Superzooms 18-200: es gibt doch keine Wunder!
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Superzooms 18-200: es gibt doch keine Wunder!
23.10.2008, 11:09:40
Jetzt hat photozone das EF-S 18-200 IS getestet. Die Ergebnisse sind bestenfalls (!) "ernüchternd". Auch wenn man berücksichtigt, dass es der erste Test an der 50D war. 15 MP, extreme Sensordichte = extreme Anforderungen an die Auflösung der Objektive.

http://www.photozone.de/canon-eos/400-canon_18200_3556is

Das Canon ist - wie schon auf dpreview festgehalten wurde, bei 18mm sehr schwach. Nicht nur die Randauflösung sondern auch Verzeichnung und  Randabschattung (nicht ganz so schlimm, weil leicht per EBV korrigierbar) sondern auch die CA's sind inakzeptabel für alle, die von einer DSLR + Wechselobjektiv "ordentliche optische Qualität" erwarten.  Der IS bringt auch nur 3 Blendenstufen, nicht die behaupteten 4.

Ausstattungsseitig gibt es an Plus: Frontlinse rotiert nicht, Verarbeitungsqualität scheint ganz akzeptabel zu sein - trotz Duo-Cam Design wackeln die Tuben angeblich nicht und  es gibt eine Zoom-Verriegelung (natürlich wie üblich nur bei 18mm, nicht in jeder beliebigen Stellung fixierbar).

Minus: Canon hat - bei dem Preis unverzeihlicherweise - keinen Ultraschall AF (USM) eingebaut, sondern ein veraltetes Konzept mit Motor und ohne FTM (manuelle Eingriffsmöglichkeit) - wegen ein paar lächerlicher Euro Unterschied auf der Kostenseite.

Übrigens gilt in Summe ganz Ähnliches auch für das Nikon 18-200 VR: das ist zwar optisch im WW etwas besser, dafür aber am langen Ende schlech. Es hat Ultraschall-AF, ist dafür aber wackliger gebaut und hat nicht einmal ein Zoom-Lock. %-)  

Damit sind die Canon & Nikon Superzooms höchstens im Vergleich zu Drittherstellern eine denkmögliche Alternative, in Wahrheit aber für qualitätsbewusste DSLR-user einfach nur zu meiden.

Wer Qualität will, muss entweder 2 Objektive kaufen um den Brennweitenbereich von 18-200mm vernünftig abzudecken oder ein hochwertiges, teures Objektiv (24-105 L) mit konservativerem Brennweitenbereich kaufen.
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Re: Superzooms 18-200: es gibt doch keine Wunder!
23.10.2008, 11:19:21
Die Ergebnisse sind bestenfalls (!) "ernüchternd". Auch wenn man
berücksichtigt, dass es der erste Test an der 50D war. 15 MP, extreme
Sensordichte = extreme Anforderungen an die Auflösung der Objektive.

Was zu erwarten war! Mit der50D werden noch VIELE ihre netten Überraschungen erleben!

Randabschattung (nicht ganz so schlimm, weil leicht per EBV korrigierbar)

Jein,.. wenn du die Ecken um 1 bis fast 2 Blenden raufziehen musst hört sich auch der EBV Spaß auf!

Ausstattungsseitig gibt es an Plus: Frontlinse rotiert nicht

sollte im Jahr 2008 bei neuen Linsen nicht als Plus herausgestrichen werden, wenn du mich fragst!

Nikon 18-200 VR

krankt auch, hat aber die "Ausrede" schon mehrere Jahr am Markt zu sein bzw. das erste "brauchbare" Superzoom zu sein!

Damit sind die Canon & Nikon Superzooms höchstens im Vergleich zu
Drittherstellern eine denkmögliche Alternative, in Wahrheit aber für
qualitätsbewusste DSLR-user einfach nur zu meiden. Wer Qualität will, muss entweder 2 Objektive kaufen um den Brennweitenbereich von 18-200mm vernünftig abzudecken.

Das sollten wir im Forum irgendwo pinnen können!


ein hochwertiges, teures Objektiv (24-105 L) mit konservativerem
Brennweitenbereich kaufen

Für Nikon DX gibt es das wirklich exzellente 16-85er von dem ich nun wirklich SCHWER beeindruckt bin, das outperformed das sündteure 17-55er locker.


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Re(3): Superzooms 18-200: es gibt doch keine Wunder!
23.10.2008, 13:47:27
es gibt schon Alternativen zum 24-105 - das ist nur dann erste Wahl, wenn es partout nur 1 Objektiv sein soll/darf/muß! ;-)

An Crop sind nämlich 24mm im WW meist zu lang - abhängig von den fotografischen Vorlieben natürlich.

Meine Canon "2-Objektiv" Empfehlungen ... für Leute, bei denen Geld noch eine gewisse Rolle spielt ;-) sind derzeit folgende Kombinationen:

1. WW-Standard-Zoom
a) Tamron 17-50/2.8 - Preis-/Leistungswunder; lichtstark, auch für indoor / Events sehr gut geeignet oder
b) EF-S 17-55/2.8 detto, aber mit IS und USM und wesentlich teurer
c) EF-S 18-55 IS - IS, aber nicht lichtstark, optisch nicht so gut, dafür unschlagbar preisgünstig - für den Start bzw. weenn der Brennweitenbereich nicht so wichtig ist
NICHT: EF-S 17-85 (IS aber nicht lichtstark, nicht billig, nicht gut genug).
d) wenn Vollformat innerhalb der nächsten 2 Jahre sicher ein Thema ist: EF 24-70 - schwer, teuer, gut - allerdings kein IS und auch optisch etwas hinter dem 17-55; und ausserdem glaube ich an einen verbesserten IS-Nachfolger in absehbarer Zeit - also "on hold". :-)

2. Tele-Zoom:
a) EF 70-200 / 4 L IS - darauf lohnt es sich zu sparen.
b) EF 70-300 - optisch durchaus gut, Ausstattung nicht so (Frontlinse rotiert) -> wenn die 300mm besonders wichtig sind bzw. das Budget enger ist - wenn es nur ums Geld geht, dann aber auch das 70-200 4 L (ohne IS) in betracht ziehen.
c) EF-S 55-250 IS - IS, viel billiger, optisch sehr akzeptabel, aber nicht in der gleichen Liga wie a), jedenfalls aber besser als die Superzooms.

dazu je nach Vorlieben:

Porträt-Objektiv
* 50/1.8
* 50/1.4
* 85/1.8 - wenn mehr Outdoor, bzw. in grossen Räumen (z.B. Veranstaltungen, wo man z.B. an den Redner vorne nicht so nahe herankommt, etc.)
oder, wenn (gegentlich Makros auch interessant sind)
* EF-S 60/2.8 Macro - exzelleente Linse auch für Portraits

Ultraweitwinkel
* EF-S 10-22 - an Canon m.E. die beste Alternative; das Sigma 10-20 ist zwar 8wenn einwandfreies Exemplar) optisch auch sehr gut, aber besonders an Canon-Bodies sind Sigma Linsen immer noch ein kompatibilitätsmässiges Rest-Risiko - jeder neue Body oder Firmware-Ugrade bei Canon kann Probleme bringen ...
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