit einem der nächsten Patches wird das Problem schon gelöst werden...
Diese Liste liesse sich jetzt noch beliebig lange fortführen, aber ich hoffe, dass das "zum-Thema-passen" etwas ersichtlicher geworden ist ;-)

Moriquendi





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